Kundgebungen ohne Ausschreitungen verlaufen
Prishtina - Die kosovarische oppositionelle Bewegung "Vetevendosje" (Selbstbestimmung) hat nach etwa zwölf Stunden ihren am Sonntag begonnenen Protest gegen den Warenimport aus Serbien beendet. Von Anhängern der nationalistischen Partei wurde zuerst in der Nacht auf Montag kurz vor Mitternacht die Kundgebung an dem Grenzübergang Dheu i Bardhe (Bela Zemlja) beendet, zwei Stunden später auch bei Podujevo auf dem Verkehrsweg zum Grenzübergang Merdare.
Von der Polizei wurde zuvor die Versorgung von Protestlern mit Zelten, Decken, Lampen und sonstigem Proviant verhindert, was die Fortsetzung des Protestes bei niedrigen Temperaturen nach Angaben der Oppositionspartei unmöglich machte.
Der Protest an den beiden wichtigen Grenzübergängen zu Serbien zielte nach Angaben der "Vetevendosje" darauf ab, die heimische Produktion zu schützen, indem der Warenimport aus Serbien verhindert wird. Im Unterschied zum 14. September, als der "Vetevendosje"-Protest von Ausschreitungen begleitet wurde, verlief der jüngste Protest ruhig. Konfrontationen mit der Polizei wurden vermieden. Zu einer Schlägerei, allerdings unter Anhängern der Bewegung, kam es jedoch am Grenzübergang Dheu i Bardhe, wo ein Streit unter den Demonstranten aus Gjilan (Gnjilane) und Ferizaj (Urosevac) darüber ausbrach, wer als erster die Busse besteigen dürfe, welche sie abholen sollten. (APA)