Älter als das Sonnensystem

Analyse von Sternenstaubkörnern durchgeführt

22. Jänner 2012, 18:25
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    foto: peter hoppe, mpi für chemie

    Ein Sternenstaubkorn mit einem Durchmesser von knapp einem Mikrometerunter dem Elektronenmikroskop

Meteorit untersucht: Kleine Zeugen einer Supernova wurden in das "Baumaterial" unseres Sonnensystems integriert

Mainz - Ein internationales Forscherteam hat Staubeinschlüsse im 4,6 Milliarden Jahre alten Meteoriten "Murchison", der 1969 in Australien gefunden worden war, untersucht. Die Sternenstaubkörner stammen aus einer Supernova und sind älter als unser Sonnensystem, wie das Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz berichtet. Bei ihrer Untersuchung entdeckten die Wissenschafter chemische Isotope, die darauf hinweisen, dass sich in den Überresten explodierender Sterne Schwefelverbindungen wie Siliziumsulfid gebildet haben. Damit konnten sie nachweisen, was Modelle bereits vorhergesagt hatten.

Das Team um Peter Hoppe, Astrophysiker am Mainzer Max-Planck-Institut für Chemie, isolierte zunächst tausende, etwa 0,1 bis 1 Mikrometer große Siliziumkarbid-Sternenstaubkörnchen aus dem Meteoriten. In den Proben bestimmten die Forscher mit einem hochempfindlichen Spektrometer, der sogenannten NanoSIMS, die Isotopenverteilung. Hierbei schießt ein Ionenstrahl auf die einzelnen Sternenstaubkörner und löst aus der Oberfläche Atome heraus. Ein Spektrometer trennt sie dann nach ihrer Masse und misst die Isotopen-Häufigkeit.

Seltener Fall

Bei fünf Siliziumkarbid-Proben fanden die Astrophysiker eine ungewöhnliche Isotopenverteilung: Sie wiesen viele schwere Silizium- und wenig schwere Schwefelisotope nach, was nicht zu bisherigen Modellen über die Isotopenhäufigkeiten in Sternen passt. Gleichzeitig konnten sie Zerfallsprodukte von radioaktivem Titan nachweisen, welches nur in den innersten Zonen einer Supernova entstanden sein kann. Das wiederum beweist, dass die jetzt analysierten Sternenstaubkörner tatsächlich aus einer Supernova stammen.

"Die von uns gefundenen Sternenstaubkörner sind extrem selten. Dass wir sie gefunden haben, ist großer Zufall - besonders, da wir eigentlich auf der Suche nach Siliziumkarbid-Sternenstaub mit isotopisch leichtem Silizium waren", sagt Hoppe. "Die Signatur mit isotopisch schwerem Silizium und leichtem Schwefel kann nur dadurch plausibel erklärt werden, dass in den innersten Zonen der Überreste einer Supernova Siliziumsulfid-Moleküle gebildet wurden." Anschließend wurden die Sulfid-Moleküle von sich bildenden Siliziumkarbid-Kristallen umschlossen. Diese Kristalle sind dann vor etwa 4,6 Milliarden Jahren in den solaren Urnebel unseres Sonnensystems gelangt und wurden in die entstehenden Planeten und Planetoiden eingebaut. Von einem solchen Himmelskörper stammt auch der Meteorit "Murchison", ehe er von diesem abgesprengt wurde und letztlich 1969 auf die Erde fiel.  (red)

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16 Postings
Kapitalismus Luege
11
23.1.2012, 14:23

die Si Kristalle stammen von Gotts Supercomputer;
der ist ihm beim universalem Reboot runtergefallen.

Die Versicherung läßt gerade - dauert nur mehr ein paar Milliarden Jahren - einen ähnlichen auf der Erde herstellen.

Werner Faygmann
00
23.1.2012, 12:54
Ihr habts alle...

...einen ur Knall...

NONE
00
23.1.2012, 10:17

Ich habe eine Frage - woher kommt dieses Material genau und wieso landete es auf der Erde?

Kann mir das jemand schlüssig erläutern?

Bitte Bitte
07
23.1.2012, 13:22
H entstand im Zuge des Urknalls und verdichtete sich u.a. zu Sterne, wo die weiteren Elemente fusioniert werden.

Die Sonne fusionier H zu Hel und dann He zu C und O. Um C bis zum Fe zu fusionieren, braucht es 3-4 mal grössere Sterne.

Da Fe-Fusionierung Energie verbraucht statt zu produzieren, kolabiert der Stern. Ab 8 Sonnenmassen ist die Implosion so gewaltig, dass in den Schockwellen dieser Supernova (SN) alle weiteren Elemente fusionieren.

Da wir auf der Erde schwerere Elemente als Fe haben, ist klar, dass unsere Materie aus einer (mehreren) SN stammt.

Meteorite sind zu 86% Chondrite. Sie kondensierten im Urnebel unseres Sonnensystems und enthalten auch unveränderte präsolare Mineralien, wie Silizumkarbid (SiC). Das ist nicht ungewöhnlich.

Bei Murchison fand man nun in SiC-Kugeln auch SiS und Titan44, das aus dem Innerste einer SN stammt.

Hathor36
50
23.1.2012, 22:52
Im Zuge des Urknalls entstand gar nix!

Und zwar deswegen weil der Urknall nur eine Theorie ist. Nicht mehr und nicht weniger!
Alle "Hinweise" die auf einen Urknall hindeuten sind allesamt auf sehr wackeligen Beinen aufgestellt.

Bitte Bitte
00
23.1.2012, 23:52
okay ;-)

und wie stehen Sie zum nicht fettgedruckten Teil?

Kringskrongs
12
23.1.2012, 12:14

1. Weltall
2. abgestürzt

Bitte Bitte
11
22.1.2012, 22:15
Das Gold in meinem Goldketterl

ist auch älter als das Sonnensystem.

Und der Wasserstoff in meinem Wasserglas ist älter als das Gold in meinem Goldketterl. Nur der Marmor von der Tischplatte, auf der mein Wasserglas steht, der ist jünger.

Preger
00
23.1.2012, 09:05
Aber auch nur,

weil er nicht unters Elektronenmikrsokop passt ;-)

Arno Pagenstecher
00
22.1.2012, 23:03
Aso?

Die Protonen in Ihrem Marmortisch wurden von Alchemisten gemacht? Oder vom Miraculix?

Bitte Bitte
01
23.1.2012, 00:46
Dann

sind wir ja alle substantiell älter als das Sonnensystem.

Was ist jetzt an dem Artikel das Außergewöhnliche?

Leonardo Basil
00
23.1.2012, 16:25

Das neue ist der Beweis.
Bisher war das die zwar die bereits weitläufig vertretene Theorie, die auch bereits durch viele Indizien gestützt wurde. Die neue Studie festigt diese nun weiter.

derderbenutzer
00
23.1.2012, 02:01

Sein Alter?

Bitte Bitte
03
23.1.2012, 03:10

Der Artikel ist neu.

derderbenutzer
10
23.1.2012, 08:41

eben ...

;-)

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