MyTaxi holt sich 10 Mio. Euro frisches Kapital für Auslandsexpansion

23. Jänner 2012, 10:19

Mehrere Investoren - darunter Daimler und die Deutsche Telekom - haben sich mit 10 Mio. Euro beteiligt

Die Macher der Smartphone-Anwendung MyTaxi sammeln Kapital für die Expansion im Ausland. Mehrere Geldgeber - darunter Daimler und die Deutsche Telekom - haben sich mit 10 Mio. Euro beteiligt, wie die Betreiberfirma Intelligent Apps am Montag mitteilte. Mit der Software können Nutzer per Smartphone ein Taxi bestellen, ohne in der Zentrale anrufen zu müssen. "Unser Fokus liegt jetzt auf dem Ausland", sagte Mit-Gründer Sven Külper der Deutschen Presse-Agentur. Im Februar werde MyTaxi in Barcelona an den Start gehen, andere europäische Großstädte sollen bald folgen. In Wien ist MyTaxi seit vergangenen August verfügbar.+

Investoren

Die App MyTaxi ermöglicht einen direkten Kontakt zwischen Taxifahrern und Kunden: Sie bestimmt den Standort des Nutzers, zeigt freie Fahrzeuge in seiner Umgebung auf einer Karte an und ermöglicht eine Bestellung per Knopfdruck. Damit tritt der 2009 gestartete Dienst in direkte Konkurrenz zu den Taxizentralen.

Zu den neuen Investoren gehören die Daimler-Tochter Car2Go und der Internet-Unternehmer Lars Hinrichs, der 2003 das Online-Netzwerk Xing gegründet hat. Die Telekom-Tochter T-Ventures und die KfW-Bank erhöhen ihre Anteile. Die beiden Gründer und Geschäftsführer Sven Külper und Niclaus Mewes halten mit 30 Prozent weiterhin den größten Anteil am Unternehmen.

Neben der Expansion steht für Intelligent Apps die Einführung eines mobilen Bezahlsystems auf dem Programm. Die bereits für Ende 2011 angekündigte Funktion werde derzeit getestet und werde im ersten Quartal 2012 einsatzbereit sein, sagte Külper. Es handle sich um ein "priorisiertes Projekt" für die Firma.

Gebühr

MyTaxi greift das Geschäftsmodell der Taxizentralen an. Während diese von den Lenkern eine monatliche Gebühr kassieren, verlangt Intelligent Apps pro vermittelter Fahrt eine Provision von 79 Cent. Einige Funkzentralen setzen sich mit eigenen Apps zur Wehr, etwa in Berlin und Köln. Immer wieder berichten Fahrer zudem, dass einige Zentralen den Fahrern die Nutzung der Smartphone-App verbieten wollen. (APA)

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