Aktivisten wandern auf Vulkan
Guatemala-Stadt - Rund 12.000 Guatemalteken sind am
Samstag (Ortszeit) auf einen Vulkan gewandert, um gegen die häusliche
Gewalt in ihrem Land zu protestieren. Auf einem riesigen Banner mit
Herz-Motiv stellten sich die Aktivisten auf dem Hang des Volcán de
Agua zu einer "2012" auf, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP
berichtete. Sie erklärten dieses Jahr mit diesem symbolischen Akt zum
Jahr, in dem die Gewalt gegen Frauen enden soll.
Der vor einer Woche vereidigte neue Präsident des Landes, der
rechtsgerichtete frühere General Otto Pérez, stieß per Helikopter zu
den Aktivisten und überreichte ihnen eine guatemaltekische Flagge.
Jedes Jahr werden in Guatemala geschätzte 700 Frauen ermordet. In dem
mittelamerikanischen Land mit 13 Millionen Einwohnern gehen zudem
jährlich rund 65.000 Anzeigen wegen häuslicher Gewalt ein.
Der 3774 Meter hohe Volcán de Agua überragt die 75 Kilometer
südöstlich der Hauptstadt Guatemala-Stadt gelegene touristische
Kolonialstadt Antigua Guatemala. Er ist seit langer Zeit nicht mehr
aktiv. (APA)