Schweiz

Forscher erstellten Zell-Atlas der Netzhauterkrankungen

23. Jänner 2012, 14:04

Zeigt, wo beschädigte Gene Unheil anrichten

Basel - Rund 200 Genmutationen sind bekannt, die zu einer Sehbehinderung oder Blindheit führen. Basler Forscher haben nun eine Art Atlas erstellt, der zeigt, in welchen Zellen der Netzhaut die beschädigten Gene ihr Unheil anrichten.

Die Gen-Karte erlaube es, die Suche nach den Krankheitsmechanismen einzuschränken und eröffne neue Möglichkeiten für therapeutische Ansätze, teilte das Friedrich Miescher Institut in Basel mit. Ein Team um den Neurobiologen Botond Roska habe den Atlas im Forschungsmagazin "Nature Neuroscience" veröffentlicht.

Die Forscher hatten die Aktivität der mutierten Gene ermittelt. Denn Gene sind in nicht allen Zellen des Körpers gleichermaßen aktiv. Um eine Therapie zu entwickeln, sollten Forscher deshalb nicht nur die Mutation selber kennen, sondern auch, wo sie ihr Unheil anrichtet.

Roska und seine Kollegen konnten die Aktivität aller Gene, die mit einer Netzhautkrankheit verknüpft sind, einem klar definierten Zelltypen zuordnen. Damit lässt sich die Suche nach dem Krankheitsmechanismus einschränken. (APA)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.