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Kitzbühel - Didier Cuche ist seit Samstag endgültig der König der Streif. Der Schweizer hat auch bei seinem Abschiedsauftritt in Kitzbühel gewonnen und damit nach 1998, 2008, 2010 und 2011 seinen fünften Abfahrts-Sieg in seinem Lieblings-Weltcup-Rennen gefeiert. Der 37-Jährige, der mit Saisonende zurücktreten wird, hielt bei dichtem Schneefall und auf deutlich verkürzter Strecke die starke ÖSV-Armada in Schach, auf den Plätzen zwei bis vier folgten mit Romed Baumann (+0,24 Sekunden), Klaus Kröll (0,30) und Joachim Puchner (0,36) gleich drei Österreicher.
Mit seinem fünften Sieg avancierte Cuche zum alleinigen Abfahrts-Rekord-Sieger in Kitzbühel, zusätzlich hat er 2010 auch noch einen Super-G in der Gamsstadt gewonnen. Der Eidgenosse übertrumpfte den Vierfach-Gewinner Franz Klammer. Und der Kärntner Olympiasieger 1976 war auch einer der ersten Gratulanten.
Klammer gratuliert
"Cuche ist jetzt der Kaiser von Kitzbühel, damit kann ich gut leben", sagte Klammer, der genau wusste, wo der gelernte Metzger das Rennen gewann. "Cuche ist unten sensationell gefahren. Er hat als einziger die Linie perfekt erwischt", meinte Klammer zur perfekten Fahrt von Cuche von der Hausbergkante bis ins Ziel. Ganz verabschieden will sich Klammer aber nicht von seiner Bestmarke. Klammers Rechnung mit einem Augenzwinkern basiert darauf, dass Cuche nach 1998 auch heuer wieder eine Sprint-, also eine "halbe" Abfahrt gewann. "Also hat er insgesamt eigentlich auch nur viermal gewonnen."
Hätte man das Rennen in Kitzbühel in den Morgenstunden gestartet, wäre es ein Bilderbuchrennen inklusive Mausefalle und Steilhang geworden. Um 7.00 Uhr blitzte bei fast blauem Himmel die Morgensonne über Kitzbühel. Die Strecke war ebenfalls in perfektem Zustand, denn 500 Helfer hatten die Nacht zum Tag und angesichts der heftigen Schneefälle das fast Unmögliche möglich gemacht.
Doch im Laufe des Vormittags rauschte wie prognostiziert die Schlechtwetterfront heran. Dichter Schneefall und Nebel hüllten den Hahnenkamm ein und die Jury entschied daher, das Rennen auf stark verkürzter Strecke durchzupeitschen. Wie 2003 wurde von der Alten Schneise gestartet, damals hatte Daron Rahlves (USA) gewonnen.
Entschärft, verkürzt
Um 11.40 Uhr "sah" dann auch Stargast Arnold Schwarzenegger, wie das Rennen durch den Schweizer Marc Gisin eröffnet wurde. Zum Mann des Tages avancierte aber einmal mehr ein anderer Schweizer. "Ich wusste, dass ist mein letztes Rennen hier in Kitzbühel. Trotzdem bin ich locker geblieben und habe meine Leistung gebracht. Trotz des schlechten Wetters gibt es kein schöneres Wochenende", erklärte Cuche, der neben der Trophäe, der goldenen Gams, auch 70.000 Euro Preisgeld mit nach Hause nehmen durfte.
Baumann bot Cuche lange Zeit einen harten Kampf, verlor dann aber im unteren Bereich die entscheidende Zeit. Für den im Bezirk Kitzbühel in Hochfilzen lebenden Tiroler dennoch ein grandioser Erfolg. "Das ist mein bisher größter sportlicher Erfolg", stellte Baumann trotz eines Sieges in der Super-Kombination 2009 in Sestriere klar. "Ich wusste, dass man angesichts der kurzen Strecke voll attackieren muss, aber keine Fehler machen darf. Das ist mir voll aufgegangen."
Kitzbühel liegt in der Schweiz
Teamkollege Kröll wurde nach Beaver Creek und Bormio zum dritten Mal in dieser Saison Dritter, ärgerte sich aber gewaltig. "Ich habe oberhalb des Hausbergs kurz die Spur verloren. Schade, die drei Zehntel waren locker drinnen, auch wenn Cuche unten gewaltig gefahren ist", bilanzierte der Steirer. Die Österreicher müssen daher nicht nur weiter auf den ersten Saisonsieg, sondern auch auf den ersten Kitz-Abfahrts-Erfolg seit Michael Walchhofer 2006 warten. Ausgerechnet in der "Höhle des Löwen" feierten die Schweizer dank Cuche und Didier Defago (2009) bereits ihren fünften Prestigeerfolg in Serie.
Puchner fuhr mit der frühen Startnummer 5 knapp am Podest vorbei. "Ich habe meine Nummer optimal ausgenützt, obwohl noch leichter Neuschnee in der Piste war. Vierter ist natürlich undankbar, aber in Kitzbühel kann ich mich trotzdem darüber freuen", meinte der Salzburger. Eine weitere Talentprobe lieferte Max Franz ab, der Kärntner schwang als 13. im Ziel ab.(APA)
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jedes medium hat seine vor und nachteile:
den schweizer medien gefällt diese "glanzvolle" szenerie (kommt mir vor), weils die nicht so haben und man ist auch immer viel patriotischer und mehr "stolz" als hier - ein Schweizer gewinnt in Österreich, wird gelobt von Österreichern usw.
http://www.tagesanzeiger.ch/sport/win... y/31050587
Diese 5 mal Sieg in Kitz hat man gestern ausgekostet ;) - eh harmlos und lieb, aber ein wenig befremdend ists auch.
vllt ist das schweizer fernsehen nicht so im würgegriff der politik
oder
vllt sind die schweizer politiker nicht so penetrant und nehmen sich so wichtig
ich wüsste nicht einmal ob die überhaupt alle in wengen oder adelboden waren
bei uns glaubt ja ein jeder dahergelaufene minister, er ist VIP
ich bin der meinung, wenn der HBP zeit hat, dann soll er das machen und sonst, naja, hat keiner dort was verloren, außer er bezahlts aus eigener tasche, natürlich inklusive hotel und anreise, aber das geht wahrscheinlich aufs spesenkonto, außer beim faymannderl, da wirds übers werbebudget abgerechnet ;-)
also wenn das stimmt, dass der hirscher bei seinen beiden siegen ( zagreb und adelboden) eingefädelt hat und das niemand bemerkte, ist das schon einen bericht wert http://www.wienerzeitung.at/nachricht... b-ein.html
der wahre kaiser von kitz...
http://www.youtube.com/watch?v=mjgF6ydTMDc
Nachdem der "Sport-Heinzi der Nation" sowohl den Ghedina (Pieve di Cadore, Provinz Belluno) als auch die Compagnoni (Bormio, Provinz Sondrio) zu "Suedtirolern" gemacht hat frage ich mich auch: "Warum sind die dann so boese und reden kein absolut klares Deutsch?"
Kann ich vollkommen verstehen - zu Hause habe ich so ein wunderbares Knoepferl auf der Fernbedienung und ich bin diesen Problemen enthoben - die noetigen Informationen sind ja sowieso eingeblendet - da brauche ich keinen Fachkommentator der mir erzaehlt wie schnell wer unterwegs ist (und dann trotzdem irgendwo "hinten" landet).
Leider war ich waehrend der Uebertragung bei meiner Mutter - und die hoehrt mit ihren 80 Jahren schon etwas schlecht .................
Also die Übertragung war ja mehr als grottig. Die Schrägfahrt auf der Hausbergkante war aus einer unmöglichen Perspektive gefilmt, nämlich so, daß man genau nicht wirklich gut sah, ob der Fahrer eine gute Linie gewählt hatte (den Verreißer von Bode Miller sah man zugegebenermaßen ganz gut). Das trotz verkürzter Strecke extrem kurze Startintervall trug dann noch dazu bei, daß außer der Hausbergkante mehr oder weniger nichts zu sehen war und man nicht mitbekam, wo oben die Zeiten liegengelassen wurden. Nicht einmal bei den Fahrern der Spitzengruppe.
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