Biologie

Nestbau macht männliche Gehirne größer als weibliche

21. Jänner 2012, 17:27

Forscher fanden bei einer Stichlingsart die bislang größte Gehirngrößendifferenz zwischen den Geschlechtern

Uppsala/Zürich - Biologen berichten, dass sie die bislang größte Gehirngrößendifferenz zwischen den Geschlechtern innerhalb einer Art gefunden haben. Und zwar handelt es sich dabei um einen Fisch aus der Familie der Stichlinge, den über weite Teile der Nordhalbkugel verbreiteten Dreichstachligen Stichling (Gasterosteus aculeatus). Bei gleicher Körpergröße ist die Hirnmasse der Männchen um rund 23 Prozent größer als die der Weibchen. So lautet das Ergebnis eines Samples von rund 120 Stichlingen, die im Myvatn-See im Nordosten Islands gefangen worden waren.

Bis jetzt habe es kaum Studien gegeben, die geschlechtsspezifische Unterschiede zwischen der Hirngröße fanden, schreiben die Forscher um Alexander Kotrschal von der Universität Uppsala. Kotrschal hatte seine Doktorarbeit an der Universität Bern verfasst und arbeitete für die Studie mit Forschern der ETH Zürich zusammen. Die Studie wurde im Fachblatt "PLoS ONE" präsentiert.

Nestbauer brauchen großes Gehirn

Hirngrößen könnten sich zum Beispiel unterschiedlich entwickeln, wenn die beiden Geschlechter vor unterschiedlichen kognitiven Anforderungen stehen. Genau das ist bei den Stichlingen der Fall: Bei ihnen bauen die Männchen kunstvolle Nester aus Algen oder anderem faserigen Material, das sie mit einem Körpersekret verkleben. Weibchen werden nur zum Ablaichen in die Nisthöhle vorgelassen und anschließend verscheucht, um den Nachwuchs kümmert sich das Männchen alleine.

Die Forscher vermuten, dass diese komplizierte Brutbiologie zu den vergrößerten Gehirnen der Männchen führte. Dass diese Hypothese stimmen könnte, zeigen Studien über andere Tierarten, zum Beispiel über die Laubenvögel (hier ein aktueller Artikel dazu). Um die Weibchen zu beeindrucken, bauen die Vogelmännchen zum Teil prachtvolle Lauben als Balzplätze. Und Laubenvögel, die kompliziertere Lauben bauen, haben ein größeres Gehirn als Vögel mit einfachen Lauben. Durch einen vergleichbaren Zusammenhang könnten auch die Geschlechtsunterschiede bei den Stichlingen zu erklären sein, vermuten die Forscher. (APA/red)

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dieter tiefensteppe
00
29.1.2012, 20:45

ist natürlich als analogie zum menschen zu bedrachten!

somit liegts auf der hand, das männliche gehirn hat mehr oberfläche. auch mit bestimmheit mehr an windungen welche wiederrum für mehr oberfläche sorgen.

ist nicht sexistisch, entspricht nur einem fakt. :D
aber trotzdem lieb ich die weibis! :)

helpu
00
22.1.2012, 13:05

das ist doch predestiniert für einen zitrone artikel auf dieStandard.at

honni soit
01
22.1.2012, 13:35

Wieso?

helpu
04
22.1.2012, 22:09

weil hier die evolution das männliche geschlecht bevorzugt hat und das nicht mit der zwanghaften geleichberechtigung auf dieStandard.at zusammenpasst *g*

higgs - wozu?
114
22.1.2012, 12:06

männliche gehirne mögen größer sein, aber ich fürchte der volumensvorteil ist nur nötig um schwachsinnige verhaltensmuster abzuspeichern - zumindest bei uns menschen, und das schreib ich als mann.
wenn ich mein geschichtsbuch zur hand nehme, und weiß, daß die letzten 5000 jahre eigentlich männlich dominierte jahre waren, und mir anschaue wie sie abgelaufen sind, und wohin sie uns geführt haben, kann ich nur sagen: es wird zeit, daß mal die frauen das sagen haben - mit frauen mein ich aber nicht jene die gleichberechtigung mit gleichmachung verwechseln, und schon mehr testosteron ausschütten als ihre männlichen kollegen, um in dem irrsinn zu bestehen, sondern eher jene, die noch über die eigenschaften verfügen, die sie von männern untersch

fritz1004
00
22.1.2012, 17:10

Spannend! Finde, es ist aber komplizierter. Männer und Frauen tragen ja immer gemeinsam jeweils die Gesellschaftsform, die eben grad existiert. Auch eine Patriarchale. Und so wie es die "männlichen" Frauen gibt, die Sie beschreiben, gibt es die "weiblichen" Männer. Und was ist überhaupt männlich und weiblich - das, was wir jeweils den Begriffen zuordnen? Manche behelfen sich mit männlichen und weiblichen Anteilen, die jeder hat, da hat man aber wieder dasselbe Problem - "gibt" es sowas, oder ist es ein Zirkelschluss, weil man dann das findet, was man vorher so nannte? Aber wie auch immer, es läuft auf einen Wertewandel hinaus.

Thomas Felder1
00
22.1.2012, 17:08

genau, weil die frauen, wenns an der macht sind sind ja gaaaaanz anders...

fritz1004
00
22.1.2012, 17:17

Eher hat es was zu tun damit, wie Macht ausgeübt wird, und warum. Geht imho viel tiefer als das es nur eine Frage ist, ob Männer oder Frauen das tun. Macht wurde und wird noch hauptsächlich von Männern ausgeübt (zumindest die offensichtlicheren Formen). Wenn sich nur das ändert, ist es zwar gerechter verteilt, aber nicht unbedingt besser.

M. C. Escher
00
22.1.2012, 17:08

viel Erfolg! ;-)

Mynnia
00
22.1.2012, 16:41

Was hat das jetzt mit evolutionaerer Verstaerkung sexueller Dimorphismen bei Stichlingen und anderen Tieren zu tun?

Dagmar Rehak Wien
 
03
22.1.2012, 13:39

Frauen sind auch nicht das Wahre. Und das sag ich dir als Frau.
Es sind nicht an allem die Männer schuld, wenn was nicht gut läuft. Frauen können's auch zeitweise ganz gut. Deshalb habe ich ja auch das Buch "Abhandlungen über das dem Weibe innewohnende Böse" geschrieben. Da wird dir schon nach dem ersten Kapitel schlecht und du wirst erkennen, dass vieles, was in deinem Leben bis jetzt schief gelaufen ist, von bösen Frauen verursacht wurde.

Aber um zum Thema des Artikels zurück zu kommen:
Die Burschen sind ganz einfach doppeltbelastet. Wenn eine Menschenfrau selbst ein Haus bauen würde (Gott behüte!) und dann auch noch die Kinder aufziehen würde... Nein, das geht nicht, das bringt eine Menschenfrau nicht zsamm.

Und jedem seine eigene Busspur
01
24.1.2012, 10:49
Ihr Werk gibt es bereits

es heisst Geschlecht und Charakter, und wurde im Jahr 1903 von Otto Weininger veröffentlicht....

Dagmar Rehak Wien
 
01
24.1.2012, 15:21
Ich weiß.

Ich habe es vor 20 Jahren in der Wohnung eines depressiven Psychologen auszugsweise gelesen.
Damals war ich aber noch ganz anders gestrickt und habe den Text urdeppert gefunden. In den folgenden Jahren sind mir aber immer mehr Parallelen zur Wirklichkeit aufgefallen, und irgendwann musste ich feststellen, der Kerl hat Recht, stellenweise zumindest.
Nachdem in der heutigen Zeit kwasi alles Weibliche als gut gilt und alles Männliche als böse (weibliche Chefs sollen viel besser sein - haha), finde ich, dass das Buch in einer zeitgemäßen Form mit aktuellen Beispielen wieder geschrieben werden sollte.

Lilith Boessse
 
50
22.1.2012, 18:46
??????

hä???

schwester, du hast auch GAR NICHTS gecheckt, oder?

schade!
bei der gegenüberstellung von männlichen und weiblichen verhaltensmustern geht es nicht darum, EINZELNE personen rauszupicken und diese als referenz für die gesamte gruppe zu nehmen.

manchmal muss man drüber stehen, und nicht von seinem eigenen kleinen weltbild/charakter ausgehen.

es gibt ca. hälfte weibchen und hälfte männchen. wäre die führung der welt auf die 50/50% aufgeteilt und nicht auf 99/1%, würde die welt anders aussehen.
und ich behaupte: besser!!

fritz1004
10
22.1.2012, 16:50

"Abhandlungen über das dem Weibe innewohnende Böse" Naja, Böses wohnt wohl jedem inne, wenigstens als Potential. Die Formen, wie es sich zeigt, mögen durchaus verschieden sein. Ddnnoch, das Werk hätt mich interessiert. Finde es jetzt aber weder bei KNV (www.buchkatalog.de), noch bei Amazon, noch mit der erweiterten Google-Suche. Eigenverlag?

Dagmar Rehak Wien
 
05
22.1.2012, 17:06

Ich muss gestehen, dass es mein Werk noch nicht an die Öffentlichkeit geschafft hat. Daran sind aber die Frauen schuld. Die zwingen mich ständig, ein weiteres Kapitel zu schrieben, und so wird es nie ganz fertig.

Der Unkurze
02
23.1.2012, 09:20

nutzen sie diese Chance doch um einen zweiten, dritten ev gar vierten Teil, oder erweiterte Ausgaben anzufertigen.

Das wäre wohl besser für die Geldbörse :)

fritz1004
01
22.1.2012, 23:27

Ganz fertig, im Sinn von nicht mehr verbesserungsfähig oder erweiterbar, wird ein Buch eh nie, aber trotzdem muß man es irgendwann "hergeben". Ich weiß ja nicht, wie lang Sie schon dran arbeiten, und somit nicht, ob Sie schon in dem Stadium sind. ...Verlagssuche ist eh eines der schwierigsten Dinge, und gespickt mit einigen Fallen, wie Verlage mit hoher "Selbstbeteiligung", und bis das soweit ist, ist sowieso noch meist genug Zeit für Ergänzungen.

higgs - wozu?
93
22.1.2012, 13:55

naja, die klassische stutenbissigkeit, auf die du dich vermutlich beziehst ist ja auch nur eine folge unseres systems und dem ihm inneliegenden zwang für die damen, sich in der männlich dominierten welt zu behaupten bzw. behaupten zu müssen - weißt eh, die wirtschaft muß wachsen, daher wurde die eigentlich wichtigste aufgabe im leben, nämlich die kindererziehung als minderwertige tätigkeit im sinne des systems definiert, und die frau lieber ans fließband gebeten.
von ihren grundlegenden fähigkeiten zur empathie, die bedürfnisse der gemeinschaft über die eigenen bedürfnisse zu stellen, ihre handlungsweisen nicht nur nach egoistischen gesichtspunken zu bewerten usw. sind und werden uns frauen immer überlegen sein.

Lilith Boessse
 
31
22.1.2012, 18:41
danke!!

Thomas Felder1
23
22.1.2012, 17:09

sie haben eine extrem naove vorstellung von frauen

Mynnia
00
22.1.2012, 16:42

"Die Wirtschaft muss wachsen" ist aber etwas, was erst in den letzten 200 Jahren aufgekommen ist. (Als explizites End-Ziel.)

higgs - wozu?
00
23.1.2012, 11:02

naja, mynnia - würd da doch noch etwas weiter in der geschichte zurückgehen - zumindest bis zu jenem zeitpunkt, als der griechische idealismus dem materialismus von alex dem großen wich.

aber genaugenommen war unsere gesamte epoche, also die letzten 5000 jahre, rein männlich dominiert und von männlichen idealen und denkmustern geprägt - wohin uns das gebracht hat und wozu es führt kann man in jedem geschichtsbuch nachlesen - ganz ehrlich, mädels, schlechter könnt ihr es gar nicht machen;-)

Dagmar Rehak Wien
 
01
22.1.2012, 16:36

Neinein, grad NICHT die klassische Stutenbissigkeit meine ich, sondern grad die "Empathie" *hust*, bzw. das, was Frauen darunter verstehen.
Frauenkrieg ist viel schlimmer als ein bisschen herum zu zicken. Frauenkrieg hat viel mehr das Potenzial, Menschen und Leben nachhaltig zu zerstören, und zwar so, dass die schlimmsten Täterinnen am Ende gar nix dafür können.
Glaub mir: Frauen sind das schlimmste, was es gibt, und du bist offenbar noch nicht erleuchtet, also leichtes Opfer.

Um was geht es eigentlich? Ich psote immer wild drauf los und schau gar nicht, was überhaupt das Thema ist.

Aber eine Frage hab ich noch (an alle):
Wie wird das Zweithirn eines Mannes zuverlässig groß und hart? Wenn jetzt eine gute Fee kommt, was müsste die machen?

fritz1004
00
22.1.2012, 23:29

Das schlimmste was es gibt...? Da drängt sich die Frage auf, was Ihnen denn von Seiten von Frau(en) widerfahren ist. ...Grad wenn man drüber was schreibt.
(Für die letzte Frage, leider, gibt es kein Patentrezept...)

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