Ansage

Lufthansa will Milliarden­kur für ihre Töchter

21. Jänner 2012, 15:50

Pläne für AUA und Co sollen Anfang Februar vorgestellt werden

Frankfurt - Der deutsche Vorstandschef Christoph Franz verpasst den Konzerntöchtern der Lufthansa einem Magazinbericht zufolge ein milliardenschweres Sparpaket. Franz wolle die Eigenständigkeit der Töchter einschränken, um die Kosten jährlich um 1,5 Milliarden Euro zu senken, schreibt die "WirtschaftsWoche" unter Berufung auf Angaben aus Konzernkreisen. Franz werde seine Pläne unter dem Arbeitstitel "Profit Improvement" am 6. Februar dem Management vorstellen, einen Tag später dann den Betriebsräten.

Einkauf, Personalverwaltung, Controlling und IT würden stärker gebündelt und von der Zentrale in Frankfurt aus geführt, schrieb das Magazin weiter. Betroffen sei vor allem der Einkauf für Austrian Airlines, Swiss und Germanwings, aber auch die Wartungstochter Lufthansa Technik und Lufthansa Cargo. Weitere Einsparungen erhoffe sich Franz von einer Überprüfung der Flugpläne aller Gesellschaften auf Doppelungen bei Verbindungen.

Harter Sparkurs

Sowohl der Name des Programms als auch der Inhalt - die Zentralisierung von Funktionen bei der Mutter in Frankfurt - seien nicht richtig, sagte ein Lufthansa-Sprecher dazu am Samstag. "Das ist alles noch in Entwicklung und wird zurzeit ausgearbeitet."

Franz hatte bereits Mitte Jänner in der Mitarbeiterzeitschrift "Lufthanseat" angekündigt, dass die Lufthansa angesichts der trüben Wirtschaftsaussichten einen härteren Sparkurs einschlägt und an einem neuen Milliarden-Kostensenkungsprogramm arbeitet. Damit solle die Zukunft des Unternehmens langfristig gesichert werden. Details des Programms hat der Konzernchef aber noch nicht genannt.

Mit dem vorherigen Sparprogramm, das Ende 2011 auslief, hatte Deutschlands größte Fluggesellschaft insgesamt die Kosten um eine Milliarde Euro gedrückt. (APA/Reuters)

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12 Postings
katharina10002
00
22.1.2012, 16:32
Warum hat man das nicht längst eingeführt?

Man stelle sich allein die Einsparungen im Einkauf z.B. der Technik vor !
Vollkommen klar,dass Lufthansa ganz andere Mengen kauft und somit bessere Verträge mit den Lieferanten aushandeln kann.
Da gibt es ein riesiges Einsparungspotential!

Allmächtiger Satan
04
22.1.2012, 16:16

Das Problem bei der AUA ist, dass sich jeder von der LH geschickte Sanierer vom hiesigen Management in diese Hängematte einlullen lässt und flott zum faulen Österreicher mutiert. Sogar Ex-Vorstand Sörensen, der fleissige Skandinavier, hat sich einen lieber Weingarten gekauft und sich gemütlich zur Ruhe gesetzt, anstatt sich mit einer Sanierung zu plagen. Und Ötsch? Der wurde schon in der Hängematte geboren.

Wenn man nicht das komplette Management bis knapp über dem operativen Personal ausrottet und ersetzt, wird das nix mit der AUA.

cantanto
00
Hängematte?

Die Probleme bei der AUA haben rein gar nichts mit der Arbeitsmoral österreichischer Manager zu tun. Die gesamte AUA ist ein Produkt der Rot/Schwarzen Feunderlwirtschaft.

Die Eigentümer und Geschäftsführer österreichischer Unternehmen sind international Top und auch international gefragt. Tausende erfolgreiche österreichische Unternehmen und Manager sind der beste Beweis dafür.

Seria
21
22.1.2012, 16:06

bei Swiss und German Wings kann er ja noch auf Gehör hoffen, aber bei der AUA??
AUA!!!
Die sollte völlig in die LH integriert werden, inkl. Logo u Uniformen

tom5000
00
22.1.2012, 23:14
vorschlag gut, nur nicht realisierbar

wg. der landerechte, welche die aua in drittstaaten hat - damit würde sich die LH genau das das eigentlich noch der reale "Wert" beim Kauf war wegrationalisieren und sie könnten gleich die aua total abschreiben und zusperren. bei der aua hilft nur noch die sanierung durch, ähnlich einem chapter 11 verfahren in usa, angelegtes insolvenzverfahren - in dem zuge die gewerkschaftsfuzzis rausstellen vor die tür & neustart............

mavisto
10
22.1.2012, 11:49
"....töchte-her, söhne..."

evaluator
 
22
21.1.2012, 20:01
"Sparprogramm"

Sparprogramm, Kosten um Milliarden drücken, Angriff auf Kollektivverträge..., klingt alles ganz schön kriegerisch. Nach Rundumschlag und 'Opfern'. Vor allem medial dramatisch.

Die Realität ist viel profaner. Zweck des Programms ist mehr Effizienz durch konzernweite Harmonisierung der Prozesse, das Ziel ein wirtschaftlicherer Betrieb.

Natürlich ist das mit Abbau verbunden, vor allem von teuren, historisch bedingten Doppelgleisigkeiten und Unverträglichkeiten im Verbundsystem. Hier geht's nicht um ein zentral gesteuertes Konzernmonster, sondern um ein organisches Ganzes mit hoch produktiven Einzelteilen. Punktuelle Synergien und 'Sparen' werden da nicht reichen, der Laden muss als Ganzes fit werden, und damit auch die AUA. At last.

Kontrahent1
05
22.1.2012, 12:21
Wenn Sie dazu Herrn Albrecht in der ZIB2 hörten,

als er zu den 3 (drei) Vorständen bei der AUA befragt wurde verwies er nur auf die sinnvolle Aufgabenteilung.- Das zeigt doch deutlich, daß man bei der AUA für die Arbeit, welche woanders durch eine Person erledigt wird, deren drei braucht;-)

evaluator
 
21
22.1.2012, 12:40
Albrecht in der ZIB2

@ Kontrahent1: Welcher 2 Mrd Verkehrskonzern wird von EINEM Vorstand geführt?

Airbusflieger
00
21.1.2012, 17:33
Endlich!

Das AUA Management wird das nicht freuen, aber die Angestellten, da kann man ja glatt jedes Sparpaket streichen!

Pratt Whitney
06
21.1.2012, 17:53

man darf auf eine funktionierende IT hoffen, eine Personalplanung ohne Würfel und ein funktionierendes Controlling... das wäre zu schön um wahr zu sein.

Heisst aber nicht, dass auch beim Personal der KV angepasst wird...

paul poll
00
21.1.2012, 19:45

nein, heißt es nicht.

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