Olympus bleibt trotz Bilanzskandals an Tokioter Börse

20. Jänner 2012, 15:57

Geldstrafe von knapp 100.000 Euro - Bei weiterem Fehlverhalten droht Streichung der Zulassung - Dreijährige Bewährungsfrist

Die Aktien des von einem Bilanzskandal erschütterten japanische Kamera- und Medizingerätehersteller Olympus werden weiterhin auf dem Tokioter Parkett gehandelt. Die Notierung ist allerdings mit einer Warnung versehen, teilte der Börsenbetreiber am Freitag mit. Das bedeute eine dreijährige Bewährungsfrist für das Unternehmen. Bei weiterem Fehlverhalten drohe die Streichung der Zulassung. Die Börse verhängte zudem eine Strafe von umgerechnet knapp 100.000 Euro.

Bilanzfälschung

Olympus braucht dringend frisches Kapital in Höhe von gut einer Milliarde Euro. Das Unternehmen musste einräumen, in den vergangenen Jahren über 1,3 Mrd. Euro falsch verbucht zu haben. Verluste aus Wertpapiergeschäften wurden als Kosten für Beratungen und Firmenzukäufe ausgewiesen. Derzeit sucht Olympus einen Partner. Im Gespräch sind ein Finanzinvestor und mehrere Konkurrenten.(APA/Reuters)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.