Keine Blaukappler mehr

Einheitliche Parksheriffs für Wien: Stadt zahlt, Polizei ist verantwortlich

23. Jänner 2012, 12:17

Neue Truppe kann ab September Parkgebühren- und StVO-Verstöße ahnden

Wien - Die Parkraumüberwachung in Wien wird umstrukturiert: Ab September werden "Blaukappler" und "Weißkappler" zu einer neuen Truppe fusioniert. Die 320 Personen starke Gruppe wird dann sowohl die Kurzparkzonen als auch Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung (StVO) im ruhenden Verkehr - allen voran die Einhaltung der Halte- und Parkverbote - kontrollieren. Die Kosten dafür übernimmt weiterhin die Stadt, dienstrechtlich sind die Mitarbeiter künftig jedoch allesamt der Polizei untergeordnet. Ziel der Neuorganisation sind Effizienzsteigerung und Verwaltungsvereinfachung.

Derzeit sind die Kompetenzen bei der Überwachung des ruhenden Verkehrs auf zwei Truppen aufgeteilt. Die bei der Stadt angesiedelten 200 "Blaukappler" dürfen lediglich die Entrichtung der Parkgebühren kontrollieren. Die zur Polizei gehörenden 120 "Weißkappler" sind wiederum lediglich für Verstöße gegen Park- und Halteverbote und für die Einhaltung von Ladezonen zuständig. Diese seit 1994 geltende Regelung sei "rückblickend nicht so schlecht, aber bei weitem nicht gut" gewesen, sagte Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) in einer Pressekonferenz.

Alle tragen eine weiße Kappe

Deshalb hat man sich nun entschlossen, die Sache neu zu organisieren und die Truppen zusammenzulegen. So werden die Überwachungsorgane künftig allesamt eine weiße Kappe tragen und sowohl Parkgebühren- als auch StVO-Verstöße ahnden können. "Die Blaukappler werden aus dem Stadtbild verbannt", resümierte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP). Das Geld dafür kommt - wie bisher - aus dem Stadtbudget.

Derzeit belaufen sich die Kosten für die Blaukappler auf jährlich rund neun Mio. Euro, jene für die Weißkappler auf 4,5 Mio. Euro. Häupl hofft, durch die Zusammenlegung den finanziellen Aufwand etwas verringern zu können. Die Einnahmen aus Strafgebühren kommen ebenso wie gehabt der Stadt zugute.

Wesentliche Verwaltungsvereinfachung

Dienstrechtlich und somit auch ausbildungstechnisch wird die neue "Parksheriff"-Einheit dafür gänzlich der Exekutive unterstellt. Welche Umschulungsmaßnahmen es für die bisherigen Stadtorgane geben soll und einige weitere Details sollen in den kommenden Monaten noch geklärt werden, sagte Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou. Die Zusammenlegung bringe jedenfalls eine wesentliche Verwaltungsvereinfachung bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung. Die Umstrukturierung habe zwar mit der für Herbst anvisierten Ausweitung der Parkraumbewirtschaftung auf Außen-Gürtelbezirke grundsätzlich nichts zu tun. Dank dieser Lösung sei aber jedenfalls sichergestellt, dass für den dann höheren Kontrollaufwand genügend Personal vorhanden sei, so die Ressortchefin.

In Wien gibt es bei derzeit rund 135.000 gebührenpflichtigen Stellplätzen jährlich rund 1,2 Mio. Kurzparkzonen-Beanstandungen. Dazu kommen laut Statistik noch 350.000 Beanstandungen nach der Straßenverkehrsordnung. (APA)

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Idefix der zweite
 
00
10.3.2012, 18:41

"rückblickend nicht so schlecht, aber bei weitem nicht gut"

lol - so kann man ein schwachsinniges System auch nett umschreiben.

Dirty Sanchez i.R.
 
12
24.1.2012, 11:19
Was ist der Unterschied

zwischen einem Parksheriff und einer Bordsteinschwalbe?

Es gibt keinen.
Beide verdienen ihr Geld auf der Straße und bei beiden weinen sich vor Schande die Eltern die Augen aus dem Kopf.

Böser
21
24.1.2012, 12:23

deine eltern brauchen auch nicht stolz zu sein

Schihaserl
10
24.1.2012, 00:21
sehr gut. vereinfachung und effizienzsteigerung.

könnten diese herrschaften nicht auch gleich das tabakgesetz mitkontrollieren?

Staatsfreind Nr.1
31
23.1.2012, 23:08
In Wien ist wirklich jedes Mittel

zur Erhöhung von Personalausgaben recht.

Rene Stangeler
11
23.1.2012, 18:17
Höchste Zeit dass

die Zweigleisigkeit ein Ende hat und ein Truppe sowohl für die Kurzparküberwachug als auch für Verstösse gegen die STVO zuständig ist. War doch ein Witz dass bisher ein Kurzparksheriff einem sagen wir mal Gehsteigparker auf dem Weg zur Kurzparkzone (oder in Kombination mit dem Parken in der Kurzparkzone ohne die Parkgebühr bezahlt zu haben) keinen Strafzettel wegen Falschparkens verpassen durfte sowie umgekehrt ein STVO-Parksheriff einem Gehsteigparker welcher zusätzlich ohne Gebührenentrichtung in einer Kurzparkzone steht nur wegen Parken auf dem Gehsteig einen Strafzettel verpassen konnte.

Staatsfreind Nr.1
32
23.1.2012, 23:09
Die Parksheriffs rangieren knapp hinter den Schwarzkapplern

weit, weit weg vom "Freund und Helfer"..sehr weit.

Schihaserl
10
24.1.2012, 00:23
für einen rechtsstaat sind solche kontrollore sinnvoll.

sonst würde sich ja niemand an die regeln halten. und dann wirds für alle unangenehm. und am ende kommt dsnn der grosse diktator, der law and order macht.

Rene Stangeler
03
23.1.2012, 23:38
Hab kein Problem

Wenn ich mein Fahrzeug gesetzeswidrig abstelle und ich dabei erwischt werde, tja Pech gehabt. So viel Manns (Frau) sollte man schon sein um sich seinen Fehler einzugestehen und die Folgen (Strafmandat, Anzeige) zu tragen ohne anderen die Schuld zuschieben zu wollen.

Genausowenig wie mit SChwarzkapplern. Nehme ich eine Leistung in Anspruch (Befördung in Öffis) zahle ich selbstverständllich dafür.
Schwarzfahren und nach dem Erwischtwerden einen Hass auf den Schwarzkappler haben ist - armselig.

leser 4712
20
23.1.2012, 16:52
umschulungsmaßnahmen?

lesen und schreiben lernen!

BK W. Shoyssel
00
23.1.2012, 16:44
künftig allesamt eine weiße Kappe tragen

WOZU eine neue Kappe?
Die Erlaubnis, mit blauer Kappe auch die Halteverbote zu kontrollieren hätte vollauf genügt. Aber nein, das wichtigste ist wohl wieder das Amtskapperl.

Dirty Sanchez i.R.
 
11
24.1.2012, 11:20
Wozu eine weiße Kappe?

Damit die Tauben besser zielen können!

BK W. Shoyssel
00
24.1.2012, 12:11

:D

verleih nix
01
23.1.2012, 16:26
gute zeiten für falschparker brechen an

die neue truppe wird dienstrechtlich der polizei unterstellt. über kurz oder lang wird sie die dortige einsatzmoral und die gewohnheiten im außeneinsatz übernehmen...

burniman
42
23.1.2012, 13:51

wieviele parksherrifs gibts in wien eigenltich oder bezog sich das auf ganz österreich ??
bei 2500 bruttogehalt kommen wir auf 5400 Sherrifs ??
ok sag ma die hälfte schliesslich kostet des kapperl ja auch was. sind immer noch 2700 sheriffe ? is des ned a bissal viel ?

vom Rechtswalzer wird mir übel
00
23.1.2012, 15:54
*?*

13,5 Mio für 320 Kappler -> EUR 3.000,- brutto inkl Lohnnebenkosten.
Minus Kapperl bleibt netto nicht so wirklich viel.

leser 4712
00
23.1.2012, 16:52
mehr als genug

wenn sie's mit anderen jobs vergleichen!

trink joghurt
13
23.1.2012, 16:08

ein 3er brutto für epsilon-minus die ansonsten nur als nachtwachtler oder postler ihr geld verdienen könnten scheint ihnen "nicht so wirklich viel"?

vom Rechtswalzer wird mir übel
00
24.1.2012, 09:51
brutto != brutto INKL LOHNNEBENKOSTEN

Für 3.000,- bekommt der Angestellte ca. 2.300,- brutto also ca. 1.500,- netto.

Und bei 3.000,- "Minus Kapperl", also allen Sachkosten (Büro, Heizung, PDA,..), gehen sich die genannten Zahlen schon nicht mehr aus. Die werden so um die 1.200,- netto verdienen.

Machen's halt den Job, wenn er so super ist...

Truth is a Troll
00
23.1.2012, 15:58

Wenn man jetzt auch noch von 0% Verwaltungsaufwand + Sonstigen Kosten ausgeht ;)

vom Rechtswalzer wird mir übel
00
23.1.2012, 16:03

Die Zahlen sind aus dem Artikel. Kommen mir auch etwas nieder vor.

Die "2700 sheriffe" hingegen..

Truth is a Troll
00
23.1.2012, 17:11

Najo soviel verdienen die nicht, da bleibt schon was über

Spamboy
00
23.1.2012, 15:23

aber nur wenns 14 kapperl kaufen ;)

KomaPoster
00
23.1.2012, 15:18

Lesen sie doch den Artikel. Da steht es schwarz auf grün. Ein Tipp: es sind zwei Zahlen die sie addieren sollten.

Truth is a Troll
00
23.1.2012, 15:53

Verwirr ihn nicht..
Er muss noch nichtmal addieren..

sonst rechnet er noch 320 + 200 und fragt was mit den 120 ist *g*

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