Spuren nach Antigua und Fälschungsvorwurf

23. Jänner 2012, 18:01

Wien - Der Strafakt in der Causa Meinl ist um eine Eingabe reicher. Julius Meinls Anwalt Herbert Eichenseder hat eine Strafanzeige wegen Urkunden- und Beweismittelfälschung gegen unbekannt eingebracht. Es geht um einen (vermeintlichen) Brief seines Mandanten an Peter Marxer, Ex-Verwaltungsratschef der Liechtensteiner Centrum Bank, den Meinl aber nicht geschrieben haben will. Im Kern geht es um die Kaution von 100 Mio. Euro, die Meinl 2009 hinlegen musste, um aus der U-Haft zu kommen. Seine Anträge, die Kaution zu reduzieren hat die Justiz abgelehnt. Sinngemäße Begründung: Meinl könne sich die Kaution leisten.

Als Beweis dafür diente dem Gericht laut Presse ein Brief Meinls vom 3. April 2009, der der Staatsanwaltschaft am 25. März 2011 anonym übermittelt wurde. Darin heiße es: "Lieber Peter, es ist mir ein persönliches Anliegen, mich herzlichst für Deine Unterstützung zu bedanken. Die von Dir vor ausgelegten 100.000.000,- habe ich bereits von meinem Sonderkonto 5496 zur Anweisung gebracht. Die Abzeichnung der Originale können wir bei unserer Zusammenkunft in der kommenden Woche vornehmen. Ich werde hierzu einen meiner besten Tropfen mitbringen."

Geheimnisvolles Konto

Eine Fälschung, so Anwalt Eichenseder. Einige seiner Argumente: Meinl habe das Schreiben "weder erstellt noch unterschrieben"; sei mit Peter Marxer "niemals per Du" gewesen; die Kontonummer 5496 "existiert weder bei der Centrum Bank noch bei der Meinl Bank"; Marxer habe bestätigt, niemals so ein Schreiben erhalten zu haben. In der Justiz bestätigt man die Strafanzeige.

Einen Bezug zu Meinl hat die 5496 aber allemal. Sie ist laut Regulierungsbehörde des karibischen Staats Antigua und Barbuda die Bankleitzahl der Meinl Bank Ltd. Antigua. (APA, gra, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 24.1.2012)

NicoPelikan
00
24.1.2012, 06:39
Bewaehrte Strategie: "Haltet den Dieb !"

Cerv_antes
00
23.1.2012, 18:27

Wo Meinl draufsteht, ist ..... (Wort nach Gusto einfügen) drin!

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