Gföhl

Geplanter Bau von buddhistischem Stupa lässt ÖVP-FPÖ-Koalition platzen

23. Jänner 2012, 14:28

Freiheitliche gaben Ausstieg bekannt - Volksbefragung zu Bauprojekt am 12. Februar

Gföhl - Die Diskussion um den geplanten Bau eines buddhistischen Stupas in Gföhl (Bezirk Krems in Niederösterreich) hat zum Ende der Koalition zwischen ÖVP und FPÖ geführt. Die Freiheitlichen gaben ihren Ausstieg bekannt. Die Gemeinde und das Waldviertel bräuchten einen "Stupa so notwendig wie Rom einen Kebabstand auf dem Petersplatz", wurde Gottfried Waldhäusl, FPÖ-Klubobmann im niederösterreichischen Landtag, in einer Aussendung zitiert.

Volksbefragung zu Stupa

Zu dem Projekt findet am 12. Februar eine Volksbefragung statt. Die Gföhler Bevölkerung soll dabei entscheiden, ob das betreffende Grundstück für die Errichtung des Sakralbaus umgewidmet werden soll. Daran übten die Freiheitlichen am Montag ebenfalls Kritik. Es könne nicht sein, dass die Volksbefragung nur ab einer Wahlbeteiligung von 50 Prozent für den Gemeinderat bindend werde. Das Ergebnis müsse entscheidend sein, nicht die Zahl der abgegebenen Stimmen, so Stadtrat Siegfried König (FPÖ).

Weltfriedensdenkmal

In Gföhl soll mit dem Sakralbau laut Homepage der Stadtgemeinde das größte Weltfriedensdenkmal Europas entstehen. Geplant ist ein 30 Meter hoher Stupa mit einem Durchmesser von 25 Metern und ein rund 600 Quadratmeter großes Gebäude mit Gemeinschaftsräumen, Wohnstudios für die Ordensmönche und -nonnen sowie Meditationsräumen. Eine Wiener Stiftung will das Vorhaben realisieren. Der Gföhler Bürgermeister Karl Simlinger (ÖVP) tritt für das Projekt ein.

"Unsachliche Diffamierung"

Das Projekt sorgt jedenfalls seit Wochen für Diskussionsstoff. Einerseits haben namhafte kirchliche Persönlichkeiten eine "sachliche und respektvolle Diskussion" gefordert. Es könne nicht angehen, "eine Ablehnung mit einer unsachlichen Diffamierung des Buddhismus zu verbinden", hieß es in einer öffentlichen Erklärung Mitte Dezember, unterzeichnet u. a. vom Altenburger Abt Christian Haidinger, "Furche"-Herausgeber Heinz Nußbaumer und dem Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien, Martin Jäggle.

Bedenken von Küng

Der St. Pöltner Diözesanbischof Klaus Küng äußerte hingegen Vorbehalte. "Bei aller interreligiösen Toleranz bin ich doch ein wenig verwundert über dieses Bauprojekt", wurde er vor mehr als einem Monat in der Tageszeitung "Kurier" zitiert. Küng stellte auch die Frage, warum der größte Stupa Europas ausgerechnet mitten im Waldviertel errichtet werden soll. Ihm sei nicht bekannt, dass es hier "eine so große Zahl von Buddhisten gibt".

"Gerade in sehr schwierigen gesellschaftlichen Entwicklungen, wie wir sie im Moment durchleben, ist ein wertschätzendes und friedvolles Miteinander ein wichtiger Baustein für eine bessere Zukunft", hielt hingegen Gerhard Weißgrab, Präsident der Österreichischen Buddhistischen Religionsgesellschaft, fest. Dieser Gedanke stehe hinter der Errichtung des Stupas. (APA)

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chezgarando
03
12.2.2012, 17:40
seit wann darf man

über einen bau der doch eigentlich in der verfassung unter religionsfreiheit abgesichert ist abstimmen???

naja...denn sie wissen nicht was sie tun...

Postingname geändert
13
12.2.2012, 22:56
religionsfreiheit...

in oesterreich? traeumens weiter.

GiordanoB
20

Ich frage mich nur, welchen Sinn macht ein derart repräsentatives und großes Gebäude ohne Gläubige?
Ist ja nicht so, dass der Buddhismus eine große Glaubensgemeinschaft in Öst. wäre, oder es noch keine gar Stupas geben würde (siehe zB Wien)!
Für eine Religion die weltliche Dinge so gering schätzt, ist das doch sehr materialistisch gedacht.

Zum anderen, Buthan (tibet. Buddhismus Staatsreligion) gehört zu den Ländern mit ausgeprägter Christenverfolgung.
Haben der Dalai Lama oder andere schon mal etwas dazu gesagt?

Religiöses eignet sich eben nicht dazu, um als Tourismusmagnet instrumentalisiert zu werden.

herr_rechtsausleger
10

aber stellt das teil nicht uns snowkitern in den weg!

Nutze den Tag
13
31.1.2012, 12:47
Baut lieber eine Solaranlage

sonne-licht
 
11
29.1.2012, 09:39
steuergeldfinanzierungen für einzelprojekte

sollten derzeit egal in welcher hinsicht in österreich bis zur beendigung der österreichischen schuldenkrise auf eis gelegt werden.

wenn wer unbedingt will, daß so etwas gebaut wird wo der nutzen nur unterstützung von üblichen verdächtigen bauträgern bedeutet, sollte die finanzierung auch ohne staatliche hilfe bewerkstelligen können!

dann sollen die politiker selber mal etwas tun und für projekte banken bzw. menschen die dafür sind gewinnen, bzw. mit "eigenem" geld finanzierungsleistungen gewährleisten.

immer alles auf steuergeldkosten für ein paar nutzern ist zu wenig. und nachher wars bei fehlplanung wieder kaner wie skylink oder welios wels wenn steuergelder verschwendet werden, was dann im bildungsbereich fehlt!

Gehmirausdersonne
11
28.1.2012, 17:57
Willkommen in Österreich!

Mehr ist dazu nicht zu sagen.

unitedlovers
01
28.1.2012, 15:45

waldheisl. super!

kater bruno
44
26.1.2012, 16:22

Die FPÖ ist sooo von gestern und intolaerant, dass einem schlecht wird.

ASVG Rentner 2
72
26.1.2012, 21:22
DAs kann ich nicht behaupten.

Die Argumente dagegen sind gut begründet.

Drink Grog
12
24.1.2012, 22:18

Der soll doch wieder in seinen Wald scheißen gehen, dieser Intellektbolzen.

Drink Grog
11
24.1.2012, 22:21

Gföhligst! Und mit einem klaren Gebirgsbach runterzuspülen nicht vergessen!

die naive
52
24.1.2012, 21:15
Diese Stupa

soll 36 M hoch werden und würde die ganze Landschaft, Umgebung dominieren!

Habe einen Bericht darüber gesehen, der Großteil der Bevölkerung lehnt es wegen der Größe ab!

Gehmirausdersonne
43
28.1.2012, 17:58
Wirklich naiv

Jeder Kirchturm ist höher als 36 m. Dominiert auch die ganze Umgebung.

Hubert Ungeist
 
00
26.1.2012, 05:21
Na dann ist ene 50% Beteiligung

eh kein Problem wenn fast alle dagegen sind

die naive
20
26.1.2012, 12:20

Ja; bin neugierig was sich diesbezüglich noch tun wird.

Truth is a Troll
13
24.1.2012, 17:09

Stupa so notwendig wie Rom einen Kebabstand auf dem Petersplatz

Ich wette Euro gegen Lire das es in unmittelbarer Umgebung vom Petersplatz einen Kebapstand gibt ;)

micschool
10
24.1.2012, 16:04
dass die fpö da wiedermal dagegen ist, wundert mich jetzt aber...

was mich mehr überrascht ist der kommentar von küng. wobei ich nicht weiß ob er mehr überraschung empfindet, wenn er an den stupa denkt oder ich wenn ich daran denke was ihm alles nicht bekannt ist. da fallen mir nämlich etliche beispiele ein...

THE MGT.
10
24.1.2012, 14:07

Was hat das Waldviertel mit dem Petersplatz zu tun? Was ein Kebabstand mit einem Stupa?

Wieder mal einer der typischen entbehrlichen und unterirdisch niveaulosen Rülpser eines Blaunen.

aufgeklärtbisheiter
15
24.1.2012, 14:00

"so notwendig wie Rom einen Kebabstand"

Welchen Abstand?

Reinhard Kober
00
24.1.2012, 22:49
was ist daran so schwierig?

Steht eh da: ein Keb Abstand!
Das ist nach internationalen Normen jener Abstand, den die Effen von Imbissständen halten.

Reinhard Kober
00
24.1.2012, 22:51
ergänzung

5 Keb Abstände entsprechen der Mindesteindringtiefe in ein Bierzelt.

aufgeklärtbisheiter
00
25.1.2012, 04:04

Puh, wieviel Badewannen sind das? :-)

wolf k
21
24.1.2012, 12:20
der buddhismus ist die friedlichste religion ...

dieser erde. meines wissen nach haben buddisten noch nie einen krieg begonnen. aber für die dumpfsinnigen blauen ist alles, was nicht nach braunen mief riecht unheimlich und daher abzulehnen. eine beschäftigung mit solchen themen überfordert diesen eigenartigen verein.

GiordanoB
00

Darum wurde in Tibet auch die Bön-Religion gewaltsam ausgelöscht, und in ganz Zentralasien der Schamanismus bekämpft...

Die Gedanken von Buddha sind schön und gut, der reral existierende Buddhismus eine ganz andere Sache.
Außerdem ist die ganze Causa um die Stupa doch sehr materialistisch gedacht - seltam für echte Buddhisten.

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