Nach Aufruf einer präparierten Seite wurde Server des US-Justizministeriums mit Anfragen überrollt - Link über Twitter verbreitet
Neben dem DDoS-Tool Low Orbit Ion Cannon (LOIC) nutzen die Internet-Aktivisten von Anonymous offenbar eine neue Methode für Angriffe auf Server. Laut heise wurde für eine DDoS-Attacke auf das US-Justizministerium ein Link auf eine präparierte Website über Twitter verbreitet, die massenhaft Anfragen an justice.gov schickt.
Seite auf PasteHTML
Wird die auf PasteHTML gehostete Seite aufgerufen, werden tausende Verbindungsversuche mit dem Server der US-Behörde unternommen. Dafür sorgen laut Bericht nur wenige Zeilen JavaScript-Code. Auf PasteHTML kann jeder anonym HTML-Quellcode veröffentlichen.
Link über Twitter verbreitet
Im Gegensatz zu LOIC, das heruntergeladen werden muss, und dessen Benutzung in einigen Ländern als Computersabotage gilt, muss im aktuellen Fall nur die Website geöffnet werden, um den DDoS-Antriff zu starten. Wie das im Fall der präparierten Website aussieht, ist unklar, da man die Auswirkungen durch den unbewussten Aufruf der Seite vorher nicht kennen kann. So wurde der Link zur Seite auch über Twitter verschickt, wo der URL aufgrund von URL-Shortener auch nicht erkennbar ist.
#OpMegaupload
Der DDoS-Angriff war wegen der Sperre des Dateiupload-Portals Megaupload un der Verhaftung der vier mutmaßlichen Betreiber gestartet worden. So war die Seite des Justizministeriums auch vorrübergehend nicht erreichbar. Mittlerweile treten keine Probleme mehr auf. Auch die Seite des französischen Elysée-Palasts war Ziel von Anonymous-Angriffen geworden (der WebStandard berichtete). (red)