Kollektivvertrag

Proteste vor Wiener Ordens- und Privatspitälern

23. Jänner 2012, 11:11

Arbeitgeber bieten 2,27 Prozent - Gewerkschaft: "Das wäre Reallohnkürzung" - Informations- und Protestaktionen

Wien - Nach drei Kollektivvertragsrunden für die rund 15.000 Beschäftigten in den Privatkrankenanstalten und konfessionellen Einrichtungen finden nun Proteste der Arbeitnehmer statt. Laut Angaben der Gewerkschaft vida würde das letzte Angebot der Arbeitgeber für einen Gehaltsabschluss für 2012 von durchschnittlich 2,27 Prozent bei einer Teuerung von über 3 Prozent eine Reallohnkürzung bedeuten. Als erste Protestmaßnahme finden am Montag Informations- und Protestaktionen von Gewerkschaftern und Betriebsräten vor drei Wiener Privat- bzw. Ordensspitälern statt.

"Die Arbeitgeber selbst brüsten sich damit, wie stark die Produktivität in den vergangenen Jahren gestiegen ist und wie effizient in den Privat- und Ordensspitälern gearbeitet wird. Immer mehr fordern, aber nichts geben, da machen die Beschäftigten nicht mit", so der stellvertretende vida-Vorsitzende Willibald Steinkellner. Die Arbeitgeber werden aufgefordert, bei der morgigen vierten Verhandlungsrunde ein "seriöses Angebot" auf den Tisch zu legen. "Sollte das nicht geschehen, werden weitere Aktionen folgen", kündigt der Gewerkschafter an. (APA)

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11 Postings
Marilynn E.
10
24.1.2012, 22:11

lustig. wenn es um die unzähligen vertragsbediensteten und beamten geht, die in den staatseigenen spitälern werken, dann wird über die absolut überzogenen gehaltsforderungen der mitarbeiter empört hergezogen, die faulen tachinierer beschimpft und 10% lohnkürzungen gefordert. wenn genau die gleichen arbeitnehmer in der privatwirtschaft, die nix anderes tun, eine reallohnkürzung hinnehmen sollen, regen sich alle auf.

perfekt inszenierte feindbilder.

Franz Woyzecks liebste Erbse
00
24.1.2012, 23:20

Das ist jetz glaub ich Ihr erstes Posting, das ich überhaupt nicht verstehe...

Marilynn E.
00
25.1.2012, 21:33

Im sinne von inhaltlich oder sprachlich ;-)?

sociovation
00
24.1.2012, 13:07
Unglaublich, welche Arroganz da am Werk ist

Und das nennt sich auch noch "christliche Nächstenliebe"...

hubi huber
21
24.1.2012, 11:26
Streik und zwar sofort weil diese A-Löcher verdienen es nicht anderes, Leider sind die Patienten die leidtragenden aber diese Personen verstehen es nicht anders.

Nina Gold
04
23.1.2012, 21:00
Unglaublich

Es ist unglaublich wie mit diesen wertvollen Mitarbeitern umgegangen wird. Da wird hochqualifizierte Arbeit geleistet für Menschen, das sollte uns doch als Gesellschaft viel mehr wert sein. Ich wundere mich immer wieder wie wenig in dieser Branche selbst Akademiker verdienen! Wehrt euch! Meine Solidarität ist euch sicher!!!

ned schimpfen: flashmobben
00
23.1.2012, 17:15
.

Morgen ist die 4. Runde!!!

Es REICHT!!!!!!

Ich denke dass viele erreicht werden konnten und vielen dank der villacher golffahrerin fürs anfahren, hoffentlich hats die polizei schon gfunden!

Solidarität JETZT!

Benedikt der Siebzehnte
07
23.1.2012, 13:51
!

der personalmangel in den gesundheitsberufen wird sich in den nächsten jahren massiv verschärfen.
Für die Attraktivität eines Jobs sind die Verdienstmöglichkeiten ja nicht ganz unwichtig.
Die verantwortlichen sägen am eigenen ast.
abgesehen von dieser pragmatischen sicht ist auch Fairness allein grund genug für einen ordentlichen abschluss. hoffentlich denken die Verhandler auf gewerkschaftsseite, die selbst meist nicht zu den Schlechtverdienern gehören, daran, dass gerade die schlechtesten einkommen eine überproportionale erhöhung brauchen, denn für deren kaufverhalten war auch die inflation viel höher als 3% !!

Gobi Todic
38
23.1.2012, 13:00

mei wie gut die "orden" immer auf die menschen schauen, sensationell!

Mazzesinsulaner
 
01
23.1.2012, 20:08

dafür zahlt die Krankenkasse für Spitalstage in Ordensspitäler um einiges weniger als für weltlich geführte. Weil die ja eh billiger und effizienter sind.

g_icebear
08
23.1.2012, 11:41
Hoffentlich knickt die Gewerkschaft nicht wieder

ein.
Es wird wirklich Zeit, dass die Beschäftigten in diesen Sektor sich zu wehren beginnen. Bei diesen belastenden Arbeiten mit ohnehin relativ niedrigen Gehältern, sollte doch zumindest die Infaltion abgegolten werden können.
Kein Wunder, dass die diversen Organisationen seit fast schon Jahrzehnten immer "händeringend" Mitarbeiter suchen.

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