Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
Selbstverständlich darf man nicht jedes in Bierzelten gesprochene Politikerwort auf die Goldwaage legen. Die meisten Parteifunktionäre wissen, dass die Wirklichkeit komplexer ist, als man es dem Fußvolk darstellt. Dennoch ist die Bierzelt-Rhetorik ein Indikator dafür, wohin die politische Reise einer Partei gehen soll.
Nimmt man die Rede von Heinz-Christian Strache beim Neujahrstreffen am Wochenende als Richtschnur, dann ist die FPÖ dabei, den sozialen Protest mithilfe "linker" Kampfrhetorik einzusammeln. Statt um Ausländer geht es nun gegen die Banken und Spekulanten, um "gesundes Geld" für ein "kaputtes System".
Die Blauen bedienen jenes Unbehagen mit dem Kapitalismus, das in den Krisenjahren weite Teile der Bevölkerung erfasst hat. Gewürzt mit realen Forderungen: Mit einem Ende für die Gruppenbesteuerung - also mit dem Prinzip, dass in einer Unternehmensgruppe Gewinne und Verluste mit ausländischen Tochtergesellschaften gegengerechnet werden können - würde ein Steuerprivileg fallen.
In ihren diffus vorgebrachten Vorschlägen zum Umgang mit der Finanzkrise bleibt die FPÖ freilich das, was sie immer war: national und EU-feindlich. Da schwafelt man vom Ausstieg aus dem Euro - "rot-weiß-rotes Rettungsboot" - und vom "Brechen mit Brüssel". Das mag Stimmen bringen, der komplexen europäischen Realität wird es nicht gerecht. Nicht im Bierzelt, schon gar nicht im wirklichen Leben. (DER STANDARD; Printausgabe, 23.1.2012)
http://openpetition.de/petition/... -c-strache
Bevor es zu spät ist!
http://www.youtube.com/watch?v=k... re=related
Wir waren nicht dabei!
Schaut Euch nur die Spender an, dann wisst Ihr alles.
Die ganze Krise hätte uns nicht so tangiert, wenn nicht soviel Geld verschwunden wäre!
Von sozial überhaupt keine Rede sie wolen ja auch die Sozilschmarotzer weg haben.
Wer die bei ihnen sind ist ganz klar, Ausländer, Arbeitslose und Kranke!
Selbst machen sie zwar nichts ausser im Bierzelt sich ansaufen, aber wenn man mit schreit darf man vorerst wenigstens wählen und wird erst nachher ausgeschlossen!
Wie die Serben, wo ein Teil Spenden hergibt, dass wir schön braun werden und nachher fliegen sie raus.
War ja schon einmal genauso!
wenn man bedenkt, dass die FPÖ der SPÖ im Wiener Wahlkampf Stimmen abgegraben hat (man bedenke: Wähler einer links Partei, die von radikalen (jung-)Sozialisten über gemäßigten Kapitalisten bis hin zu Populisten alles in sich vereint wandern ins national-populistische Lager!), wirkt Straches linke Kampfrethorik weniger seltsam. Er wird wissen wie man in Roten Gewässern fischen kann....
Offensichtlich hat der Haze zu diesem Kommentar die Elite aller seiner Hirnederln mobilisiert. Deutsch als "Muttersprachler" bringen sie gemeinsam mit Ach und Krach halbwegs zusammen, an ihrem Idol ist nicht zu rütteln, auch wenn es an der Argumentation dazu erheblich mangelt, aber derlei würde sie ohnedies enorm überfordern.
Ich poste, also bin ich (frei nach Descartes). Könnten Hundstrümmerln reden, würden sie wahrscheinlich das gleiche sagen.
In vielen europäischen Ländern wird die EU-Gegnerschaft von links bedient; zum Beispiel bei einem Teil der schwedischen Sozialdemokraten oder der schwedischen Linkspartei, in der linksliberalen dänischen Junibewegung, zu einem kleineren Teil auch in Deutschland von der Linkspartei. In Österreich ist die SPÖ unter Vranitzky von einer Partei, die gegen die EG war, vollkommen umgedreht worden. Auch die Grünen haben einen Megabauchfleck gelandet und sind nun glühende Europäer.
Da ist es für die FPÖ leicht, diesen grossen Teil der EU-kritischen bis ablehnenden Menschen abzuholen, auch wenn die F in Wahrheit genauso Pro-EU ist. Es muss etwas von links geschehen, denn es droht ein Kanzler Strache, und das ist dann für keinen lustig.
besteht darin, dass er die Gründe für das allgemeine Unbehagen in der Bevölkerung mit der EU, mit der Koalition, mit den Migranten mit einfachsten, verständlichen Wortmustern plakatiert, sodass selbst Anderswählende zustimmen können.
Ihm ist nur beikommen, wenn man seine Verlogenheit aufblättert. So ist er keineswegs Fürsprecher des sog.Kleinen Mannes, denn er lehnt vermögensbezogene Steuern ab. Er prangert den Finanzmarkt, die bösen Banken an und vergisst, dass genau seine Partei den Österreichern das Milliardendebakel der Hypo Alpe Adria beschert hat. Er ist gegen Sozialschmarotzer, aber für working poor und Leiharbeit. Er ist genaugenommen gegen die Menschen, die ihn wählen sollen!
Weil "Links" zwangslaeufig international ausgerichtet ist. Das Proletariat hat keine Heimat, da die Grenzen nicht zwischen den Voelkern, sondern zwischen oben und unten verlaufen.
Die scheinbar sozialen Ideen der FPOe als Aufputz fuer die Kernkompetenz "Gemein sein zu den Auslaendern" sind eine durchschaubare Angelegenheit, die nicht viel bringt. Die kommunizierenden Gefaesse in Oe sind FPOe und OEVP, nicht SPOe und FPOe. Gehts der FPOe gut, gehts der OEVP schlecht, und vice versa.
war Punkt 11 unter 25 Punkten des ersten Parteiprogramms einer gewissen "Deutschen Arbeiterpartei", die später von einem gewissen "Schicklgruber" übernommen wurde.
Fiel mir grad so ein...........wie mir so manches aus dieser Zeit einfällt, wenn ich etwas über Straches Rülpser lese.
Wie ein Haufen Unterbelichteter es schafft jetzt auch noch Kernthemen der "gegnerischen" Parteien so für sich zu vereinnahmen und irgendwie hab ich auch das Gefühl dass absolut NICHTS getan wird um die Leute darauf aufmerksam zu machen dass es eben nicht so einfach ist...
ZACH!
Naja - sozial-nationalistisch halt, so wie die meisten Staaten der Erde.
Die USA sind seit jeher sozial-nationalistisch, Russland seit dem Ende der UdSSR.
Sozialer Nationalismus ist ja eigenlich eine recht vernünftige und einleuchtende politische Einstellung - problematisch wirds nur, wenn man das ideologisch mit Rassentheorien, Sozialdarwinismus, Marxismus oder diversen Weltherrschaftsansprüchen vermengt.
Aha.
Seit wann genau gibt es die USA?
Welche Nation bildet diesen Staat?
Seit wann genau gibt es Rußland?
Welche Nation bildet diesen Staat?
Welche Nationen leben in Spanien, Belgien, Schweiz, Norwegen, Frankreich, um nur einige wenige zu nennen?
Und seit wann gibt es Irland, Finnland, Italien oder Deutschland?
Hoch die Internationale! (so viel zu Marxismus in diesem Kontext)
na ja, links ist übertrieben. links der mitte stehen in wirtschaftspolitischen fragen hierzulande nur die kpö und die slp. aber es stimmt schon, daß die strache-fpö wirtschaftspolitisch eher mitte- bis mitte-rechts-positionen (à la spö, grüne) vertritt und nicht klar rechte (à la övp, bzö).
diese kombination aus rassismus und gemäßigter kapitalismuskritik ist allerdings nicht zwingend, um erfolg zu haben. blocher oder wilders kombinieren rassismus mit radikalkapitalistischen positionen - und haben damit ebenfalls erfolg.
Mag schon sein, daß linksnationalistischer Populismus wie ihn die FPÖ betreibt ausgezeichnet ist, um Stimmen anzuhäufen, gerade dieser Linksnationalismus ist es allerdings, der die FPÖ in der Regierung wieder zerreißt.
Die gemäßigten (National-)Freisinnigen der FPÖ spalten sich dann wieder ab oder werden rausgedrängt oder zu anderen Parteien gezogen.
dass ein Grundzusammenhalt der Linken "die Internationale" wäre.
Weil die Retrolinken längst nicht mehr links sind, sondern die linken Träume mit Protektionismus und Zweiklassengesellschaft (der öffentliche Sektor gegen den Rest) boykottieren.
.. aber in der Praxis favorisieren sie immer hierarchische zentralistische Wirtschaftsloesungen, weil sie letztlich Angst vor individueller Initiative und Kreativitat haben. Und in dieser Hinsicht haben sie mit den nationalen Sozialisten sehr viel gemein.
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.