Der Würstelstand für Visa-Hungrige lädt ein

23. Jänner 2012, 15:13
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    foto: lucky dragon visa consultants

    Blaues Oberteil und rote Zipfelmütze tragen die Visaberater.

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    Adam Humphrey will mit seiner Idee den Menschen helfen und dabei Geld verdienen.

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    foto: ap/lalit

Adam Humphrey vermittelt China-Visa aus dem Van. Er nutzt die Marktlücke Behördendschungel für ein lukratives Geschäft

Pünktlich zu Beginn des chinesischen Neujahrs am 23. Jänner startet in New York eine Idee durch, die das Reisen ins Reich der Mitte erleichtert: ein mobiles Visa-Service, das einem direkt vor dem Konsulat abnimmt, was man vergessen hat zu erledigen. Hauptklientel der Marktlücke sind die zahlreichen Menschen, die täglich aufgrund von Formfehlern abgewiesen werden oder das komplizierte Prozedere nicht durchschauen. Erfunden hat die "Visaberatung aus dem Van" der Kanadier Adam Humphrey. Das Geschäft erweist sich besonders jetzt, wenn viele Auslandschinesen ihre Verwandten besuchen, als lukrativ. Mittlerweile ist der 29-Jährige nicht mehr alleine, sondern hat mehrere Angestellte, die für seine Firma Lucky Dragon Mobile Visa Consultants arbeiten (hier geht es zur Homepage).

Auf die Idee kam Humphrey, weil er selbst im Behördendschungel unterzugehen drohte. Er hatte ein falsches Formular ausgefüllt und musste, weil das Konsulat weder berät noch Drucker zur Verfügung stellt, 15 Minuten zum nächsten Schnellcafé marschieren. Als er dort mehrere druckende Betroffene traf, kam ihm die Idee zur mobilen Visaberatung. Er mietete einen Kleintransporter und packte Drucker und Laptop hinein. Als Stromquelle dient ihm der Zigarettenanzünder.

Das Risiko hat sich ausgezahlt. Schon im ersten Monat kamen 500 Leute. Für ihn und seinen Geschäftspartner schauten knapp 10.000 Dollar (7700 Euro) dabei heraus. Bis zu 500 Dollar bringt das Geschäft pro Tag. Kreativ zeigt sich Humphrey auch, wenn es darum geht, die Kunden von der Sicherheit ihrer privaten Daten zu überzeugen. "Niemand gibt einem Fremden gern seine Sozialversicherungsnummer - schon gar nicht im Heck eines gemieteten Vans", wird Humphrey in der "Financial Times" zitiert. Seine Lösung: Statte das Personal mit Uniformen und Namensschildern aus und kommuniziere über eine seriöse Website. Es helfe auch, dass einige Mitarbeiter Chinesisch sprechen.

Für die Zukunft hat Humphrey - der auch einen Blog betreibt - große Pläne. Wenn das "Jahr des Drachen" einmal gebührend eingeleitet worden ist, beginnt im April die Canton Fair China, die größte Import- und Exportmesse Chinas. Da will der Neounternehmer schon mehr Mitarbeiter mit blauen Overalls und roten Zipfelmützen in seinen Reihen haben. Zudem will er das mobile Service auch in anderen Städten anbieten. Für die Zipfelmützen wird er im Frühling allerdings wohl Ersatz finden müssen. (sos, derStandard.at, 23.1.2012)

FrühpensionsTschuschnLesbenHausfrau
00
26.1.2012, 23:01
bei uns kann man sogar staatsbürgerschaften kaufen.

dazu braucht man nicht einmal mobil sein, alles nämlich schon part of the game!

Nikodemus Molch
00
26.1.2012, 18:13

anbieten würde sich das auch vor dem chinesischen visaoffice in hongkong.

morgen war gestern
00
26.1.2012, 13:21

was ist dran neu? vor dem österr. konsulat in moskau steht seit langen jahren ein kleinbus, der bis hin zu passfotos und kopien alles anbietet.

Der Kluge
10
23.1.2012, 21:35

Wieso wird jeder Pfurz aus den USA berichtet? Gibt es keine anderen Themen?

Schottentor U-Bahn
00

Sie sind offensichtlich einer jener Menschen, die das Konzept einer des Internets noch nicht verstanden haben.

Daher ein kleiner Tipp von mir, noch dazu umsonst: Sie müssen nur jene Artikel anclicken, die Sie auch interessieren! Den Rest können Sie problemlos ignorieren!

Martin Müller10
 
03
23.1.2012, 15:43
Ich kenne die Situation in USA und CAN nicht aber in A ist ein

chinesisches Visum eine recht einfache Sache mit einem aufpreispflichtigen Expressservice (1 h). Hab da nie Probleme gehabt.

DM2006
00
23.1.2012, 23:29

Das Gleiche gilt fuer London und Paris (aus eigener Erfahrung), wobei das Expressvisum zumindest dort 1 Tag braucht (kann mir 1 h irgendwie nicht vorstellen).

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