Fondue am Fluss

  • Der Käse muss schon Stunden vor dem Anheizen mit allen Ingredienzen, 
also Weißwein, Kirsch und Stärke, vermengt werden und im Caquelet 
ziehen.
    foto: ap/larry crowe

    Der Käse muss schon Stunden vor dem Anheizen mit allen Ingredienzen, also Weißwein, Kirsch und Stärke, vermengt werden und im Caquelet ziehen.

In der "Festlandbar" serviert man Fondue, getreu dem Innerschweizer Rezept, ausschließlich mit gereiftem Entlebucher

Endlich passt auch das Wetter: Alex Hesse, Lebensgefährtin von Christian Petz und Betreiberin der neben dessen Badeschiff gelegenen "Festlandbar", macht nämlich eine ganz außergewöhnlich gute Käsefondue, die sie ihren Gästen jeden Mittwoch serviert. Nur: So richtig gut schmeckt das freudige Stochern im Schmelz erst, wenn es draußen klirrt vor Kälte - also jetzt.

Gerührt wird die Fondue, getreu dem Innerschweizer Rezept, ausschließlich mit gereiftem Entlebucher, einem Käse, den Hesse beim Schweizer Käsespezialisten Andrzej Koch am Karmelitermarkt bezieht. Ihm verdankt sie auch den Trick, wie das ansonsten gar gewichtig ausfallende Gericht seiner Erdenschwere beraubt wird: Der Käse muss schon Stunden vor dem Anheizen mit allen Ingredienzen, also Weißwein, Kirsch und Stärke, vermengt werden und im Caquelet ziehen. Das soll schwerverdauliche Enzyme vorteilhaft beeinflussen und den Magen vorab in seinen Pflichten unterstützen. Funktioniert echt!

Eine Mär ist hingegen, dass der pflichtschuldig dazu servierte Kirsch die Verdauung unterstütze - im Gegenteil: Harter Alkohol lähmt die Verdauung, er sorgt aber bekanntlich für „subjektives Wohlbefinden". Das bestätigen jetzt Forscher der Uni Zürich. (Severin Corti, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 21.01.2012)

Innerschweizer Käsefondue
jeden Mittwoch ab 18 Uhr in der Festlandbar
€ 19 p.P. inkl. ein Reisetbauer Kirsch
Reservierung unter Tel.: 0699/100 26 575 oder www.festlandbar.at

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