Nach der Causa Pelinka

Fritz Wendl: Parteienabhängigkeit des ORF keine "unumstößliche Tatsache"

Chat | 24. Jänner 2012, 12:39

Der ORF-Redakteursratsvorsitzende fordert im Chat ein neues ORF-Gesetz und unterstützt die Forderungen der freien ORF-Mitarbeiter - Das Protokoll zur Nachlese

Die ORF-Redakteure wollen auch nach dem Ende der Causa Pelinka nicht locker lassen. Nachdem sie am Montag ihre Forderungen zur Änderung des ORF-Gesetzes und ein "Sündenregister" der Stiftungsräte veröffentlicht hatten, machte das am Dienstag auch Redakteursratsvorsitzender Fritz Wendl im Chat deutlich. "Ich glaube, dass die breite öffentliche Diskussion der letzten Wochen letztlich zu grundsätzlichen Änderungen des ORF-Gesetzes führen muss", so Wendl, der für eine völlig neue Zusammensetzung des Stiftungsrates plädiert. Derzeit sei es nämlich "systemimmanent", dass etliche Stiftunsräte Bestimmungen des Gesetzes ignorierten.

Die momentan herrschenden Bedingungen für die freien ORF-Mitarbeiter hält er für "absolut nicht angemessen". Für ORF-General Wrabetz, der auf den fehlenden finanziellen Spielraum verweist, hat er kein Verständnis: "ICH kann und will das keineswegs erklären." Statt den ORF über Gebühren zu finanzieren, kann sich Wendl für eine generelle Haushaltsabgabe erwärmen: "Es spricht einiges für solch eine Lösung." (om)
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