Korruptionsskandal spitzt sich zu

20. Jänner 2012, 15:35

Netzwerk aus Regierungspolitikern und Finanzgruppen aufgedeckt - Ministerpräsidentin Radicova übergab Polizei Geheimdienstprotokolle

Bratislava - Knapp zwei Monate vor der Parlamentswahl in der Slowakei wird das Euroland von einem Korruptionsskandal erschüttert. Ministerpräsidentin Iveta Radicova habe der Polizei Geheimdienstprotokolle aus dem Archiv ihrer Behörde übergeben, die Beweise für ein jahrelang aktives Korruptionsnetz aus Regierungspolitikern und Finanzgruppen lieferten, berichteten slowakische Medien am Freitag. Innenminister Daniel Lipsic bestätigte das.

Ein großer Teil der politischen Elite in der Slowakei, darunter auch Radicovas eigene Partei Slowakische Demokratische und Christliche Union (SDKU), steht im Verdacht, Korruption gedeckt oder gar direkt davon profitiert zu haben. Am 10. März finden in der Slowakei vorgezogene Parlamentswahlen statt.

Die Abhörprotokolle waren bereits vor Weihnachten an die Öffentlichkeit gelangt. Ihre Echtheit war zunächst bezweifelt worden. Sie sei nun aber bewiesen, meldeten die Medien.

Der Inlandsgeheimdienst SIS habe unter dem damaligen Premier und jetzigen Außenminister Mikulas Dzurinda (SDKU) mit Zustimmung eines Gerichts eine Wohnung der Finanzgruppe Penta abgehört. Dort hätten sich Spitzenpolitiker teils persönlich, teils über Mittelsleute mit den Penta-Chefs getroffen, um die wichtigsten wirtschaftspolitischen Entscheidungen der Regierung so zu steuern, dass möglichst viel Geld in die eigenen Taschen abgezweigt werden konnte. (APA)

NONE
03
21.1.2012, 13:22

Oh nein, die grosse Überraschung!

In indirekter Demokratie werden die "Politiker" gekauft!

Das konnte ja keiner ahnen!!!

</sarkasmus>

KhalilG
 
011
20.1.2012, 22:59

ich hab den eindruck die sogenannten "eliten" und "leistungsträger" sind in wahrheit einfach gauner im großen stil, hier wie dort!

V995
00
20.1.2012, 20:06
bei der überschrift dachte ich

es ist die rede von sepp eisl

onlooker
00
21.1.2012, 13:06
mitunter sind die unschuldigsten, die grössten gauner

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.