Arbeitgeber bieten 2,27 Prozent - Gewerkschaft: "Das wäre Reallohnkürzung" - Informations- und Protestaktionen
Wien - Nach drei Kollektivvertragsrunden für die rund 15.000 Beschäftigten in den Privatkrankenanstalten und konfessionellen Einrichtungen finden nun Proteste der Arbeitnehmer statt. Laut Angaben der Gewerkschaft vida würde das letzte Angebot der Arbeitgeber für einen Gehaltsabschluss für 2012 von durchschnittlich 2,27 Prozent bei einer Teuerung von über 3 Prozent eine Reallohnkürzung bedeuten. Als erste Protestmaßnahme finden am Montag Informations- und Protestaktionen von Gewerkschaftern und Betriebsräten vor drei Wiener Privat- bzw. Ordensspitälern statt.
"Die Arbeitgeber selbst brüsten sich damit, wie stark die Produktivität in den vergangenen Jahren gestiegen ist und wie effizient in den Privat- und Ordensspitälern gearbeitet wird. Immer mehr fordern, aber nichts geben, da machen die Beschäftigten nicht mit", so der stellvertretende vida-Vorsitzende Willibald Steinkellner. Die Arbeitgeber werden aufgefordert, bei der morgigen vierten Verhandlungsrunde ein "seriöses Angebot" auf den Tisch zu legen. "Sollte das nicht geschehen, werden weitere Aktionen folgen", kündigt der Gewerkschafter an. (APA)