Protect IP Act

Online-Protest stoppt US-Antipiraterie-Gesetz

21. Jänner 2012, 07:48
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    foto: reuters

    Offline-Proteste in San Francisco

US-Senat verschob Abstimmung über Gesetz gegen Internetpiraterie

Eine baldige Verschärfung des Urheberrechts in den USA ist unwahrscheinlich: Nach den massiven Protesten im Internet, angeführt von der Online-Enzykopädie Wikipedia ist die für nächste Woche geplante Abstimmung über ein entsprechendes Gesetz erst einmal vom Tisch. Wikipedia hatte sein englischsprachiges Angebot am Mittwoch vorübergehend abgeschaltet.

Fair

Am Freitag verschoben beide Kammern des US-Kongresses geplante Vorabstimmungen über ihre jeweiligen Gesetzentwürfe, die im Kampf gegen Raubkopien auch Netzsperren vorsehen. Der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid, begründete im Kurzmitteilungsdienst Twitter die Verschiebung mit den "jüngsten Ereignissen". Allerdings erwarteten viele Amerikaner zu Recht, dass ihre Arbeit fair entlohnt werde. Daher hoffe er, dass in den kommenden Wochen ein Kompromiss erreicht werden könne.

Schäden in Milliardenhöhe und die Folgen für den Arbeitsmarkt

Reid wies auf Schäden in Milliardenhöhe und die Folgen für den Arbeitsmarkt durch Urheberrechtsverletzungen im Internet hin. Er riet jedoch den Autoren des Gesetzes zu noch größeren Anstrengungen, "eine Balance zwischen dem Schutz von US-Urheberrechten und der Gewährleistung der Offenheit und Innovationskraft des Internets" zu finden, hieß es in der Mitteilung des Mehrheitsführers.

60 Stimmen

Angesichts des Widerstandes gegen PIPA und SOPA war laut dem US-Sender CBS kaum damit zu rechnen, dass die Vorlage im Senat bei der Abstimmung am Dienstag auf die nötigen 60 Stimmen gekommen wäre. (APA)

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Posting 1 bis 25 von 34
1 2
Andreas Grois
00
23.1.2012, 09:20
Aufgeschoben ist NICHT aufgehoben.

Die Stimmung ist einfach zu schlecht, als dass derzeit ein positives Abstimmungsergebnis zu erwarten wäre. Darum werden die Abstimmungen über SOPA und PIPA so lange verschoben, bis sich keiner mehr an die Proteste erinnert und ein positives Abstimmungsergebnis zu erwarten ist. Früher oder später kommen beide.

codeno
00
22.1.2012, 11:48
Online-enzykopädie

...ein freudscher vertippsler? ^^

TrueFalse
01
22.1.2012, 11:39
Liebe Musikindustrie

Wenn ihr nicht Milliarden an Lobbyinggeldern und Bestechungsgeldern ausgeben würdet, dann hätten wird diese Diskussion garnicht.

NONE
03
22.1.2012, 10:22

Man muss langfristig das WWW dem Zugriff der Konzerne - insbesondere der Politiker - entziehen.

ikepod
00
22.1.2012, 11:07
internet das einzige noch demokratische medium!

Gesetzgeber
010
21.1.2012, 14:51
Die Autoren des Gesetzes sollten sich

ob ihrer phantasierten "Schäden in Milliardenhöhe" lieber einer Therapie unterziehen.

Totaler Durchblicksstrudel
07
21.1.2012, 14:34

Was vielen nicht bewusst ist, weder hier noch in der USA, dass ein Gesetz wie PIPA das Potential hat, das Internet in verschiedenen Netze aufzuspalten!

Damit wäre auch die Geschäftsgrundlage für Internet-Business schwer gefährdet.
Wie man ein so sensibles Thema den Rechteinhabern und Politikern anvertrauen kann, ist mir schleierhaft?

Ach ja, ist das Netz einmal geteilt, gibts kein Zurück mehr. Ist so, wie wenn man ein Ei aufschlägt und dann drauf kommt, dass man das Ei doch lieber wieder ganz hätte.

Senfgurkenkalif der Zweite
00
21.1.2012, 11:11
Think about the kids!

http://www.slashgear.com/sopa-spon... -20210264/

Mir wird schlecht.

_josh_
025
21.1.2012, 09:41
jetzt sind wir dran...

...jetzt heißt es in Europa "ACTA" zu verhindern!

Bastian Balthasar Bux
03
21.1.2012, 14:24
Hrhr, vorallem das hier find ich spitze:

"Piratengut ('pirated goods') bedeutet, dass die Güter durch Akte von Piraterie gemäß der Definition von Artikel 101 ff. der Seerechts-Konvention der Vereinten Nationen angeeignet wurden."

Genau so ist es. Endlich mal jemand, der den Herrschaften Ihre eigene Dummheit unter die verkoksten Nasen reibt!

silverfinger
00
21.1.2012, 12:08

solche gesetze werden nach einem totalen wirtschaftscrash sowieso hinfällig ...

M L3
00
21.1.2012, 16:37
Nach einem solchen wird sehr viel hinfällig - inklusive dem Leben vieler Menschen

Der Wohlstand sowieso. Daher hoffe ich, daß dieser Crash nicht bevorsteht, bzw. falls doch, noch rechtzeitig abgewendet wird.

ikepod
00
22.1.2012, 11:13

sie reden von wohlstand weniger,
das wollen sie erhalten?
ich sprechne von der weltgesellschaft und von österreich als einer der wenigen wohlhabenden.

Dschingis
02
21.1.2012, 09:16
mich würde mal eine

ernsthaft (mit neutralen Geldmitteln) durchgeführte Studie interessieren. wie hoch der tatsächliche Verlust durch Piraterie ist. Denn ich glaube diesen Fantasieliarden nicht unbedingt.

Weiters wie viel Jobs es kostet ist imho bullsh**. Man stelle sich vor es gibt keine Piraterie... Organisationen wie die RIAA, IFPI und wie sie alle hießen müssten Leute vor die Türe setzen...

.txt
01
21.1.2012, 09:46
was sind neutrale geldmittel?

deren existenz halte ich für genauso unwahrscheinlich wie die eines pinken einhorns ^^

M L3
00
21.1.2012, 16:38
Das pinke Einhorn habe ich schon gesehen

In der Rathausstrasse. Ist aber aus Plastik :-)

Dschingis
01
21.1.2012, 10:14
immer diese i-tüpfel reiter ;-)

am interessantesten würde ich eine 50-50 Aktion halten. Also 50% des Geldes kommen von Gesellschaft A 50% von B. - klar gibt es noch Korruption und Freunderlwirtschaft aber besser als nix...

eine andere Idee ist eine dritte Partei die keinen Nutzen aus dem Resultat zieht (sowas wie Stiftung Warentest...)

letzte Möglichkeit wäre noch "neutralgewaschenes" Geld aka Steuergeld *g*

Aber es ist alles besser als dieses "uns entgehen Milliarden" lt. Studie sponsored by RIAA...

.txt
00
21.1.2012, 16:17

aber von einer neutralen studie hat niemand was, warum sollten die großen firmen für ein unerwünschtes ergebnis (auch nur die hälfte) bezahlen? ^^

interessant wärs schon, aber wie Al Borland schon angedeutet hat, denke ich auch dass man einen illegalen download nicht mit einem kostenpflichtigen gleichsetzen kann und es deshalb letztendlich immer nur ein herumgerate bleiben wird (bei dem die einen halt eher in die eine und die anderen in die andere richtung deuten)

Al Borland
00
21.1.2012, 13:16

Die Geldfrage ist nebensächlich.

Es gibt keine Möglichkeit den Geldbetrag zu bestimmen, den eine durchschnittliche Person für "Content" ausgegeben würde, wenn es keine kostenlosen Quellen gäbe.

Das ist ein methodisches Problem und kein finanzielles.

Dschingis
00
21.1.2012, 13:46

du kannst nie etwas mit 100%iger Sicherheit sagen.

Die MI argumentiert derzeit mit 1 Download = 1 verlorener Verkauf. Das dies eine Milchmädchenrechnung ist, sollte jedem vernünftigem Menschen auffallen.

Um jedoch der tatsächlichen Zahl näher zu kommen (nicht exakt bestimmen) müssen Studien, Versuche, Testreihen usw. gemacht werden. Erst danach hat man eine vernünftige Argumentationsbasis.

Diese Tests kosten Geld und müssen von einer neutralen Seite durchgeführt werden, da sie sonst unglaubwürdig sind.

Bastian Balthasar Bux
00
21.1.2012, 14:18

ich warte ja schon immer drauf, dass sie 1 Download mit 2 verlorenen Verkäufen gleichsetzen. ... ;)

Dschingis
00
21.1.2012, 14:53
das ist ohne weiters möglich

man stelle sich vor 4 Personen gehen auf 1 Lanparty... dann vervierfacht sich der Verlust :-)

Bastian Balthasar Bux
00
21.1.2012, 17:00

lanparty, wie retro isn das? *sfg*

Al Borland
00
21.1.2012, 13:56

Bei diesen Studien, Versuchen, Testreihen bin ich dann sehr gespannt wie diese prinzipielle Unsicherheit wegdiskutiert wird.

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