Das Medienhandelshaus in kirchlichem Besitz wird veräußert, weil es auch Erotik- und Esoterik-Titel verbreitet
Berlin - Im Konflikt um den Verkauf des kircheneigenen
deutschen Weltbild-Verlags bemüht sich der Augsburger Bischof Konrad
Zdarsa um Beruhigung. Er lud Gewerkschafter und
Betriebsratsmitglieder für kommenden Donnerstag zu einem Treffen ein,
meldete Kathpress am Freitag. Das Schicksal der 6400 Beschäftigten,
insbesondere am Standort Augsburg (Bayern), sei
ihm sehr wichtig. Die Kirche will das auch in Österreich mit Filialen
und Versandhandel präsente Medienhandelshaus veräußern, weil es auch
Erotik- und Esoterik-Titel verbreitet.
Gewerkschafter und Weltbild-Mitarbeiter wollen am Samstag vor den
Augsburger Dom ziehen. Ursprünglich sollten dem Bischof bei dieser
Gelegenheit Postkarten der um ihre Arbeitsplätze bangenden
Beschäftigten übergeben werden. Zdarsa gab an, durch einen anderen
Termin daran gehindert zu sein. Der Weltbild-Verlag gehört derzeit
noch zwölf deutschen Diözesen, der katholischen Soldatenseelsorge
Berlin und dem Verband der Diözesen Deutschlands. (APA)