Obama fordert "Fairplay"

23. Jänner 2012, 17:47

Rede zur Lage der Nation als Wahlkampfauftritt

Washington - Kaum einer hat zuletzt Notiz von US-Präsident Barack Obama genommen, alles wurde überschattet vom Vorwahl-Krimi der Republikaner. Heute, Dienstag, wird sich das ändern. Vor beiden Häusern des Kongresses hält er dann die Rede zur Lage der Nation. Nach alter Tradition wird der Auftritt begleitet von Ritualen überparteilicher Harmonie, doch in Wahrheit blockieren sich Demokraten und Republikaner im Parlament fast nur noch.

Obama nutzt das Hohe Haus als Wahlkampfbühne - es geht um Trennlinien, weniger um Verbindendes. Der Demokrat will kontrastreich herausstellen, worin er sich unterscheidet von seinen konservativen Rivalen.

Präsentieren wird er sich als "Mann der Mitte" , als Beschützer krisengebeutelter Normalverdiener. Die Botschaft seiner Rede hat er, in wenigen Sätzen gebündelt, bereits kursieren lassen: "Fairplay" . Was er anstrebe, sei "ein Amerika, wo jeder seine faire Chance bekommt, jeder seinen fairen Beitrag leistet und alle nach denselben Regeln spielen". Die Wohlhabendsten sollen endlich höhere Steuern zahlen, damit das Defizit abgebaut werden kann.

Selbst wenn der Name Mitt Romney nicht fällt: Der republikanische Millionär dient Obama als Symbol für die Irrwege marktradikalen Denkens. (fh/DER STANDARD, Printausgabe, 24.1.2012)

Kommentar posten
12 Postings
hema1
 
00
26.1.2012, 12:28
Obama fordert "Fairplay"

Ich fordere das auch, denn ein Mensch kann nur so viel Gutes bewegen und verwirklichen, als ihm andere "erlauben".

Die Egoisten und ewigen Blockierer sind die Schuldigen an der Misäre in unserem Leben.

http://www.hopeland.at

nörd
00
31.1.2012, 13:09
gutes bewegen und verwirklichen...

Liebe "hema1" (Frau Heiml?)

Interessiert und naiv habe ich eben den von Ihnen bereitgestellten link angeklickt.
Als mittelmäßiger Mittelständler mit mittleren Ambitionen und Intellekt(kurzum als Österreicher) macht man sich da aber schon so seine Gedanken. Ohne hier ins Detail gehen zu wollen, kontrastieren Ihre obigen Aussagen doch ein Kleinwenig mit dem Inhalt dieser Website.
Zitat: "...Das war Luzifer noch zu wenig. Er wollte auf Knien angebetet und als Gott verehrt werden.
Das ist ihm im Islam gelungen. "

klingelts? wenn ja: Hoffnung besteht!
wenn nein: egal, machen Sie nur weiter so - Uriella wartet bereits auf Sie...

den "göttern" zum gruße

hema1
 
00
31.1.2012, 15:08
Urielle nicht, aber jemand anderer.

Und es heißt GOTT ZUM GRUSS, nicht den göttern.

the_great_cornholio
01
24.1.2012, 12:36
voll wurscht,

weder obama noch iein rep werden die welt retten.

das werden schon europa u - so schockierend es klingen mag - china tun müssen!

venere nera
20
24.1.2012, 09:48
das bild sagt mehr als obamas tausend worte

der kandidat obama aus dem wahkampf 08 war ein märchenschloss aus pappmaché.

Odo
31
24.1.2012, 02:21
"Obama fordert Fairplay"

Dann sollte Präsident Obama mal selbst damit anfangen und beispielsweise damit aufhören mit immer neuen (und wahrscheinlich verfassungswidrigen) Tricks den US-Kongress zu umgehen wie zuletzt bei der Ernennung von Richard Cordray zum Chef einer Verbraucherschutzbehörde ohne Zustimmung des US-Senats. Man stelle sich vor, ein republikanischer Präsident hätte vergleichbares gewagt. Da wäre die Hölle über ihn losgebrochen.

bluebeard's 8th wife.
10
24.1.2012, 13:09

na gut - wenn die reps aufhören, mit billigen geschäftsordnungstricks lang überfällige besetzungen wichtiger posten zu hintertreiben.

Odo
10
24.1.2012, 16:55
Diese "Geschäftsordnungstricks" mit "pro-forma-sessions" des US-Kongresses sind aber seit Jahrzehnten üblich und anerkannt, haben die Demokraten im übrigen beispielsweise bei Nominierungen von Präsident George W. Bush auch so gemacht.

Das es nun ausgerechnet der Verfassungsrechtler Obama ist, der zum wiederholten Male die Rechte des US-Kongresses gegenüber dem Präsidenten untergräbt (erinnert sei beispielsweise an den Libyen-Einsatz ohne Zustimmung des US-Kongresses), ist schon erstaunlich, zumal Obama als US-Senator einer derjenigen war, der Präsident George W. Bush mit am schärfsten dafür kritisierte, dass der sich Befugnisse aneignete, die mit der Verfassung nicht vereinbar seien (z.B. "Signing Statements"). Nun als Präsident hat Obama nicht nur die Befugnisse seines Vorgängers alle übernommen, sondern sie sogar noch ausgeweitet.

venere nera
22
23.1.2012, 21:13
selbstkritk seitens des standards wäre angebracht

auch der standard verfiel im frühjahr 2008 der obamaphilie und warf ohne großes bedenken jeglichen journalistischen standard über bord. allzu leicht ließ sich auch "die" österreichische qualitätszeitung zum obama-bejubelungs-blatt degradieren. was augenscheinlich war und die wenigen köpfe, die sich einen rest an kritikfähigkeit und distanz bewahrt hatten, gleich bemerkten (siehe nobelpreisträger paul krugman http://krugman.blogs.nytimes.com/2008/06/1... m-who-us/) ist jetzt aktenkundig: http://www.telegraph.co.uk/news/worl... -show.html

es wäre schön, wenn der standard sich bei seinen lesern entschuldigte. die nyt hatte 2004 den mut dazu.

bratak
01
24.1.2012, 11:52

post exakt wiederholen nach 53 min?

venere nera
00
24.1.2012, 15:15

frag den standard, nicht mich ;-)

venere nera
11
23.1.2012, 20:20
selbstkritk seitens des standards wäre angebracht

auch der standard verfiel im frühjahr 2008 der obamaphilie und warf ohne großes bedenken jeglichen journalistischen standard über bord. allzu leicht ließ sich auch "die" österreichische qualitätszeitung zum obama-bejubelungs-blatt degradieren. was augenscheinlich war und die wenigen köpfe, die sich einen rest an kritikfähigkeit und distanz bewahrt hatten, gleich bemerkten (siehe nobelpreisträger paul krugman http://krugman.blogs.nytimes.com/2008/06/1... m-who-us/) ist jetzt aktenkundig: http://www.telegraph.co.uk/news/worl... -show.html

es wäre schön, wenn der standard sich bei seinen lesern entschuldigte. die nyt hatte 2004 den mut dazu.

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