Aktuelle Studie

Gesellschaftliches Wohlergehen nicht von hohem CO2-Ausstoß abhängig

23. Jänner 2012, 13:24
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    foto: ap/martin meissner

"Alternative Wege, die Klimaschutz über den Imperativ des Wirtschaftswachstums stellen"

Wien - Das Wohlergehen einer Gesellschaft steht nicht unbedingt ausschließlich mit Wirtschaftswachstum und dem damit verbundenen höheren Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) in Zusammenhang. Ein internationales Team von Wissenschaftern hat in einer aktuellen Studie, die im Wissenschaftsjournal "Nature Climate Change" erschienen ist, gezeigt, dass Länder mit hohem Pro-Kopf-Einkommen und hohen CO2-Emissionen wie die USA oder Dänemark keine höhere Lebenserwartung haben als Staaten mit moderaten Einkommen und geringerem CO2-Ausstoß wie Costa Rica oder Chile.

Die Studie von Julia Steinberger, die an der britischen Universität Leeds und dem in Wien ansässigen Institut für Soziale Ökologie der Uni Klagenfurt arbeitet, und ihren Kollegen aus Großbritannien, USA und Norwegen berücksichtigt neben den nationalen CO2-Emissionen auch den internationalen Handel. Sie zählen in ihren Berechnungen zu dem auf dem jeweiligen Staatsgebiet emittierten CO2 auch jene Emissionen dazu, die bei der Herstellung der jeweils importierten Gütern anfallen, und ziehen die Emissionen für exportierte Güter ab. "Schließlich profitieren von den CO2-emittierenden Tätigkeiten des Exporteurs primär die Endverbraucher der importierten Güter und Dienstleistungen, also das importierende Land", so Steinberger.

Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung sollten Länder idealerweise hohe Einkommen und hohe Lebenserwartung - von den Forschern als Maß für wirtschaftliches und menschliches Wohlergehen herangezogen - bei niedrigen CO2-Emissionen erzielen. Tatsächlich war aber in der Vergangenheit eine Steigerung der Einkommen und der Lebenserwartung mit höherer Luftverschmutzung verbunden. Dieser angebliche Konflikt zwischen sozio-ökonomischer Entwicklung und der Verringerung des Treibhausgas-Ausstoßes steht auch im Zentrum der Auseinandersetzungen über Maßnahmen zum Klimaschutz.

Kohlenstoff-effiziente Steigerung des Wohlergehens

Die Wissenschafter konnten nun zeigen, dass "einige Nationen deutlich Kohlenstoff-effizienter sind als andere, wenn es darum geht, das Wohlergehen der Bevölkerung zu steigern", so Steinberger. So findet sich etwa unter den Ländern mit der höchsten Lebenserwartung ein breites Spektrum an CO2-Emissionen, das von 0,5 Tonnen pro Kopf in Costa Rica bis zu 6,2 Tonnen in den USA reicht. Allerdings gibt es in Ländern mit niedrigem Ausstoß an Treibhausgaben durchwegs auch nur geringe Einkommen.

Moderate Einkommen, die einem Bruttoinlandsprodukt zwischen 2.000 und 12.000 Dollar pro Kopf entsprechen, seien eine "notwendige, allerdings nicht ausreichende Voraussetzung für nachhaltige Entwicklung", so die Wissenschafter. Notwendig deshalb, weil kein Land mit hohem Einkommen weniger als eine Tonne CO2-Emissionen pro Kopf hat; nicht ausreichend, weil moderate Einkommen alleine weder hohe Lebenserwartung noch niedrige CO2-Emissionen garantieren.

Alternative Wege

"Unsere Studie zeigt alternative Wege, die menschliches Wohlergehen und Klimaschutz über den Imperativ des Wirtschaftswachstums stellen", so Steinberger. Die meisten Szenarien für sinkende CO2-Emissionen würden auf schnelle technologische Veränderungen, etwa den Wechsel von fossilen zu erneuerbaren Energieträgern, setzen. Das sei aber gar nicht erforderlich, wenn die wirtschaftliche Aktivität in den reichsten Ländern reduziert werde. "Dann wäre eine weltweit hohe Lebenserwartung mit einem stabilen Klima kompatibel", betonte die Wissenschafterin. (APA, red)

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Zuckerlilly Zuckerlilly
10
So sieht moderne "Wissenschaft" aus:

Hexenjagd im 21. Jahrhundert

http://dailycaller.com/2012/01/3... eathermen/

Zuckerlilly Zuckerlilly
02
Ein kurzer Blick auf die Wirtschaft von Chile und Costa Rica genügt um zu erkennen,

dass es sich hier umbewußte Fehlinformation oder grenzenlose Blödheit handelt.

Chiles GDP hängt zu ca. 50% vom Kupferbergbau ab, wozu noch landwirtsch. Produkte kommen, während Costa Rica zu fast 3/4 seines GDP vom Tourismus abhängt, der Rest sind Landwirtschaft und einige Industrieprodukte.

Beides also Länder die wenig produzieren, weil sie vorhandene Rohstoffe ausbeuten bzw. vom überschüssigen Geld anderer Bürger leben (Urlaub).

Julia Steinberger und ihrer Gruppe von "Wissenschaftlern" sollte sofort jegliche Finanzierung ihrer "Forschung" gestrichen werden. Dieser hirntote politische Aktivismus sollte nicht von Steuergeldern bezahlt werden.

aleph null
01
Das ist eben eine typische Studie von irgendwelchen Bobos,

die von der Realität keine Ahnung haben. Costa Rica zählt zwar tatsächlich zu den Ländern Südamerikas mit dem höchsten Lebensstandard, nur haben die Autoren offenbar keine Ahnung, was das wirklich bedeutet.

Der sogenannte hohe Lebensstandard schließt nämlich auch die Slums von San Jose ein, wo Buben und schwangere knapp postpubertäre Mädchen auf der Straße leben und betteln gehen. Wenn die Fr. Steinberger und Konsorten ihren wissenschaftlichen Elfenbeinturm verlassen und sich vorher in der Welt umsehen würden, dann wäre uns derartig Bl+dsinn wie diese Pseudostudie erspart geblieben.

Searles
 
20

"Chiles GDP hängt zu ca. 50% vom Kupferbergbau ab, wozu noch landwirtsch. Produkte kommen, während Costa Rica zu fast 3/4 seines GDP vom Tourismus abhängt,"

Du kannst das sicher belegen oder zumindest erlaeutern was du unter "Hängt ab von" verstehst.

Zuckerlilly Zuckerlilly
00
Nein, denn wenn Sie den öffentlichen Sektor rausrechnen (unproduktiv und rein aus Steuern finanziert) und den Sektor Finanzwirtschaft

(der Anteil von Chiles Finanzwirtschaft am GDP ist 3x so hoch wie jener Ds und 50% höher als der GBs und die Studie will uns doch wohl nicht vermitteln, dass wir noch mehr in die gerade weltweit in big trouble befindliche FI investieren und uns noch mehr davon abhängig machen, oder?) dann bleibt als einziges nennenswertes real vermarktbares Hauptprodukt Kupfer übrig und der Anteil steigt auf ca. 50% des GDP. Der Anteil am Export ist höher. Da Chile praktisch alle nennenswerten Industrieprodukte importieren muß, ist das nur ein Florianiprinzip: das CO2, das nicht in Chile emitiert wird, wird eben wo anders emitiert.
Diese Studie ist und bleibt skandalöser Unsinn.

Searles
 
20

Ach so, 50% nach der Zuckerlilly-Definition von GDP :) Was ist mit den 75% in Costa Rica?

"skandalöser Unsinn" Und tschüss.

Zuckerlilly Zuckerlilly
00
i) Dass der ööfentliche Sektor im GDP aufegführt wird, ist eine Einführung aus den 1970er Jahren und so sinnvoll wie die Behauptung "Sozialhilfe befördere das Wirtschaftswachstum"

ii) Selbst wenn Sie die FI als 2. große Säule der chil. Wirtschaft im GDP belassen, wird deutlich, dass diese massiv vom Kupferbergbau anhängig ist. Als 2008/09 die Kupferpreise fielen (weltw. Wirtschaftskrise) hatte das massive Auswirkungen auf die FI, nicht nur auf Kupferminenaktien, sondern auf die gesamte FI (Versicherungs-, Transportaktien etc.pp). Andererseits bedeuten Probleme in der FI Chiles NICHT unbedingt Probleme in der Kupferindustrie. D.h. die FI ist zu einem Teil vom Kupfer in Chile abhängig, womit sich der Einfluß auf das GDP von Kupfer noch erhöht.

Und ja, Costa Rica lebt zu fast 3/4 vom Tourismus.

Searles
 
20

Ja eh, schon klar, GDP nach Zuckerlilly.

Und Costa Rica - ist das mit 3/4 auch GDP nach Zuckerlilly oder ein anderer lustiger statistischer Wert?

Zuckerlilly Zuckerlilly
00
Wenn die Hälfte des GDPs von Chile aus dem im Kupferbergbau gewonnen Kupfer, das am Weltmarkt verkauft wird, besteht (Chile ist der größte Kupferproduzent der Welt)

dann hängt Chiles Wirtschaft massiv von eben diesem Kupferbergbau und den Weltmarktpreisen ab.

Wenn Sie Schwierigkeiten haben dermaßen einfache Zusammenhänge zu verstehen, sollten Sie es vielleicht erst mal mit einer Grundbildung versuchen bevor Sie hier posten.

Searles
 
00

Verwechselst du da nicht GDP mit Außenhandel?

Zuckerlilly Zuckerlilly
21
30.1.2012, 08:02
Solche Studien laufen schon beängstigend in Richtung "Nonsens-Forschung".

Aber weil's so schön ist hier eine großartige Meldung:

Forget global warming - it's Cycle 25 we need to worry about (and if NASA scientists are right the Thames will be freezing over again)Met Office releases new figures which show no warming in 15 years

The supposed ‘consensus’ on man-made global warming is facing an inconvenient challenge after the release of new temperature data showing the planet has not warmed for the past 15 years.

http://tinyurl.com/6r2aggv

Searles
 
20
31.1.2012, 00:51

"the planet has not warmed for the past 15 years."

Von welchem Planeten ist die Rede?

aleph null
01
Vom Planeten "Erde"

Hier der Temperaturverlauf der letzten 15 Jahre

http://woodfortrees.org/plot/hadc... /from:1997

Von einer Erwärmung keine Spur

1000undeine8
00

die treppe, die immerzu hinunter hinauf geht,

in der version des m.c. escher

http://de-bondt.eu/image.axd... cher02.jpg

in der version anderer surrealisten

www.skepticalscience.com/graphics/... ts_500.gif

aleph null
10
Ich kann nichts dafür,

dass es in den letzten Jahren nicht signifikant wärmer wurde.

Das sah sogar Phil Jones ein, der zugab, dass die minimale Erwärmung noch keine Signifikanz hätte. Im Jahr darauf war die Erwärmung signifikant, was in den Alarmistenmedien gebührlich gefeiert wurde. Nach dem kalten Jahr 2011 war es mit der Signifikanz wieder Essig, was die Medien großteils unter den Tisch fallen ließen.

Die einzigen, die noch immer eine virtuelle Erwärmung zu erkennen glauben, sind Searles, J. Cook und Sie.

1000undeine8
00

in der abbildung oben (BEST, nur land) gibt es 6 "abkühlungsperioden" (1973-1980, 1980-1988, 1988-1995, 1995-2001, 1998-2005, 2002-2010). bei einer erwärmung von insgesamt ~1°C.

5 von 6 perioden der abkühlung haben also keinen langfristigen abwärtstrend eingeleitet (für periode #6 gibt es noch keine folgedaten). was aleph null aber nicht davon abhält, sicher zu sein, dass es jetzt aber ganz sicher so weit ist.

Searles
 
01

Und das mit dem Signifikanz-Ding, das ist echt nur noch laecherlich. Soll ich es dir noch einmal erklaeren, dass du nicht ernsthaft erwarten kannst, aus einer Messung von weniger als 15 Jahren irgendeinen Klima-Trend herauszulesen?

Searles
 
00

1. http://derstandard.at/plink/132... 0/24701204

2. 1998 bis 2011 sind wieviele Jahre?

3. Hier der Temperaturverlauf der letzten 15 Jahre

aleph null
00
Sie schreiben ja oben selbst,

dass man aus einer Messreihe von 15 Jahren keinen Trend herauslesen soll.

Searles
 
00

Ich habe in 3. dich zitiert. 1998 - 2011 sind wieviele Jahre? Wie passt das mit deiner Aussage "Hier der Verlauf der letzten 15 Jahre" zusammen?

aleph null
00
Du Würschterl kannst nicht einmal zitieren

Les nach, was ich für einen Zeitraum gepostet habe.

Facepalm!

Searles
 
00

"Vom Planeten "Erde"
Hier der Temperaturverlauf der letzten 15 Jahre"

Und dann das Post mit den Temperaturen ab 1997.

double fail.

e_Neutrino
 
10
29.1.2012, 12:47
Der Genuss von Mineralwasser, müsste eigentlich wesentlich zum gesellschaftlichen Wohlergehen beitragen,...

.
denn was wäre ein kühles, erfrischend - perlendes Getränk ohne den Anteil von Kohlensäure!?

Es ist zu befürchten, dass hier bald eine neue Steuer für CO2 - haltige Getränke auftaucht, trägt der Genuss von solchen doch erheblich dazu bei, den... äh, (hüstel)... Klimawandel zu beschleunigen,... ;-)

Schaden CO2-haltige Getränke dem Klima?
http://www.handelsblatt.com/technolog... 85840.html

Geheimnis der Kohlensäure gelüftet
http://www.g-o.de/wissen-ak... 11-13.html

Gasförmige Kohlensäure: Und es gibt sie doch
http://www.g-o.de/wissen-ak... 01-05.html

aha, jetzt brauch ich aber ein kühles blondes,... Prost,... ;)

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