Krankheit von Ex-Premier Suarez verschlimmert

22. Jänner 2012, 16:40

79-jähriger Regierungschef der "Transicion" leidet an Demenz

Madrid - Der Gesundheitszustand des demenzkranken spanischen Ex-Ministerpräsidenten Adolfo Suarez (79) hat sich rapide verschlechtert. Der konservative Politiker, der als "Vater der Demokratie" in die Geschichte seines Landes einging, leidet an einer degenerativen Hirnkrankheit und hat sein Gedächtnis verloren.

Das Demenzleiden habe sich in den vergangnen Monaten deutlich verschlimmert, berichtete die Zeitung "El Mundo" am Sonntag unter Berufung auf Angehörige. "Er ist 79 Jahre alt, aber er wirkt, als wäre er 100 oder 110", berichtete ein Vertrauter der Familie dem Blatt.

Suarez hatte Spanien nach dem Tod des Diktators Francisco Franco (1939-1975) zu einem friedlichen Übergang zur Demokratie verholfen. Diese Phase wird in Spanien "Transicion" genannt. Er war von König Juan Carlos im Juli 1976 überraschend zum Ministerpräsidenten ernannt worden. Suarez gewann die Wahlen 1977 und 1979 und stand bis zu seinem Rücktritt 1981 an der Spitze der Regierung.

Der Sohn Adolfo Suarez Illana gab 2005 bekannt, dass sein Vater an Demenz leide und sich aus der Öffentlichkeit ganz zurückgezogen habe. (APA)

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