"Dialogforum Islam"

Kurz tritt in Dialog mit Muslimen

23. Jänner 2012, 17:54
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    foto: apa/ herbert neubauer

    Laut Staatssekretär Kurz leben eine halbe Million Muslime in Österreich.

Integrationsstaatssekretär und der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft eröffnen am Montag den institutionalisierten Dialog

Das Integrationsstaatssekretariat hat am Montag das "Dialogforum Islam" gestartet. Staatssekretär Sebastian Kurz und der Präsident der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGiÖ), Fuat Sanac, stellten dazu ihre Zielsetzungen und Arbeitsgruppen der Öffentlichkeit vor. Laut Kurz leben eine halbe Million Muslime in Österreich. Das wichtigste Ziel sei die "Versachlichung" der Debatte, betonte der Staatssekretär im Rahmen einer Pressekonferenz. Er wünsche sich "einen gesellschaftspolitischen und keinen theologischen Dialog", der vor allem das Zugehörigkeitsgefühl und Zusammenleben der Muslime in Österreich fördern soll.

Änderungen im Islam-Gesetz

Es seien sieben Arbeitsgruppen ins Leben gerufen worden, denen mehrere Gespräche mit verschiedenen Vertretern des Islam vorausgegangen seien, so Kurz. Die Experten sollen sich mit folgenden Themen auseinandersetzen: "Aus-, Fort- und Weiterbildung von Imamen in Österreich", "Integration und Identität", "Werte- und Gesellschaftsfragen", "Islamismus und Islamfeindlichkeit", "Geschlechterrollen", "Staat und Islam" sowie "Islam und Medien". Die Experten hätten großen Freiraum, die Themenblöcke auszuarbeiten. Man könne aber von einem Richtwert von einem Jahr ausgehen. Auch inhaltlich wolle er den Experten nicht vorgreifen, sagte Kurz. "Ich gehe  jedoch von einer Änderung im Islamgesetz aus." Ziel ist laut dem Pressesprecher des Staatssekretariats, Gerald Fleischmann, einen Vorschlag für die Bundesregierung auszuarbeiten.

Die Arbeitsgruppen werden jeweils von einem Experten geleitet und durch den Moderator des Dialogforums, den Mediator Günther Kienast, koordiniert. "Die Experten greifen dann auf den zurück, den sie brauchen", so Fleischmann. Jedenfalls seien Mitglieder des Staatssekretariats und der IGGiÖ als bisher einziger gesetzlich anerkannter Religionsgemeinde der Muslime in Österreich vertreten.

Grüne: Mehr Vielfalt im muslimischen Diskurs

Die Menschenrechtssprecherin der Grünen, Alev Korun, begrüßte zwar, dass der Staatssekretär für Integration den Dialog mit österreichischen Muslimen und Musliminnen suche, forderte jedoch mehr Vielfalt im muslimischen Diskurs. "Der institutionalisierte Dialog muss mit sehr vielen unterschiedlichen AkteurInnen, Vereinen und Organisationen geführt werden, wenn man die Vielfalt muslimischen Lebens in Österreich wirklich ernst nimmt." Die Grünen warnten, dass an der letzten Wahl in der Islamischen Glaubensgemeinschaft nur 30.000 der rund 500.000 österreichischen MuslimInnen teilgenommen hätten. Das seien weniger als zehn Prozent. Eine große Zahl von MuslimInnen sei daher nicht durch die IGGiÖ vertreten, etwa die Gruppe der österreichischen Aleviten und Alevitinnen. "So sehr ich die sieben geplanten Arbeitsgruppen gutheiße, sollte die Politik keine Scheu haben, Gleichbehandlung und Antidiskriminierung auch beim Namen zu nennen und einzufordern." (wik, derStandard.at, 23.1.2012)

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Posting 1 bis 25 von 46
1 2
mirrorwall
20
27.1.2012, 15:22
Dialog, wozu?

Soll man darüber disktutieren, ob Mädchen vom Schwimmunterricht ausgeschlossen werden dürfen, Teile der Scharia in Österreich eingeführt werden sollen oder muxlim. Schüler während des Unterrichts beten dürfen?

In Österreich gilt säkulares Recht und nicht das religiöse Recht IRGENDEINER Religion.

Wer glaubt seine religiösen Vorstellungen in die Öffentlichkeit verlagern zu müssen, darf das gerne in seinem Herkunftsland machen.

RFD
01
24.1.2012, 15:21
Nachdem in Österreich der Pflichtschulbereich eine Baustelle

mit bescheidenem Erfolg ist, widmen wir uns halt jetzt der "Aus-, Fort- und Weiterbildung von Imamen in Österreich".

cipf
 
00
24.1.2012, 14:15
Ich gehe jedoch von einer Änderung im Islamgesetz aus

Ist das als Drohung zu verstehen?

Was genau soll geändert werden?
Und mit welchem Ziel?

Klaus Klaus2
12
24.1.2012, 11:46
Die ÖVP hat mit dem Staatssekretär Sebastian Kurz noch Größeres vor

ein interessanter Artikel: www.efganidoenmez.blogspot.com/

fibiundchillie
01
24.1.2012, 12:15

so sehr ich dönmez zustimme, was mach ma stattdessen?
dialog muss sein, die mehrheitsvertreter - oder die am besten vernetzten - kann man schwerlich ignorieren?
wird drauf ankommen, was die "österreichische Seite" den Verbänden sagt bzw. deutlich macht. und mit welchem Nachdruck.
tacheles reden halt.

Truth is a Troll
00
24.1.2012, 11:29

Also der einwand der Grünen ist ja berechtigt, welche anderen Organisationen gibt es denn da noch in Österreich die Sie vorschlagen würden?

real_schlimm_edi
 
43
24.1.2012, 10:57
Was hat ein Integrationspolitiker

mit Relgionsbelange zu schaffen ?
Ich hoffe er kümmert sich genauso engagiert um die Flamengo-Tanzschule in Hintertupfing und den Apnoetauchverein in Obergurl, die hätten sich ein bisschen mehr finanzielle Zuwendungen weit mehr verdient .

W.Hammerl
01
24.1.2012, 12:22

Meinten sie Flamenco oder Flamingo?

wrkskrfzk
00
24.1.2012, 19:04
Klarerweise Flamingo-Tanzverein

Rosarotes Kostüm, auf einem Bein stehen etc

Klaus Klaus2
01
24.1.2012, 10:32
Die ÖVP hat mit dem Staatssekretär Sebastian Kurz noch Größeres vor

interessanter Artikel

http://www.efganidoenmez.blogspot.com/

Hellcat
05
24.1.2012, 09:58

"Laut Kurz leben eine halbe Million Muslime in Österreich."
Klingt fast so, als ob er die Zahl ermittelt hätte. Die Grünen zitieren übrigens die gleiche Schätzung.
Tatsächlich weiss niemand so genau, wie viele Muslime in Österreich leben.
Das Religionsbekenntnis der österreichischen Bevölkerung wurde zuletzt bei der Volkszählung 2001 erhoben. Damals lebten rund 346.000 Muslime in Österreich. Die aktuellen Schätzungen erfolgen auf Basis einer Fortschreibung dieser Ergebnisse.

Der Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) schätzte die Zahl vor 2 Jahren auf 516.000.
Demnach dürften es aktuell ca. 550.000 sein.

Karl der kleine
 
16
24.1.2012, 09:34
Dialog mit österreichischen Muslimen und Musliminnen

Der Grünen Alev Korun sei gesagt, es gibt keine Musliminnen sondern nur Muslima. Diese Verdummung mit dem binnen i ist schon sensationell.

Kra Wuzikabuzi
04
24.1.2012, 09:21
Dialog

einer verlangt, der andere entschuldigt sich und kuscht.

WAKU
13
24.1.2012, 08:57
Ein Lichtblick

Wenn mehr Politiker so vorgingen hätten viele beim Raunzen schwer.

pussycat.1337
10
24.1.2012, 13:59

haha du schelm, das is ja nur purer aktionismus von dem jungen bubi!
wenn er glaub, die schreiben in ihr islamgesetz, dass sie sich wie österreicher benehmen sollen, dann täuscht sich der kurz gewaltig!!! a islamgesetz is ja nicht das wünschdirwas-buch vom kurz.

baneck08
11
24.1.2012, 00:01
"eine halbe Million Muslime in Österreich"

Zwischenzwazweigerl
00
23.1.2012, 23:27
Eigentlich fast das Prinzip N.Pelinka,

aber doch so ein haushoher Unterschied !
Das Prinzip "Junge Entscheidungsträger" ist gut.
Kurz´ Job scheint exponiert und ist durch Einsatz und Ideen zu lösen.
Pelinkas Windschattenfahrt hatte aber von Anfang an einen Geruch.
Ein Lehrstück.

Thrillhouse van Houten
76
23.1.2012, 22:32

15k€ monatlich fürs hände schütteln und reden

hätt ich doch bloß auch ein parteibuch...

Anton J. Helmreich
00
24.1.2012, 09:14
es gibt viele die sich weniger nicht verdienen

h 90
00
24.1.2012, 04:46

ja hab ich auch versaeumt....

Musezahn
00
23.1.2012, 22:51

ist sicher anstrengender als man denkt!

;)

dove, the band of love
225
23.1.2012, 20:50

Die Bestellung von Sebastian Kurz zum Integrationsstaatssekretär war eine beispiellos mutige Entscheidung der Bundesregierung: Wer könnte denn besser die Anliegen von Menschen mit Migrationshintergrund verstehen und vertreten als ein Ferengi?

zauberlehrling85
01
24.1.2012, 14:55

Ferengi Erwerbsregel 47: Vertraue keinem, der einen besseren Anzug trägt als Du. Entweder hat er dann kein Geld, oder man hat es mit einem Hochstapler zu tun.

verdi85
02
24.1.2012, 08:46
Ferengi mögen es, wenn man ihnen beide Ohren reibt

(„Oo-Mox“ in ihrer Sprache). Da die Ohren der Ferengi erogene Zonen darstellen, ist Oo-Mox sehr erregend und stellt sozusagen das Vorspiel oder sogar einen sexuellen Akt dar. Dabei ist es ihnen gleich, wer das tut. Es kommt sogar vor, dass sie sich durch gezieltes Einsetzen dieser Schwäche austricksen oder aufhalten lassen.

h 90
00
24.1.2012, 04:47

rofl

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