Staatsakt in Sofia - Staatsoberhaupt will "Institutionen öffnen"
Sofia - Der neue bulgarische Präsident Rossen Plewneliew hat
am Sonntag offiziell sein Amt angetreten, nachdem er am 13. Jänner
vereidigt worden war. Das scheidende Staatsoberhaupt, Georgi
Parwanow, wurde mit einer Militärparade im Zentrum der Hauptstadt
Sofia verabschiedet, danach wurde sein Nachfolger empfangen.
Die mit Glockengeläute und Kanonenschüssen eingeleitete Zeremonie
auf dem Platz zwischen der namensgebenden Kirche zur Heiligen Sofia
und der Alexander-Newski-Kathedrale war von stetem Schneefall
begleitet.
Parwanow hielt eine Abschiedsrede, in der er die Wichtigkeit der
Institution des Präsidentenamtes für den nationalen Konsens
hervorhob. Plewneliew versprach seinerseits, das Amt für die Bürger
öffnen zu wollen. Anwesend waren auch Premier Bojko Borissow (GERB),
seine Ministeriege und weitere hohe Vertreter aus Staat und
Gesellschaft.
Plewneliew wurde bei dem Staatsakt von seiner Vizepräsidentin
Margaraita Popowa begleitet. Seine Frau Juliana und die beiden Söhne
des Paares hatten keinen offiziellen Auftritt. Die Ehefrau des neuen
Präsidenten gilt als sehr medienscheu.
Als erste Amtshandlung wird Plewneliew am heutigen Sonntag die
bulgarische EU-Kommissarin Kristalina Georgiewa und ihren Kollege
Kommissar Johannes Hahn empfangen. Sie werden den Nationalplan für
Entwicklung 2020 hinsichtlich der europäischen Ereignisse
diskutieren. (APA)