Spanien

Regierung zweifelt an Erreichen des Defizitziels

20. Jänner 2012, 12:30

Wegen "veralteter" Wachstumsprognosen der sozialistischen Vorgängerin

Madrid/Hamburg - Die neue spanische Regierung des konservativen Ministerpräsidenten Mariano Rajoy hat erstmals Zweifel am Erreichen ihres Defizitziels eingeräumt. Die für dieses Jahr mit der EU-Kommission vereinbarte Reduzierung des Budgetdefizits auf 4,4 Prozent basiere auf "veralteten" Wachstumsprognosen der vorherigen sozialistischen Regierung von Jose Luis Zapatero, sagte der spanische Finanzminister Cristobal Montoro der "Financial Times Deutschland" (Freitagausgabe). Die Zapatero-Regierung war für 2012 von einem Wirtschaftswachstum von 2,3 Prozent ausgegangen.

Das Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für Spanien in einem Entwurfsbericht ein Schrumpfen der Wirtschaft um 1,7 Prozent für 2012 und um 0,3 Prozent für 2013. Trotzdem werde Spanien an dem Ziel festhalten, das Budgetloch so schnell wie möglich unter drei Prozent zu senken, sagte Montoro der "FTD". Dazu werde die Regierung unter anderem die hoch verschuldeten autonomen Regionen zur Finanzdisziplin zwingen. Diese müssten fortan ihre Budgetentwürfe bei der Zentralregierung zur Prüfung vorlegen.

Die Regierung Rajoy hatte gut eine Woche nach ihrem Antritt Ende Dezember ein erstes Sparpaket beschlossen. Es sieht für das erste Quartal 2012 Kürzungen der Staatsausgaben um 8,9 Milliarden Euro sowie Steuererhöhungen im Umfang von gut 6,2 Milliarden Euro vor. Zur Begründung sagte die Regierung, das Budgetdefizit sei Ende 2011 mit rund acht Prozent der Wirtschaftsleistung zwei Prozentpunkte höher als das von der Vorgängerregierung angepeilte Ziel ausgefallen.(APA)

h 90
00
24.1.2012, 12:23

Man spart und dann schrumpft die Wirtschaft als folge von weniger Ausgaben und hoeheren Steuern.
Wer haette das gedacht??

wolken kratzer
 
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23.1.2012, 22:31

Ich find diese EU echt cool...

Als Frau 1994 in Spanien war ich damals echt froh, dass OE mitglied der Eu wurde. Ich haette sonst meinen Uni-Job sicher an eine/n germanen verloren. Inzwischen ist die Politik hier in OE ja so germanenfreundlich, dass kaum mehr ein Österreicher dank dieser wissenschaftlichen foerderung es trotz klugheit und redlichkeit schafft, sich hier noch zu etablieren. Vielen dank die nationale Partei oevp, Förderer Nummer eins der aufgabe einer oesterreichischen Identität.

Aber was noch mehr nervt: niemals waren die Rahmenbedingungen in EU Gleich. Hätte ich in Spanien ein Kind gekriegt, 4 monate, kriegt eine spanierin in OE ein Kind, 3 Jahre. In Spanien kredit auf 7o Jahre, in OE niemals.

h 90
00
24.1.2012, 12:22

Was ist jetzt an Deutschen so schlimm?
An Unis sollen angeblich sogar schon Amis gesehen worden.

Waran
00
23.1.2012, 18:45
Rezession/exponentielles Kapitalwachstum

Der von den Ökonomen immer wieder unterschätzte kleine Teufel der Rezession.
Entweder man erreicht die Sparziele nicht, oder man taumelt in eine veritable Rezession, die wiederum die Sparmaßnahmen ad absurdum führt.
Für technisch orientierte Menschen ist "Exponentiell" ein geläufiger Zustand, den sie schon gefühlsmäßig verinnerlicht haben.
Wirtschaftsfachleuten wird diese gefühlsmäßige Verinnerlichung abgesprochen - vielleicht ist da der Grund zu suchen, dass sie noch immer versuchen an diesem System "herumzudoktern"?

computermaster
00
23.1.2012, 18:15
800 Mrd. neue Schulden im Euro Land 2012

Niemand wird jemals diese Schulden zurückzahlen

Walter Bimini
01
23.1.2012, 12:22
dafür bezweifelt niemand mit verstand den spanischen staatsbankrott

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