Güssing dank Wels-Sieg in Graz erstmals in der Clubgeschichte fix im Play-off - Dukes im Spitzenspiel erfolgreich
Wien - Die sechs Teilnehmer an der Hauptrunde 1 (H1) der
Basketball-Bundesliga der Herren stehen seit Sonntag endgültig fest.
Als sechstes Team profitierten die Güssing Knights in der 20. Runde
von einer 91:98-Heimniederlage des UBSC Graz gegen den WBC Wels. Die
Burgenländer sind damit schon vor ihrem Heimspiel am Montag gegen die
Kapfenberg Bulls nicht mehr aus den besten sechs zu verdrängen und
stehen erstmals in der Clubgeschichte auch fix im
Viertelfinal-Play-off.
Die weiteren H1-Teilnehmer sind Tabellenführer Klosterneuburg,
Cupsieger Gmunden, Wels, Meister Oberwart und Kapfenberg. Graz musste
die letzte Chance auf die H1-Teilnahme zwei Runden vor Ende des
Grunddurchganges begraben, weil das Team einen 14-Punkte-Vorsprung
Mitte des dritten Viertels noch verspielte. Stärkster Akteur der
Welser war deren Kapitän Davor Lamesic, der neben seinen 28 Punkten
auch neun Rebounds beisteuerte.
Wie die Grazer spielt ab Februar auch BC Vienna in der Hauptrunde
2 (H2) um zwei verbliebene Viertelfinal-Plätze. Die Wiener setzten
sich beim sieglosen Schlusslicht UBC St. Pölten trotz Rückstands im
dritten Viertel noch sicher 94:80 durch. Liga-Topscorer Stjepan
Stazic sorgte mit drei Dreipunktern in Serie anfangs des
Schlussviertels für die Vorentscheidung. Auch die Oberwart Gunners
drehten ihre Partie. Der Titelverteidiger siegte in Traiskirchen nach
Rückstand zur Pause 91:80.
Tabellenführer Klosterneuburg hat seine Siegesserie fortgesetzt. Die Dukes
siegten im Spitzenspiel bei Cupsieger und Vizemeister Gmunden
souverän 83:69 und stehen damit bereits zwei Runden vor Schluss als
Sieger des Grunddurchganges fest. Die Gmundner, die zuletzt sieben
Heimspiele in Serie gewonnen hatten, rutschten hinter ihren
Lokalrivalen WBC Wels auf Rang drei zurück.
Die Klosterneuburger feierten ihren zehnten Sieg in Folge,
phasenweise glich er einer Machtdemonstration. Die Vorentscheidung
brachte bereits ein 15:0-Lauf Mitte des zweiten Viertels, in weiterer
Folge bauten die Niederösterreicher ihren Vorsprung auf bis zu 24
Punkte aus. Fünf Dukes-Spieler punkteten zweistellig, Topscorer war
Christoph Nagler mit 18 Zählern.
Ihre bisher letzte Niederlage hatten die Klosterneuburger am 20.
November in Güssing (76:79) kassiert. Gmunden dagegen schlitterte
ausgerechnet vor dem Cup-Final-Four kommendes Wochenende in Güssing
in eine kleine Formkrise. Die Swans haben drei ihrer vergangenen vier
Spiele verloren. (APA)