Clinch wegen neuem KV

AUA-Gewerkschaft will Luft zum Atmen

22. Jänner 2012, 20:56

Gewerkschaft: Management soll Personal "endlich in Ruhe lassen" - Konzern: Wollen Unternehmen ein für alle Mal in die schwarzen Zahlen fliegen

Wien - Bei der defizitären Austrian Airlines ist die Stimmung zwischen Belegschaft und Konzernführung am Boden. Damit die Lufthansa-Tochter endlich aus der Verlustzone kommt, plant das Management einen radikalen Umbau der Konzernstrukturen und einen Einschnitt in die Kollektivverträge. Jetzt hat Lufthansa-Boss Christoph Franz angeblich noch ein weiteres milliardenschweres Sparpaket für die Konzerntöchter in petto, mit dem er laut "WirtschaftsWoche" die Kosten jährlich um 1,5 Mrd. Euro senken will.

Die AUA-Beschäftigten seien derartige "Hiobsbotschaften von Unternehmensseite seit fünf Jahren gewohnt", meinte dazu Gewerkschafter Karl Proyer am Sonntag im Gespräch mit der APA. Besonders ärgert ihn, "dass immer überbleibt, dass die Beschäftigten zu viel verdienen". Die GPA-djp lehne diese Haltung für die kaufmännischen Beschäftigten strikt ab. "Jemand, der bei der AUA am Schalter sitzt, verdient 1.800 oder 2.000 Euro brutto im Monat. Kein Mensch versteht mehr, wo man da noch kürzen soll", sagte der GPA-Vizechef.

Das Management solle das Bodenpersonal "endlich in Ruhe lassen", sagte Proyer. Gewerkschaften und Betriebsräte seien angesichts der Sparnotwendigkeit bei der AUA durchaus zu Gesprächen bereit. Aber "das Grundgesetz kann nur sein: Wenn jemand von den Beschäftigten etwas will - nämlich weniger Geld - dann ist das mindeste, was er tun muss, zivilisiert zu kommunizieren."

Da dies jedoch bisher nicht geschehen sei, werde er auch der Vorladung zur Unterschrift unter neue Kollektivverträge Anfang kommender Woche nicht Folge leisten, bekräftigte Proyer. "Anordnen kann weder Herr Albrecht (Jaan, der neue AUA-Boss) noch Herr Franz (Lufthansa-Chef) etwas, weil es verbriefte Rechte der Beschäftigten gibt."

Bei der AUA hieß es am Sonntag zur APA, Ziel sei es, "das Unternehmen ein für alle Mal in die schwarzen Zahlen fliegen." Der Konzern wolle dies "mit allen Mitarbeitern machen", brauche dafür jedoch "wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen", sagte ein Sprecher und betonte, dass die Belegschaft nur ein Teil des Sparpakets sei. Auch externe Partner - etwa der Flughafen Wien und die Politik - müssten etwas beisteuern. (APA)

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17 Postings
moonjunge
01
23.1.2012, 22:16

...jetzt mal ganz ehrlich! was ist ihnen lieber? einen job zu haben oder sich mühsam mit hilfe des ams über wasser zu halten!? versteht ihr denn nicht, dass nicht nur euer job am spiel steht sondern zieg andere tausend jobs betroffen sein könnten!? die aua ist kein staatsbetrieb mehr, der mit steuergeldern durchgefüttert werden wird...die aua gehört jetzt zur LH und wenn die zahlen bzw. die gewinne nicht stimmen, ist der laden " aua" im nu zugesperrt! das dürfte bei vielen aua- mitarbeitern noch nicht angekommen sein....aber ich sag es gerne nochmals, das nennt man "privatwirtschaft"!

frank rosner
00
26.1.2012, 08:00
punktuell mögen sie

nicht unrecht haben - aber nach fast 3 jahrzehneten austrian-zugehörigkeit - seit 1991 mit laufenden sparpaketen konfronitiert und mitgetragen - bin ich in erster line MENSCH, langjähriger angestellter und kein vieh - dem man etwas vor die füße wirft- unter dem motto friß oder stirb. mag sein das sie damit duchkommen - aber reaktionslos werden sich die herren das nicht aneignen.

Airbusflieger
10
24.1.2012, 10:41
Moonjunge

Verstehen sie überhaupt um was es geht? Oder glauben sie, wir riskieren unsere Arbeitsplätze zum Spaß?
LH hat die AUA gekauft und das erfolglose Management weiterwurschteln lassen! Grober Fehler!
Wir haben Sparpakete en masse bekommen, dass Management dafür Prämien!
Sie sind bei einem vom Flughafen und somit zu einem guten Teil der AUA abhängigen Betrieb angestellt? Dann sollte ihnen an einer starken AUA liegen, so wie uns!
Von Privatwirtschaft ist das Management noch weit weg, aber nicht jeder privatwirtschaftliche Betrieb wird rentabel geführt, denn dazu gehört u. A. Mitarbeiterführung und nicht -verar...ung!
Also noch einmal, das Management hat einen Wunsch-KV abgegeben, der uns über 50% Einkommen und noch mehr Freizeit kosten würde.

Mac McMack
00
23.1.2012, 10:25
Aber "das Grundgesetz kann nur sein: Wenn jemand von den Beschäftigten etwas will - nämlich weniger Geld...

der herr proyer soll das "r" aus seinem namen streichen und auch zum kabarett gehen.

Paul Sabrinski
14
23.1.2012, 06:13
"Alle werden etwas beissteuern", heißt

im Endeffekt wieder einmal: Nur das Personal soll bluten, damit sich das Manager auch heuer wieder ihre Bonuszahlungen in ihre fetten Ä....e stecken können.
Einfach wiederlich.

Airbusflieger
00
23.1.2012, 08:21
So isses!

moonjunge
58
23.1.2012, 00:00

....die gewerkschaft hat vieles nicht kappiert! die zeiten der staats-airline AUA sind vorbei....ebenso die geschützten werkstätten und überbesetzten abteilungen auf kosten des steuerzahlers! liebe GPA....die AUA ist in die privatwirtschaft geflogen! aber der begriff "privatwirtschaft" ist den topverdienern und leistungsversagern der GPA ja bis heute noch fremd! IHR richtet mit eurem verhalten mehr schaden an, als es nutzen bring....

Airbusflieger
23
23.1.2012, 08:21
Wer den Schaden anrichtet ist Ihnen leider entgangen!

Was ist der Grund für die aktuelle Blockierung durch die Gewerkschaften? Immerhin ist nicht nur die GPA betroffen.
Bedeutet Privatwirtschaft, dass eine Horde sich eng verbundener "Manager" den Angestellten Verträge hinschmeißen dürfen, die sie Kollektivvertrag neu oder modern nennen und die bedeutend weniger Freizeit bei den Familien zu bedeutend weniger Gehalt bieten?
Weg mit dem Gesindel und wir können reden, vorher nicht (mehr)! Wir sind nicht für deren Prämien da!

Enrico Dal Vero
51
23.1.2012, 10:27
Es ist toll wie viel Zeit die AUA Angestellten haben um hier zu schreiben.

Wenn sie weniger "..flieger" hätte, würde mehr Zeit für Arbeit bleiben.
Übrigens - NIEMAND hier will den Schalterangestellten etwas wegnehmen.

frank rosner
00
26.1.2012, 07:58
aus welcher quelle

beziehen sie die info, das checkin-personl ode wie es nennen schalterangestellte - keinen finaziellen verlust erleiden.

el_burrito
00
25.1.2012, 13:33
schalter...

angeblich soll die zahl des bodenpersonals bzw. der schalterangestellten an den österr. flughäfen minimiert werden und das einchecken etc von den dort ansässigen flughafenpersonal erledigt werden. dies ebdeutet konkret, dass personal eingespart wird und niederlassungen - vorallem von der regionalfluglinie tyrolean - geschlossen werden. wieder eine tolle maßnahme um die ausgaben zu reduzieren bzw. personalkosten zu sparen. im selben atemzug bekommt das management aber boni ausbezahlt da sie ja so großartige arbeit geleistet haben und den karren namens aua noch nicht komplett gegen die wand gefahren haben!!

Mike Myers
40
23.1.2012, 08:31
leider sind die Prämien der Manager nicht so hoch

wie der Verlust der Austrian - was Ihren Sanierungsplan erschwert...

Paul Sabrinski
01
23.1.2012, 11:03
leider haben sie es nicht verstanden:

Es geht ums Prinzip: Es wurden z. B. Prämien ausgezahlt, weil die AUA voriges Jahr "nur" 65 Mille (oder wieviel auch immer) Verlust gemacht hat.
Das kann man keinem vernünftig denkenden Menschen erklären.

Gibt es nicht
07
22.1.2012, 21:19
mythos fliegen vorbei

es kehrt jetzt auch bei den europäischen airlines die wirtschaftliche realität ein, die leider schmerzhaft für airline mitarbeiterInnen ist. während zur zeit als die aua gegründet wurde und viele jahre danach ein arbeitsplatz bei der airline noch in privileg war, ist es heute auch immer mehr "nur noch ein job" wie bei vielen anderen unternehmen mit all den reformprozessen und kürzungen durch die fast alle firmen gehen ... das ist schmerzhaft, v.a. wenn man dort lange dabei ist/war ...

my comment
01
22.1.2012, 22:12
Kein Widerspruch

Ich sehe in den beiden Aussagen keinen Widerspruch insofern kommt wohl bei der AUA beides zusammen

Airbusflieger
41
22.1.2012, 21:57
Unsinn!

Es geht um ein Unternehmen, dass von der ÖIAG ruiniert wurde und nun seinen Weg finden muß. Dummerweise ist LH nicht der große Durchblicker.
Wer seine Arbeit nur als Job sieht ist nirgendwo die große Leuchte! Aber es kann nicht jeder seinen Traumjob bekommen. Den Anderen diesen zu vermiesen, z. B. als unfähiger Manager, ist dann leider oft die Rache des Kurzbestückten! ;-)

time to get sober
00
23.1.2012, 10:22
mit voller hose...

wie laut glauben sie, würden zb. co- und piloten herumkeifen, wenn man ihnen das senoritätsprinzip als quasi pragmatisierung streichen würde?

was mich nachdenklich macht ist der umstand, dass offensichtliche personelle überbesetzungen in der aua nicht durch freisetzungen bereinigt werden. sollte es etwa gar ein agreement geben, dass die entschuldung beim verkauf nur bei erhaltung aller arbeitsplätze gültig ist?

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