Gespaltene Arabische Liga

Die Rettung Syriens

Kommentar | Gudrun Harrer, 22. Jänner 2012, 18:07

Die Familie Assad wird nicht aufgeben, sie wird weitermachen, bis Syrien in Schutt und Asche liegt

Was sich die Arabische Liga davon verspricht, ihre Beobachtermission zu verlängern und dem Gemetzel in Syrien noch einen weiteren Monat zuzuschauen, ist klar: Zeit, Aufschub. Die Liga ist wieder einmal schwer gespalten und kann zu keiner echten Entscheidung kommen. Die Syrien-Falken Saudi-Arabien und Katar wollen die Gangart verschärfen, zu den Bremsern gehören die Revolutionsländer Tunesien und Ägypten.

Auf der einen Seite steht der Wunsch nach einer Stärkung des Mandats der Beobachter - wobei die Zustimmung Syriens und die praktische Umsetzung in den Sternen steht - sowie die Befassung des Uno-Sicherheitsrats, wie sich das die syrische Opposition wünscht. Die Tauben in der Liga setzen hingegen noch auf eine gütliche, von den Arabern intern ausgehandelte Lösung.

Tatsächlich ist vielleicht ausgerechnet die Entwicklung im Jemen, die von vielen Jemeniten als empörend empfunden wird, ein Lichtstreif am syrischen Horizont. Die Familie Assad wird nicht aufgeben, sie wird weitermachen, bis Syrien in Schutt und Asche liegt. Das Land ist dabei, in den Bürgerkrieg abzurutschen, wobei die Anti-Regime-Milizen keiner Kontrolle, auch nicht der der offiziellen syrischen Opposition, unterstehen. Die einzige Möglichkeit, den Irrsinn zu stoppen, ist ein ausgehandelter Abgang des Regimes à la Ali Abdullah Saleh. Gerecht? Nein, aber die Rettung Syriens sollte im Vordergrund stehen. (DER STANDARD, Printausgabe, 23.1.2012)

salman
 
00
24.1.2012, 20:54

Assads Regime wird weitermachen ... einen Abgang Assads und die Übergabe an den Vize hat die Opposition ohnehin bereits abgelehnt.

Die Opposition wird ebenfalls weitermachen.

Vorbei sein wird das Ganze erst, wenn eine der beiden Parteien zu sehr in die Defensive gerät. Wenn der Westen nicht aktiv eingreift, wird das die Opposition sein. Ohne Hoffnung auf auswärtige Hilfe wäre die Rebellion chancenlos.

Wobei das leider nicht gleichbedeutend mit Frieden ist. Wenn das Regime fällt, kann es unter Umständen sogar noch schlimmer werden.

Seria
00
23.1.2012, 22:04

die Endrettung Syriens wird möglicherweise auch im islam. Fundamentalismus liegen. In Ägypten wendet sich wohl nicht das neue parlament sondern die noch herrschende Militärregierung gegen eine schärfere Gangart.
Gemäßigte westl gebildete Ägypter sagen jetzt schon, daß man mit der Korruption des Mubarak Regimes besser gelebt hat, als mit dem was jetzt unter den Fundis auf das Volk zukommt, die der gebildeten Minderheit das Recht nehmen werden westlich liberal zu leben. Dem Fellachen war die Regierung nie von Bedeutung

Quiche
00
23.1.2012, 17:58
FSA

Demonstranten in der befreiten Stadt Zabadani

http://www.infosyrie.fr/wp-conten... grande.jpg

wings
10
23.1.2012, 09:34
Das kommt jetzt darauf an

was man unter "Rettung" versteht! Libyen wurde auch "gerettet"! Lasst doch endlich die Araber ihren Kram selber ordnen, sie haben genug Waffen und genug Hass. Ihr kriegt ja doch nichts zurück als Verachtung der westlichen Werte. Ihr Öl müssen sie der Welt sowieso verkaufen, sie können's ja nicht selber saufen.

Porqué no te callas?
00
23.1.2012, 16:00

die libyer sind aber recht froh über die 2rettung".

02515151541
35
22.1.2012, 23:27
"Die Familie Assad wird nicht aufgeben, sie wird weitermachen, bis Syrien in Schutt und Asche liegt"

NEIN nein Frau Harrer sie liegen wieder mal voll daneben!

Nicht Assad wird weitermachen bis syrien in schutt asche liegt sondern die von den "Falken der Arabischen Liga" Saudi Arabien und katar finanzierten Terroristen dort!

wobei da nicht wirklich ein unterschied zwischen den ländern besteht...
ausser villeicht dass in katar die schiitische mehrheit unterdrückt während es in SA die schiitische Minderheit ist...

Porqué no te callas?
51
23.1.2012, 09:51

nein kleines, das einzige was voll daneben liegt bist (wieder einmal) du.

Toni Gruber
03
22.1.2012, 21:43
nicht gesagt

Das ist nicht gesagt dass das Land dabei ist in den Bürgerkrieg abzurutschen, denn Syrien kann jetzt über Irak relativ ungestört Hilfe aus Iran empfangen, und es wird immer offenkundiger, dass für die Unruhen in Syrien die US- amerikanischen Vasallen Saudi- Arabien und Katar zuständig zeichnen. Alleine über Jordanien wird man den erforderichen Waffenschmuggel nicht bewerkstelligen können, auffallend auch die Bruchlinie , Saudi- A. und Katar und Ägypten und Tunesien andererseits.
Dass die Salafisten Syrien in Schutt und Asche legen könne, davor möge Gott bewahren.

Com Pirx
02
23.1.2012, 10:26

Der Waffenschmuggel an die Rebellen läuft nicht allein über Jordanien. Es gibt durchlässige Grenzen mit der Türkei, mit dem Libanon, mit dem Irak und Küste gibt's auch noch. Waffen gibt's rundum ja genug. Die Griechen könnten über Zypern sicher jede Menge überflüssige Munitionsbestände ihres überdimensionierten Heeres abgeben.

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