1000 AUA-Mitarbeiter protestieren gegen neuen KV

Ansichtssache | 20. Jänner 2012, 12:32

Die deutsche Lufthansa hat für ihre Tochter AUA einen neuen Kollektivvertrag präsentiert und will ihn bis nächste Woche durchhaben. Der Wegfall des alten mit seinen teuren Zuschlägen, Arbeitszeitregeln und Pensionssystemen soll seinen Teil dazu beitragen, die Fluglinie wieder in die Gewinnzone zu bringen. Die Gewerkschaft lehnt aber einseitige Vorgaben ebenso ab wie ein kurzfristiges Ultimatum zur Unterschrift unter neue Verträge und stellt sich auf einen größeren Arbeitskampf ein. Fast tausend Beschäftigte des Bodenpersonals in Wien-Schwechat protestierten am Freitag. "Vernünftigen Verhandlungen" will sich die Belegschaft aber nicht verweigern. (red)

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foto: apa/rene van bakel

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Die Gewerkschaft lehnt aber einseitige Vorgaben ab

Ich muß immer ehrlich lachen, wenn ich die neulinguistische Ver-sprache höre, nämlich "einseitige Vorgaben"

meint die Belegschaft etwa, "zuerst das management, dann sparen wir auch (sparen)"?

Das wäre eine ziemliche Anmaßung und spiegelt die verkehrte Welt bei der AUA wieder. Das Management hat eine nicht genug starke Stimme um der Belegschaftsvertretung auf gleicher Ebene - bei berechtigter Forderung entgegenzutreten.

Ginge es hingegen nur um die schiefe Ebene - Managerbezahlung - Personalentlohnung, würde genau das angesprochen, klar und deutlich. Das wird es aber nicht, wenn man die Kommentare über Wochen, ja Jahre hier und anderswo ansieht.

Hubert Ungeist
 
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22.1.2012, 13:23
Ich finde das gut das sich die Gewerkschaft wehrt

aber öffentliche Geld reinzustecken in einen Betrieb der für seine Mitarbeiter so hohe Gehälter zahlt finde ich unfair gegenüber den wirklich armen Leuten

Airbusflieger
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22.1.2012, 14:29
Es gibt keine öffentlichen Gelder für die AUA!

Den 500 Mio Beitrag für den Kauf hat die ÖIAG zu verantworten, die den Kauf mit der Absich LH gewinnen zu lassen jegliche Chance verspielt hat.
Aktuellerweise zahlt die AUA für ihre Angestellten mit 440 Mio Lohnsumme wohl nicht zu wenig an den Staat. Wäre die AUA von LH übernommen worden und als LH aktiv müßten die Steuern und Abgaben in Deutschland gezahlt werden.
Die AUA schafft also nicht nur tausende vom Luftverkehr abhänginge Arbeitsplätze an den österreichsichen Flughäfen, allen Voran Wien, sondern ist auch selber ein großer Arbeitgeber.
Dennoch muß etwas geschehen, denn so eine Mißwirtschaft wie das aktuelle Management betreibt ist unhaltbar.
Dumm nur, dass das Personal das aufzeigen muß, anstatt der Muttergesellschaft selber?!?

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Unehrliche Antwort!

Die Interpretationen zum Verkauf bzw. zur LH sind unter aller Würde.
Die LH ist es, die den **Haufen AUA" mit 1,5 Milli.€ Verbindlichkeiten zu eigenem Risiko übernahm, mit dem berechtigten Glauben im Gegensatz zu österreichischem Prozedere von Personal - bis Managementebene die AUA zu sanieren oder wenigstens zu einem bilanztauglichen Teil der riesigen Flotte werden zu lassen

Wie man jetzt sieht, wäre angesichts der vielen und ewig scheinenden Spielchen von Belegschaft und Gewerkschaft - ein damals angetragener Konkurs der AUA besser und billiger geworden

Die AUA schafft gar nichts, es wurde zuletzt mit geborgtem Geld gezahlt welches schließlich mit 500 000000€ an die LH getoppt wurde

So wird die AUA bald kein Arbeitgeber mehr ..

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unehrliche Antwort!

Hubert Ungeist
 
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23.1.2012, 04:24
Derzeit wird nichts an öffentlichen Gelder reingesteckt..

ad Lohnsumme - da liegen sie falsch. Selbstverständlich müsste und muss (LH hat hier Angtestellte) Lohnsteuer für alle mit Dienstort und Wohnort Wien an Österreich abgeliefert werden, das ist vollkommen unabhängig von der Konzerzentrale. Das ist schon mal der erste Irrtum Ihrerseits.

Die Arbeitsplätze rund um Wien und rund um den Flughafen würden auch geschaffen bzw. erhalten wenn die LH das operative Geschöft übernimmt - weil wohl hier in AT die Leistung erbracht werden muss. Das ist schon der 2. Irrtum IHrerseits.

Das mit dem Management ist aus meiner SIcht von außen bzw. óhne tiefere Kenntnisse der Abläufe nicht beurteilbar.

Airbusflieger
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24.1.2012, 10:51
Irrtum und Aufklärung:

1. Angestellte von Luftfahrtunternehmen versteuern ihr Einkommen in dem Land in dem das Unternehmen seinen Sitz hat. Ausnahme für Österreich wurde mit Deutschland keine ausverhandelt. Zuständiges Finanzamt Hamburg (für LH)!

2. LH würde einen Rumpfbetrieb in Österreich etablieren, nicht mehr. Konzentration auf die anderen Konzernstandorte zu deren Nutzen! Aber das ist sicher nicht deren erste Option.

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