Taliban bekannten sich zu Anschlag auf französische Soldaten

21. Jänner 2012, 10:28

Militäreinsätze Frankreichs in Afghanistan ausgesetzt

Peshawar - Die radikal-islamischen Taliban stehen nach eigener Darstellung hinter dem Anschlag, bei dem am Freitag in Afghanistan vier französische Soldaten getötet wurden. Taliban-Sprecher Zabihullah Mujahid sagte der Nachrichtenagentur Reuters am Samstag, der afghanische Soldat, der die Schüsse abgegeben habe, sei von seiner Gruppe rekrutiert worden. Die Taliban hätten viele Menschen in wichtigen Positionen angeworben. Einige von ihnen hätten ihre Aufgabe bereits erfüllt.

Frankreich setzte nach dem Anschlag in der östlichen Provinz Kapisa alle Militäreinsätze in Afghanistan aus. Sollte sich die Sicherheitslage nicht verbessern, könnten die Truppen auch frühzeitig abgezogen werden, sagte Präsident Nicolas Sarkozy. Die französischen Soldaten sollen nach bisheriger Planung gegen Ende 2013 das Land verlassen. In den vergangenen Monaten gab es bereits eine ganze Reihe ähnlicher Angriffe auf westliche Soldaten. 

Verteidigungsminister beruhigt

Der französische Verteidigungsminister Gerard Longuet hat die Sorge vor einem vorzeitigen Truppenabzug aus dem Land entkräftet. Die Mission der Truppen bleibe "genau gleich", sagte Longuet am Samstag bei seiner Ankunft in Kabul. Dort traf auch der US-Sondergesandte Marc Grossman ein, um mit dem afghanischen Präsidenten Hamid Karzai über Friedensverhandlungen mit den Taliban zu sprechen.

Der Auftrag der Truppen bleibe, eine "starke Kraft" zu schaffen, um die Verantwortung an die Afghanen übergeben zu können, sagte Longuet. Es müsse über Möglichkeiten nachgedacht werden, die Arbeit zum Erfolg zu führen. Der Besuch diene der Evaluierung des weiteren Vorgehens, so der Minister. Longuet und sein Generalstabschef Edouard Guillaud sollen mit Karzai und mit dem Oberbefehlshaber der NATO-Truppen, US-General John Allen, zusammentreffen. Sie sollen prüfen, ob und wie die Ausbildung afghanischer Soldaten fortgeführt werden kann.

Verwundete schweben noch in Lebensgefahr

Longuet traf bei seiner Ankunft in Kabul auch zwölf der 15 durch den Angriff verletzten Soldaten. Ein französischer Militärarzt erklärte, mehrere Verwundete schwebten in Lebensgefahr. Longuet sagte, die Soldaten seien Opfer des Vertrauens geworden, das sie zur afghanischen Armee hätten aufbauen wollen. Zugleich betonte er, derartige Angriffe seien "sehr selten". Das Außenministerium in Paris teilte unterdessen mit, eines der Opfer sei ein Bulgare aus der Fremdenlegion gewesen.

Der US-Sondergesandte Grossman sagte nach seiner Ankunft in Kabul, die USA seien bereit, "den afghanisch geführten Versöhnungsprozess zur Beendigung des Konflikts auf jede mögliche Weise zu unterstützen". Grossman war von US-Außenministerin Hillary Clinton entsandt worden, um mit Karzai über die Eröffnung einer Vertretung der Taliban im Emirat Katar zu sprechen. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 39
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Gilgamesh
02
24.1.2012, 13:02

Geht es um feige, ehrlose Angriffe aus dem Hinterhalt, sind die Taliban und andere fundamentalistische Organisationen immer ganz heiße Anwärter...

Peace 4 Libya
30
22.1.2012, 17:04

http://www.youtube.com/watch?v=N... r_embedded

Besatzer beim Bau von Schulen und Brunnen.

Georg Schütt
12
22.1.2012, 22:57
Schauen Sie sich mal an, von wem das Video ist.

Was verlinken Sie als nächstes? Die "Deutsche Stimme"?

Peace 4 Libya
31
23.1.2012, 11:59

Ist es immer noch die Form an der wir uns stoßen, nicht des Inhalts?

Georg Schütt
03
23.1.2012, 16:16
Nun, Islamisten sind eben ungeeignete Ratgeber, wenn es um Menschenrechte geht.

Dass Sie nicht stört, wen Sie verlinken, kann ja auch gedeutet werden als: Alles ist recht, solange der Feind nur attackiert werden kann.

Georg Schütt
02
22.1.2012, 16:14
Als Marines auf die Leichname toter Taliban urinierten, gab´s hunderte Postings zu mehreren Artikeln.

Hierzu
http://www.spiegel.de/politik/a... 31,00.html
gibt´s nicht einmal einen Artikel.

Stört er das Bild vom edlen Wilden?

positiv gesehen
00
22.1.2012, 12:01
der letzte besatzer der afghanistan befriedete war alexander der große

der hat einfach einen völkermord begangen
das kann ja heutzutage auch keine lösung sein

Jürgen Rembremerding
00
22.1.2012, 14:03
Blödsinn!

H-R van Hettinga
30
21.1.2012, 23:14

Um gegen die Taliban zu bestehen muß man deren Niveau annehmen.-

Fritz Meyer
26
22.1.2012, 07:53
Um Barbaren zu besiegen, muss man selber einer werden?

Sind die letzten Jahrhunderte Zivilisation auch spurlos an Dir vorbeigegangen?

Oder liegt's daran, dass die Grossmacht USA unter dem Motto schon seit Jahrzehnten Länder mit Krieg überzieht und Du auch einer der "gesponserten" Schmierer bist?

Voll in die Kaldaunen!
12
22.1.2012, 03:01
Um gegen die Taliban zu bestehen...

...müsste man die Afghanen ganz einfach in Ruhe lassen, anstatt sie mit einem Angriffskrieg zu überziehen, der ständig zivile Opfer fordert!

Gendo
00
24.1.2012, 11:25

Weiß nicht, die Jahre zwischen 1990 und 2001 müssen dann in Afganistan Jahres des Friedensund des Wohlstandes gewesen sein (weil da war das Land im Westen jedem völlig egal)?

Arbeit für die Zensur
02
21.1.2012, 20:28

Warum regen sie da die Franzosen auf, einfach zusammenpacken und zurück nach Frankreich, das Problem Afghanistan wird sich dann intern von SELBER regeln - falls die dazu fähig sind.

derrabe
513
21.1.2012, 16:40

sollte ich jetzt etwa empört sein?
was sind schon 4 westliche soldaten, im vergleich zu den tausenden von unschuldigen afghanischen zivilisten...

und vielen dank an die toten franzosen, dass sie ihr leben für unsere "demokratie" gelassen haben

diamant
82
21.1.2012, 20:46
Sind sie denn echt irgendwann mal 'empoert'?

Ich meine etwa das 'Empoerung' gar nicht zu ihren 'Faehigkeiten' gehoert.....

a b1
23
21.1.2012, 15:54
Die Taliban bekennen sich zu allem

Ich denke eher, viele Afghanen hassen die Vereinigten Staatler, weil die dort mit Menschen machen, was sie wollen.

Und jedesmal, wenn einer mit ihnen abrechnet, bekennen sich die Taliban dazu.

NONE
25
21.1.2012, 16:50

???

Die Mehrheit der Paschtunen haben schon immer gesagt das sie solange kämpfen werden solange fremde Truppen im Land sind - ob das US Truppen sind, Russen oder pakistanische Söldnertruppen ("Taliban") oder was auch immer.

Mit Hass hat das nichts zu tun, die wollen nicht okkupiert werden. Das ist auch verständlich.

peter schmidt
 
00
21.1.2012, 22:02
Ja oder halt einfach irgendwer.

Geheimdienst
00
21.1.2012, 20:58

Differenzierung ist das Stichwort ....!

Geheimdienst
00
21.1.2012, 20:56

paschtunen = afghanen ja?

Carlito336
414
21.1.2012, 12:29
Der geradlinige Weg

Ein Unterschied fällt in diesem Krieg immer weider auf:

Wenn die Taliban einen erfolgreichen Schlag gegen die Invasoren führen, bekennen sie sich dazu.

Wenn die Invasoren Afghanen töten, bedauern sie, reden von Kollateral und so, um es im gleichen Atemzug wieder zu tun.

Jürgen Rembremerding
01
22.1.2012, 14:04
Dann gefällt Dir das sicher auch:

http://www.spiegel.de/politik/a... 31,00.html

Ist auch so ein grundehrliches Video!

NONE
17
21.1.2012, 16:51

Wer weiss ob solche Aussagen überhaupt stimmen?

Unsere Presse berichtet eifrig über die Taliban, über den Widerstand der Paschtunen wird aber so gut wie nie geschrieben.

diamant
01
21.1.2012, 20:06
Auch die Paschtunen sind nicht Afghanistan....

Der dicke Jokkl
18
21.1.2012, 16:47

Sie applaudieren also den Terroristen wenn sie Unschuldige töten und schimpfen über den Westen wenn sie sich dazu bekennen bei einem Einsatz versehentlich wen getötet zu haben?
Manchen Leuten ist nicht mehr zu helfen. Zum Glück hört da draussen kein Mensch auf Irre, wie sie.

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