Bundespräsident Fischer

"Einsparungsziele verkraftbar"

22. Jänner 2012, 09:18
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    Fischer wäre natürlich auch bei sich selbst zu Einsparungen bereit, wenn z.B. Solidarbeiträge von Besserverdienern gefordert werden sollten.

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    Gesehen in Kitzbühel.

Bundespräsident für Verantwortungs-Partnerschaft - Fischer glaubt an Verfassungs-Verankerung der Schuldenbremse spätestens nach der Wahl

Wien - Bundespräsident Heinz Fischer unterstützt die Bundesregierung in ihrem Ziel, in den nächsten fünf Jahren bei Ausgaben und Einnahmen insgesamt rund zehn Milliarden Euro einzusparen. "Ja, das kann und muss Österreich verkraften", sagte das Staatsoberhaupt im Interview mit der APA zum Vorhaben, pro Jahr zwei Milliarden Defizitabbau zu schaffen. Zur Realisierung des Sparpakets wünscht sich Fischer eine "Verantwortungspartnerschaft". Die auch von ihm gewünschte Verankerung der Schuldenbremse in der Verfassung hat der Bundespräsident für diese Legislaturperiode zwar noch nicht abgeschrieben, er fürchtet aber, dass es erst nach der nächsten Wahl gelingen könnte.

Die angestrebten Einsparungen von zwei Milliarden pro Jahr werden um so leichter gelingen, "je logischer, vernünftiger und gerechter Belastungen verteilt werden", verweist Fischer auf sein "magisches Dreieck" aus Sparsamkeit, sozialem Ausgleich auf der Einnahmenseite und wachstumsfördernden Maßnahmen. Er betont, dass man sich sowohl die Ausgaben- als auch die Einnahmenseite des Staatshaushaltes anschauen müsse und verweist darauf, dass sowohl Kürzungen bei den Ausgaben als auch Erhöhungen auf der Einnahmenseite Belastungen für die Bürger bedeuten, die gerecht verteilt werden müssen. Bei den Kürzungen dürfe man "nicht einfach mit dem Rasenmäher über die Budgetansätze drüber fahren". Das tue die Regierung auch nicht, verweist Fischer auf geplante Ausnahmen bei Bildung, Wissenschaft und Forschung.

Aufnahmestopp im Öffentlichen Dienst?

Einzelmaßnahmen will der Bundespräsident zwar nicht kommentieren, den von Vizekanzler Michael Spindelegger (ÖVP) vorgeschlagenen Aufnahmestopp im Öffentlichen Dienst hält er aber "flächendeckend und ohne Ausnahmen nicht für möglich." Dies sei in der Zwischenzeit aber ohnehin schon klargestellt worden. In die Diskussionen auf Regierungsebene fühlt sich das Staatsoberhaupt nach Gesprächen mit den Regierungsspitzen und dem Nationalbankpräsidenten "gut eingebunden". Fischer drängt zwar nicht zur Eile, aber: "Wir haben keine Zeit zu verlieren." Andererseits müssten die Verhandlungen "sachgerecht und nicht überstürzt" geführte werden, plädiert er für einen "Terminplan mit Vernunft".

Fischer wäre natürlich auch bei sich selbst zu Einsparungen bereit, wenn z.B. Solidarbeiträge von Besserverdienern gefordert werden sollten. "Selbstverständlich würde ich mich in keinem Bereich allgemeinen Maßnahmen entziehen und könnte es auch nicht." Er verweist darauf, dass alle Politiker schon einen Beitrag geleistet haben, indem die Politikergehälter schon vier Mal in Folge nicht angehoben wurden und seit 2009 eingefroren sind, "während die Beamtengehälter in diesem Zeitraum um fast acht Prozent gestiegen sind."

Chance für Schuldenbremse größer nach der Wahl

Für die von ihm befürwortete Verankerung der Schuldenbremse in der Verfassung sieht Fischer zwar "sicher noch Chancen in dieser Legislaturperiode". Für "wesentlich größer" hält er jedoch die Chancen nach der nächsten Wahl. An seiner Aufforderung an alle Parteien, an der Lösung des Problems zu arbeiten, hält der Bundespräsident weiter fest und von diesem "Auftrag an die Politik" lässt er sich auch durch eine zuletzt kontroversiell geführte Parlamentsdebatte mit gegenseitigen Schuldzuweisungen nicht abbringen. "Wir haben in vielen Fällen unterschiedliche Meinungen, aber auf jeden Fall eine gemeinsame Verantwortung, also eine Verantwortungspartnerschaft", sagt der Bundespräsident.

Die Verankerung der Schuldenbremse in der Verfassung hält Fischer für wichtig, um den Konsolidierungsweg langfristig im Auge zu behalten, damit er nicht in einigen Jahren wieder zur Disposition steht. Die Kritik an seiner Person, weil er die Opposition aufgefordert hatte, im Nationalrat den Saal zu verlassen, um damit eine Verfassungsmehrheit zu ermöglichen, nimmt Fischer nicht tragisch. In seiner mehr als 30-jährigen Zeit als Parlamentarier habe er es "dutzende, wenn nicht hunderte Male" erlebt, dass Abgeordnete aus unterschiedlichen Motiven bei Abstimmungen den Saal verlassen haben.

Die Solidarität Europas und damit auch Österreichs mit den laut Experten vor der Pleite stehenden Griechen verteidigt Fischer. Diese Solidarität habe konkrete und sinnvolle Ziele, die natürlich immer wieder überprüft werden müssen: "Für Demagogie ist da kein Platz." (APA)

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Posting 1 bis 25 von 140
1 2 3 4
stopmakingsense
00
23.1.2012, 13:14

Er verweist darauf, dass alle Politiker schon einen Beitrag geleistet haben, indem die Politikergehälter schon vier Mal in Folge nicht angehoben wurden und seit 2009 eingefroren sind, "während die Beamtengehälter in diesem Zeitraum um fast acht Prozent gestiegen sind."

Zum Vergleich:

Irland: Politiker -15%, Beamte -10%
Spanien: Politiker -15%

leser 4712
00
23.1.2012, 09:52
verantwortungspartnerschaft

beweist die anzahl von korruptionsverdächtigungen im politischen umfeld...

herr fischer, "präsident der schönen worte" - hat leicht reden, wenn es um ein magisches dreieck geht. wie wäre es, wenn er einmal seine freunde und "branchenkollegen" anhalten würde, rechnungshofberichte ernst zu nehmen. er darf sie auch drängen, endlich maßnahmen zu setzen, zu handeln. das wäre eine echte aufforderung und alternative statt "den saal zu verlassen, wenn es um eine genehme abstimmung geht".

lambrusco kid
02
23.1.2012, 09:23
Mit 14 x 23.442 Euro

würd ich die "Einsparungsziele" auch für "verkraftbar" halten.

die Filzlaus
01
23.1.2012, 08:04
Solidarbeitrag?

SGH Herr Fischer, Man kann auch Dinge machen ohne dazu aufgefordert zu werden oder ohne das sie im Gesetzt stehen müssen. Also zeigen sie Solidarität in dem Sie z.B. in einen kleineren Dienstwagen, vielleicht auch noch Economischen Dienstauto umsteigen usw.

J. Reichhart
01
23.1.2012, 08:28
ein witz?

immerhin gut gemeint.

bonzen sind es sich wert. gönnen sie sich doch sonst nix.

Animation
 
00
23.1.2012, 05:57
besser früher als später den Staatsbankrott!

Waran
13
22.1.2012, 23:17
Bundespräsident

Mir fiel schon auf, dass hier (Standard) zuweilen in relativ bissiger Art und Weise auf die Krone und ihre Poster verwiesen wurde.
Nachdem ich mir einige - nicht alle - Kommentare durchgelesen habe, komme ich zum Schluss, dass uHBP hier auch nicht viel besser wegkommt.
Die Worte mögen vielleicht gewählter sein oder wirken - sagen aber dasselbe aus.
Ich habe Heinz Fischer zweimal gewählt und empfinde ihn im Gegensatz zu seinen Vorgängern (Waldheim und Klestil) als wahre Wohltat!

Kuehlschrank .
 
00
23.1.2012, 09:42
Ich konnte Klestil auch nie leiden

aber was ich mir oft seit der Wahl Fischers gedacht habe: wie hätte Fischer reagiert, wenn er während Schwarz-Blau im Amt gewesen wäre? Hätte er so viel Rückgrat wie Klestil besessen? Oder hätte Fischer schon damals geglaubt, um jeden Preis seine Unparteilichkeit unter Beweis stellen zu müssen? Derzeit agiert er aus der Panik heraus, dass die SPÖ nur ja nicht wieder in Opposition muss.

Waran
00
23.1.2012, 18:24
Parteiisch oder doch Unparteiisch?

Sie widersprechen sich - werfen sie doch Fischer vor, einerseits aus Panik vor einer Oppositionsrolle der SPÖ zu agieren und dann wieder andererseits, er hätte nicht das Rückgrat wie Klestil besessen und seine Unparteilichkeit hervorgekehrt.
Fischer hat sich klar gegen Darabos gestellt, als dieser gegen die Wehrpflicht und für ein Berufsheer eintrat und noch immer eintritt.
Der Bundespräsident wird einfach überschätzt. Er hat rechtstheoretisch (Verfassung) sehr viel Macht, die aber im täglichen Amtsgeschäft nicht eingesetzt werden kann.
Der Bundespräsident ist einfach eine Art Ersatzkaiser, Repräsentationsfigur, Staatsnotar wie auch immer und dieses Amt (Person) leidet natürlich jetzt unter der wachsenden Unzufriedenheit der Bevölkerung.

Irma la Douce
00
23.1.2012, 08:24
für viele war er allerdings

einfach das (viel) kleinere Übel ...

alexander mayr
00
23.1.2012, 07:38
wobei fischer...

... wohl der bei weitem fähigere kanzler wäre

J. Reichhart
41
23.1.2012, 07:14
fischer ist ein bonze durch und durch

und bonzen sind charakterisiert, dass sie

- alles für sich und ihre klasse und nichts für das dumme volk beanspruchen

- das dumme volk durch einen starken staat in schach halten wollen und das auch noch demokratie schimpfen

- für alle verfassungs- und gesetzesbrüche durch die bonzenklasse eine rechtfertigung und rationalisierung parat haben

- kein gewissen, keine selbstkritik und kein schamgefühl kennen!

fischer ist ein paradebonze.

Der Große von Gegenüber
00
23.1.2012, 06:30

sehe ich genauso. Nicht auszudenken, wenn die Grinsekatze gewählt worden wäre ...

Schilcherfreund
01
22.1.2012, 23:11
culpa in eligendo

Auswahlverschulden:
von mir, weil ich Fischer mit gewählt habe und von ihm, weil er diese ganzen Pfeifen, die uns die Suppe mit eingebrockt haben, angelobt hat.

Walter Bimini
00
22.1.2012, 22:35
fischer hat noch nie gewußt wann er besser den mund halten sollte

Hofer1002
02
22.1.2012, 22:29
Jo mei

wenn ich ein paar tausend netto Euros monatlich bekomme kann ich schon ein paar einsparungsziele verkraften. Aber wenn ich nur 900 Euros verdiene wirds a bissal schwieriger. Aber Gott sei Dank sind unsere politiker da die bei 9000Euro Verdienst auch noch darauf svchauen das ich bei meinen 900 nict erfriere DANKE

Otto Pluch
01
22.1.2012, 22:10
Schuldenbremse in die Verfassung

Warum sich ein sozialdemokratischer Politiker in Österreich für eine rechtsextreme TeaParty Politik einsetzt und damit Öffentlichkeitsarbeit für unsere neue Bankenverwaltung der westlichen Hemisphäre betreibt ist mir schleierhaft.

Schockierend derartiges vom Bundespräsidenten zu vernehmen und gänzlich inakzeptabel.

wirdeinlichtleinseinamendedestunnels
00
22.1.2012, 22:02
Wie steht Hr. Bundespräsident Fischer zum Abbau der Rechtsstaatlichkeit?

Es ist ein ernsthafter rechtsschutzabbau gegenüber allen bürgern zu befürchten: der ö. verwaltungsgerichtshof hat neulich anscheinend behördliches umgehen von verantwortung bzw. von rechtsstaatlichen verfahrensweisen dem bürger gegenüber quasi genehmigt u. letztlich faktische, staatlich erzwungene zwangsarbeit als "nicht-zwangsarbeit" "erkannt"...

Darüber hinaus dürfen nun behörden bei schwerwiegenden, folgenreichen bescheiden anscheinend gegenüber den bürgern falsche rechtsgrundlagen folgenlos angeben, nachdem der vwgh behauptet, dass sich deshalb inhaltlich eh nichts(!) änderen würde....

chrilly donninger1
09
22.1.2012, 21:27
Heinz Fischer trägt für die jetzige Situation

eine gehörige Portion Mitverantwortung.
Die Probleme sind nicht vom Himmel gefallen sondern das Produkt von jahrzehntelangen Zuschauens zu einer vorhersehbaren Entwicklung. Z.B. im Bereich der Pensionen, des Beamtendienstrechtes oder des Förderalismus.
Er mischt seit gut 30 Jahren an führender Position mit. Er hat gegen diese Entwicklung nie etwas unternommen. Im Gegenteil: Er hat Reformen unterdrückt und blockiert.

Ich war in den 1980er Jahren am IHS Mitglied eines Arbeitskreisen der sich mit den langfristigen Folgen (bis 2010) dieser Entwicklung beschäftigt hat.
Fischer hat den mit den Worten "Wir sollen keine schlafenden Hunde wecken und auch an das Wohl des Hauses denken" diese Aktivitäten abgedreht.

Saurer Zivi
11
22.1.2012, 22:23
Unterschiedliche Bewertungsansätze, selbes Ergebnis: Fischer vertritt seit Jahrzehnten mehr oder weniger fest die Wehrpflicht, die allgemeine. Allgemein versteht er aber merkwüdigerweise immer nur als "Männerwehrpflicht".

Es ist denknotwendig, dass Ö bereits aufgrund des verschärften Wettbewerbs daraus massive Nachteile auf 3 Seiten hinnehmen musste u muss:

1) die massivst - sogar am ö Arbeitsmarkt - diskriminierten jungen ö Männer sind EU-weit die einzigen billigstarbeitssklaven für 6 bzw 9 monate.

2) einen durch gezwungene billigarbeitskräfte immens verwöhnten sozialsektor (RK, Sam.B., caritas,...), der dadurch von tag zu tag unreformierbarer wird.

3) ein von gegen ihren Willen Verpflichteten durchsetztes Bundesheer, dem im Ernstfall die allermeisten Präsenzdiener den Rest ihres Lebens fernbleiben möchten.

Seit den 80er J. beobachtet, dzt. wirklich nicht mehr länger haltbar.

UHBP fährt Ö damit als Oberbefehlshaber ungespitzt gegen die Wand.

blablabla blablabla
14
22.1.2012, 20:37
das ist ganz einfach,

die SPÖ will den Ärmsten Streichung der Notstandshilfe, Verweigerung zur Invaliditätspension vor 50 etc. noch die Butter vom Brot nehmen.

Wohlgemerkt kein ÖVP Idee sondern von der sozialistischen Partei Österreichs.

Obwohl ich die FPÖ zutiefst verabscheue und ich mir geschworen habe die nie zu wählen.

Muss ich mir das überlegen. Danke Sozialpartner. Freundschaft ......

Walter Bimini
00
22.1.2012, 22:13
arbeitslose haben mangels geld keinen wert für die genossen gewerkschafter und arbeiterkämmerer

genosse hundsdorfer hat sich damals als viele pensionisten während des bawag/ögb skandals aus der gewerkschaft austraten, verraten. erleichtert sagte er das tut uns wirtschaftlich nicht weh. es war offensichtlich seine einzige sorge.

J. Reichhart
18
22.1.2012, 19:45
frechheit!

so eine dreistigkeit. da erzählt mir ein oberbonze, was für mich verkraftbar ist!

der fischer wird nicht einen cent solidarbeitrag leisten müssen und nicht einen euro weniger bonzenpension kassieren.

sparpaket fürs volk, bonzengehälter und -pensionen für die eliten.

grauslich
14
22.1.2012, 19:05
Verkraftbare Verantwortungsoffensive?

Da kann ja gleich mal bei den www.kirchen-privilegien.at mit dem Sparen begonnen werden. Ob die Religionsgemeinschaft jetzt www.katholisch.at ist oder eine www.atheistische-religionsgesellschaft.at ist da völlig blunzn.
Mit Rücksicht auf Schwächere engagiert sparen!
Öffentliche Gelder besonders dort einsparen, wo es eh nur Starke/Begütetere trifft!
Starke/Begütetere verkraften mehr, ohne gleich völlig kraftlos zu werden!

la chiesa pontifica amen
00
22.1.2012, 20:42

Bitte gehen Sie in sich und fragen Sie sich, ob es nicht für die Zukunft Österreichs besser wäre, diesen Vorschlag nicht aufzugreifen! Danke.

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