Umfrage

75 Prozent halten gemeinsame Schule für eine "gute Idee"

23. Jänner 2012, 12:07
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    foto: dpa/peter steffen

    63 Prozent befürworten die Ganztagsschule als mögliche "Schule der Zukunft".

Umfrage im Auftrag der SPÖ Niederösterreich: Mehrheit der Bevölkerung für Gesamt- und Ganztagsschule

Wien - Die Österreicher können den Modellen der Gesamtschule und Ganztagsschule einiges abgewinnen. In einer Befragung des Instituts für Freizeit- und Tourismusforschung (IFT) befinden 75 Prozent die gemeinsame Schule der Zehn- bis 14-Jährigen als "gute Idee", während 63 Prozent die Ganztagsschule als mögliche "Schule der Zukunft" befürworten. Ernüchternd ist hingegen der Informationsstand der Befragten: Mehr als zwei Drittel können sich unter der Gesamtschule wenig bzw. nichts vorstellen, während lediglich vier von zehn die Ganztagsschule ein Begriff ist, wie aus den Unterlagen zu einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem niederösterreichischen SPÖ-Chef Sepp Leitner am Montag hervorgeht.

Das Ergebnis der unter 1.064 Österreichern ab 15 Jahren durchgeführten repräsentativen Befragung zeigt laut Peter Zellmann vom IFT, dass die Bevölkerung "innovationsbereiter" ist, "als die Politik ihr zutraut". Er fordert deshalb die Regierung auf, die Voraussetzungen in den Bereichen Schulorganisation und Lehrerbildung zu schaffen und diese der Differenzierung im Unterricht unterzuordnen. Die SPÖ fordert seit jeher die Einführung einer gemeinsamen Schule der Zehn- bis 14-Jährigen, während die ÖVP dadurch eine Senkung des Leistungsniveaus befürchtet.

"Besser als bisher"

Die Gesamtschule wird bei der Umfrage - laut Fragestellung wörtlich "unabhängig von jeder parteipolitischen Einstellung" - als "ein besser als bisher differenzierendes Schulsystem" beschrieben, das schlechten Schülern hilft und begabte Schüler fördert. Bereits acht von zehn Befragten können sich mit einer Gesamtschule in der so dargestellten Form anfreunden. Nach dem Hinweis, die Ganztagsschule könne nur als Verpflichtung für alle Pflichtschüler funktionieren, können sich vier von zehn zuvor Unschlüssigen vorstellen, ihre Meinung in Richtung einer verpflichtenden statt einer freiwilligen ganztägigen Schulform zu ändern. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 102
1 2 3
fex1
01

Ist der allgemeinen Öffentlichkeit eigentlich bekannt das im Zuge der Einführung der Neuen Mittelschule auch die Sonderschulen aufgelöst werden sollen und diese Schüler auch die NMS zukünftig besuchen?
Bitte nicht falsch verstehen: ich für die bestmögliche Betreuung dieser Kinder. Aber ist diese in der Organisationsform der NMS überhaupt möglich? Wie sieht es mit der Förderung der anderen (begabteren) Kinder in der NMS aus, wenn alle Kinder (von hochbegabt bis zum sonderpädagogischen Förderbedarf) in einer Klasse sitzen?

Säure- und hitzebeständiges Archaebakterium
00
Oder so?

Differenzierung schneidet (Beispiel: Skandinavien) viel schlechter ab als das Gesamtschulmodell.

Alfred Moosbrugger
03

In bildungspolitischen Fragen die Masse der Bevölkerung zu interviewen - ebensogut könnte man im Gekröse wühlen, den Vogelflug beobachten usw.

Fakt ist: das Gymnasium ist hierzulande die beste öffentliche Schulform und Differenzierung schneidet (Beispiel: Bayern) viel besser ab als das Gesamtschulmodell.

Aber das passt Schmied nicht, weil es für sie eine unangenehme Wahrheit ist, die man mit ein paar fingierten Umfragen zu biegen versucht.

torch
 
00

Was erwarten Sie sich denn von dieser Ministerin, siehe Kompetenz und das bisherige Wirken vor diesem Posten?

Alwis
 
01
Gesamtschule wird scheitern

- wie in anderen Ländern auch.
Und Privatschulen werden noch wichtiger.
Sind es übrigens für die Kinder - auch der linken Politiker - jetzt schon. Nur die gewöhnlichen Leute wollen diese Politiker in die allgemeinen Schulen schicken.

Siehe hier:
http://schreibfreiheit.eu/2011/12/1... amtschule/

Beobachter80
00
100 %

halten auch Fussball für alle eine gute Idee
75 % halten auch Freifahrt für alle ....
etc. glücklicherweise, darf der pöbel nicht entscheiden; nur haben wir heute leider ein Probelem: die politischen Entscheidungsträger sind leider nicht viel gscheiter wie der P.

D/E
04
28.1.2012, 08:13
Wir nehmen ohne Überraschung zur Kenntnis,

dass 2/3 der Befragten etwas "für eine gute Idee" halten, von dem 2/3 Drittel keine Ahnung haben.

Keine Idee, aber schon eine Meinung -- das ist Demokratie.

Sternchen100
03
27.1.2012, 09:28
Sparen auf Kosten der Zukunft der Kinder - hier wird durch Propaganda den Leuten etwas aufgeschwatzt, was nicht gut ist

Ich sage mal, dass die Mehrheit der Befürworter Null Ahnung von den Unterschieden einer Hauptschule und eines Gymnasiums/Höhere Schulen hat.

Die Lehrer in den HS sind einfach unterdurchschnittlich ausgebildet und beherrschen ihre Fächer nicht. Die Schüler einer HS erhalten weit weniger Stoff vermittelt, vor allem werden soziale, logische, kreative oder sprachliche Kompetenzen zuwenig gefördert (da die Schüler nicht schnell genug lernen und der Lehrer für eine intensivere Behandlung des Lehrstoffes keine Zeit mehr hat).

Weder hat man für akademische Lehrer/Zweitlehrer das Geld noch das Personal in den NMS noch hat das einen Sinn. Die Lerngruppen (A-, B- und C-Zug) hat man ja abgeschafft.

Es geht hier nur um eins: Geld einsparen!

Erisian Liberation Front
05
25.1.2012, 11:31
Es muß schlimm stehen

um das Image der Zwangsgesamtschule, wenn schon die Blasmusik zum Pfeifen im Wald ausrücken muß.

Orwell läßt grüßen....

Un veistu
13
24.1.2012, 17:30
Wir haben ja eine echte Gesamtschule,

und zwar die Volksschule. Leider stellen uns die letzten internat. Untersuchungen auch da kein gutes Zeugnis aus, ABER: In Kindergarten und VS könnte Kindern aus bildungsfernen Schichten noch wirklich geholfen werden. In der Hauptschule/NMS ists eigentlich (fast) zu spät.
Aber aus ideolog. Gründen wird alles verfügbare Geld in den Fetisch Neue Mittelschule gesteckt.

Sternchen100
11
27.1.2012, 09:34

Zu meiner Zeit lernte man in den Volksschulen vor allem Rechnen, Lesen uns Schreiben! Wer nicht mitkonnte, wiederholte die Klasse, und es war gut so! Wechselte man die Schule, hatte man bereits gute Kenntnisse auf diesen Gebieten.

Heute dürfen die Kinderlein mit Nichtgenügend munter weitermachen, statt Lehrstoff stehen pädagogische Kinkerlitzchen auf dem Programm, statt gefällist in Heften mitzuschreiben erhalten die Kinder Papierkopien in die Hände und Powerpoint-Präsentationen. Zum Rechnen gibt es den Rechner.

Und wenn sie die Schule verlassen, haben sie Null Bock auf alles (speziell darauf, Leistungen zu erbringen) und sind halbe Analphabeten die kaum Rechnen können. Sind also Arbeitskräfte, die kein Unternehmer gebrauchen kann.

Beobachter80
10
30.1.2012, 19:43
heute lernen

die lieben Kleinen essen, Klo gehn grüßen, andere Wahrnehmen, ein- auspacken etc. Rest kommt in der AHS

RS69
 
00
30.1.2012, 20:03

Interessant was manche aso aus ihrer Schulzeit mitgenommen haben.

RS69
 
00
30.1.2012, 11:18

Möglicherweise ist das in Ihrem Umfeld so? Generell stimmt das jedenfalls nicht.

clangi
00
30.1.2012, 10:44
Rechner in der Volksschule?

Sind Sie sicher, dass Sie sich auskennen?
Ich kenne keine Volksschule, die einen Rechner verwendet - auf in der HS wir selbiger gewöhnlich erst ab der 2. Klasse eingesetzt!

RS69
 
00
24.1.2012, 17:39

Bei der VS erfolgt - gerade in der Stadt - die Selektion dadurch, in welche VS Sie ihr Kind schicken.

A. Sieberer
211
24.1.2012, 08:58

Super, 75% sind für eine Gesamtschule, obwohl mindestens zwei Drittel nicht wissen, was das genau ist.
Wenn man noch die dazu rechnet, die zwar theoretisch wissen, worum es geht, von der praktischen Umsetzung jedoch keine Ahnung haben, äußern sich wohl 95% Ahnungslose.

Daran sieht man nur, wie unreflektiert die Gesamtschulpropanda funktioniert.

*Andreas*
92
24.1.2012, 09:59

Sie plädieren hier im Prinzip für die Abschaffung der Demokratie. Nur noch Leute, "die sich auskennen", sollen das Sagen haben.

Major Lee
 
11
25.1.2012, 17:20
Naja, wenn man Ihre "Fähigkeit" des sinnerfassenden Lesens...

... bedenkt, dann ist so ein Ansatz nicht ganz verkehrt.

RS69
 
01
24.1.2012, 17:40

Ein kleiner Test, ob die Leute auch verstehen wovon Sie reden bevor Sie mitentscheiden dürfen wär nicht schlecht.

*Andreas*
00
24.1.2012, 20:52

Ihre sachliche Argumenation haut mich um.

RS69
 
02
24.1.2012, 21:06

Was konkret ist daran unsachlich?

Es hat sich in einer Studie / Befragung gezeigt, dass 2/3 der Befragten zugeben, zwar eine feste Meinung zu äussern, aber gleichzeitig keine Ahnung zu haben, wovon sie reden.

Sie wollen doch nicht allen Ernstes behaupten, dass diese Leute geeignet wären, entscheidungen über die Zukunft zu treffen?

Major Lee
 
00
25.1.2012, 17:22
Im Übrigen bezweifle ich auch ernsthaft, ...

... daß ebendiese Leute sich selbst eine Entscheidungsgewalt zubilligen würden, bevor sie sich näher informiert hätten. Der Durchschnittsösterreicher ist ja kein Volltrottel.

*Andreas*
00
24.1.2012, 21:12

Sie schreiben "Sie" groß, was man in einer Anrede tut. Damit muss ich annehmen, dass Sie mich meinen. Das nenne ich dann unsachlich.

Sollte es sich um einen peinlich Irrtum handeln, ist das natürlich etwas anderes.

Major Lee
 
00
25.1.2012, 17:27
Eine Nachschulung in Deutsch würde Abhilfe schaffen.

Denn am Satzanfang, na? Wie schreibt man da? Na?

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