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Reitstallgeschichten
Heike Wiechmann
58 Seiten, € 7,10
Loewe Verlag, Bindlach 2011
Derzeit wird zu Hause ununterbrochen gelesen. Vor allem Worte aus der Zeitung der Eltern, Werbung auf dem Weg zur Schule oder Aufschriften im Bus. Die Übungen aus der Schule leider weniger. Daran wird, sagen wir einmal, noch gearbeitet.
Die Welt des Lesens ist verlockend, es sollte jedoch wohl etwas einfacher gehen. Der Loewe-Verlag verspricht "Kleine Geschichten - großen Lesespaß" und sorgt vor Frustrationen mit einer eigenen "Leseleiter" vor.
Stufe eins ist gedacht für Kinder ab dem fünften Lebensjahr und bringt Geschichten zum Mitlesen. Vier Stufen sind zu erklimmen, um "Leselöwen-Champion" zu sein (Kinder ab dem achten Lebensjahr).
Heike Wiechmanns Reitstallgeschichten sind für sogenannte Lesepiraten, also schon für geübtere Leser. Die Geschichten sind kurz, einfach gegliedert und in großer Schrift besonders leserfreundlich gehalten. Inhaltlich kreist natürlich alles um das Thema Pferd. So wird in der ersten Erzählung ein Name für ein Fohlen gesucht. Anna will es "Sternchen" nennen, Anton "Flocke". Wiechmann ist gnädig: Es kommen am Schluss zwei Fohlen zur Welt.
Um das Textverständnis zu prüfen, findet sich am Ende einer jeden Kurzgeschichte eine Frage, etwa wie das Mädchen, über das man gerade gelesen hat, heißt. Ist das Lesen dieses Buches keine Hürde mehr, ist die Vorlesezeit (fast) vorbei. Irgendwie auch traurig, oder? (Peter Mayr, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 21.01.2012)
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