Medienecho

DSK-Gattin feiert Comeback

22. Jänner 2012, 18:37
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    foto: ap/dapd/edme

    Anne Sinclair, Ehefrau von Dominique Strauss-Kahn und umstrittene Chefredakteurin des französischen Ablegers der US-Onlinezeitung "Huffington Post".

Anne Sinclair lanciert französische Ausgabe der "Huffington Post" - Wie geht das Medium mit den Vergewaltigungsklagen um?

Am Montag präsentiert Anne Sinclair den ersten kontinentaleuropäischen Ableger der HuffPo, die in den USA 37 Millionen Leser pro Monat zählt. Das Pariser Medienecho gilt in erster Linie der 63-jährigen Chefredakteurin, Ex-Fernsehjournalistin und Gattin des ehemaligen Währungsfondschefs Dominique Strauss-Kahn.

Die in Internetforen am häufigsten gestellte Frage lautet, wie sich die französische "Huffington Post" zu den Vergewaltigungsklagen gegen DSK stellen wird. In New York bleibt nach der Einstellung der Ermittlungen wegen versuchter Vergewaltigung eine Zivilklage der Hotelangestellten Nafissatou Diallo anhängig. In den kommenden Wochen wird Strauss- Kahn in Lille (Nordfrankreich) zu einer Zuhälteraffäre aussagen müssen. Die Zeitschrift VSD hat zudem Korruptionsvorwürfe gegen den sozialistischen Lokalpolitiker und Ex-Präsidentschaftsanwärter erhoben, und dessen Anwälte kündigen Gegenklage an. Nach einem Auftritt an einem chinesischen Wirtschaftsforum wird DSK bald auch wieder in Brüssel das Wort zu ökonomischen Fragen ergreifen.

Sinclair schweigt aber zur Frage, ob und wie ihr Magazin darüber berichten werde. Gegenüber der Zeitschrift "Elle" äußerte sie sich sehr ausweichend zur DSK-Affäre. Sie bekräftigte nur, es habe bei der angeblichen Szene im New Yorker Sofitel "keine Gewalt gegeben". Sie kritisiert den "Voyeurismus" des Publikums und weist die Vorwürfe von feministischer Seite zurück: "Ich bin selbst Feministin." Auf die Frage, was sie vom Verhalten ihres Mannes halte, antwortete sie: "Das ist unser Problem."

Während die Online-Revue Quoi.info von einem "Interessenkonflikt" Sinclairs spricht, fragt das Wirtschaftsblatt Challenges, wo denn die französische HuffPo eigentlich politisch stehe. Die ehemalige US-Konservative Arianna Huffington habe sich mit ihrer Anti-Bush-Linie einen Namen gemacht und stehe heute klar links; von Sinclair wisse man jedoch nicht einmal, für welchen der französischen Präsidentschaftskandidaten sie einstehe.

Wenig erbaut ist auch die Redaktion der Zeitung "Le Monde", deren Aktionär Matthieu Pigasse eine Partnerschaft mit der HuffPo eingegangen ist. Der blattinterne Journalistenverband wandte sich an die Verlagsdirektion, da er negative Rückwirkungen auf die Unabhängigkeit des Blattes befürchtet. Sie erhielt nach eigenen Angaben "Konzessionen" zugesprochen; unter anderem darf die HuffPo das Logo des Renommierblattes nicht mehr für ihre Werbezwecke verwenden. (Stefan Brändle aus Paris/DER STANDARD; Printausgabe, 23.1.2012)

Toto Wien
00
23.1.2012, 16:40
Diese Frau ist doppelt arm, arm im Kopf und arm mit dem Mann.

Mirstetta Toni
30
22.1.2012, 19:59

weilst ein herz hast wie ein bergwerk....

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