Traurige Entwicklung

Zahl der Demenzkranken verdoppelt sich

20. Jänner 2012, 09:28

Im Jahr 2050 rund 130.000 Betroffene - Weltweit dann 115 Millionen Erkrankte

Wien - Die Zahl der Demenzkranken wird im Zuge der höheren Lebenserwartung weltweit von heute rund 36 Millionen bis zum Jahr 2050 auf 115 Millionen Betroffene ansteigen. Auch Österreich ist dabei: Fast jeder zehnte Über-60-Jährige wird an Morbus Alzheimer erkranken. Das ist das Ergebnis einer Studie des Allianz-Versicherungskonzerns. Sie bestätigt die Daten bereits veröffentlichter wissenschaftlicher Studien zu diesem Thema.

"Der demografische Wandel ist ein struktureller Trend mit potenziell dramatischen Auswirkungen. Die steigende Zahl von Demenzerkrankungen zählt dabei wohl zu den traurigsten Entwicklungen der Bevölkerungsalterung", kommentierte Wolfram Littich, Vorstandsvorsitzender der Gruppe in Österreich die Ergebnisse der "Allianz Demographic Pulse"-Berechnung.

Alle Staaten Europas sind mit einer steigenden Zahl an Demenzkranken konfrontiert. Wird keine Heilungsmöglichkeit gefunden, dürfte sich die Zahl der Demenzkranken laut der Schätzung bis Mitte des Jahrhunderts von derzeit rund zehn Millionen Menschen auf knapp 19 Millionen Menschen fast verdoppeln. Dabei verzeichnet Irland den stärksten relativen Anstieg: So wird es dort im Jahr 2050 mit rund 130.000 Demenzkranken dann dreimal so viele Demenzfälle geben wie heute (40.000), gefolgt von Zypern (plus 209 Prozent) sowie Luxemburg (plus 183 Prozent).

Der geringste Anstieg ist in Bulgarien zu erwarten (plus 38 Prozent), wo die Zahl der Alzheimer-Patienten auf 127.000 ansteigen dürfte. In Österreich ist aufgrund der älter werdenden Bevölkerung mit mehr als einer Verdoppelung der Fallzahlen von derzeit 120.000 auf 269.000 Demenzkranke zu rechnen.

Schere geht auf

Die finanziellen Aufwendungen für die Pflege der Betroffenen werden ebenso stark ansteigen: Leistungen für die professionelle Pflege sowie Pflege durch Angehörige belaufen sich derzeit hochgerechnet auf mehr als 450 Milliarden Euro weltweit, so die Allianz-Studie. Vergleicht man die Kosten pro Patient und Jahr, zeigt sich ein differenziertes Bild: In den USA liegen die durchschnittlichen Kosten bei rund 45.000 Euro pro Patient, gefolgt von Schweden mit 37.000 Euro und Australien mit 26.000 Euro. Der Schnitt der EU-27 beträgt ca. 24.000 Euro. In Österreich liegt der Durchschnitt bei 17.000 Euro pro Betroffenem, wobei die Bandbreite zwischen häuslicher und stationärer Pflege sehr groß ist: Denn die Gesamtkosten pro Patient und Jahr belaufen sich derzeit laut konservativer Berechnung auf durchschnittlich 10.000 Euro in häuslicher Pflege und auf bis zu 43.000 Euro in stationärer Pflege - Tendenz: steigend.

Die Schere zwischen Pflegebedarf und dafür zur Verfügung stehenden Angehörigen geht mit der demografischen Entwicklung immer stärker auf. Im Jahr 2050 werden mehr als drei Millionen Österreicher älter als 60 Jahre alt sein, davon dürfte fast jeder Zehnte von Demenz betroffen sein. Wie hoch künftig die Kosten für die Pflege eines Demenzkranken sein werden, hänge nicht zuletzt von dessen familiärer Situation ab. Gegenwärtig wird der Großteil von Patienten zu Hause von den eigenen Angehörigen gepflegt. Mit dem steigenden Anteil älterer Menschen dürfte sich die Situation noch verschärfen. (APA)

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12 Postings
na_sowas
00
25.1.2012, 07:48

Schwermetalle sind eine der nachweisbaren Gruende fuer eine erhoehte Wahrscheinlichkeit Dementia zu bekommen. Ich finde es interessant dass es keine Hinweise in diesem Artikle sind.

Morpheus DerStandard
00
23.1.2012, 14:02
interessanter artikel

Morpheus DerStandard
00
23.1.2012, 14:15

ähm...

worum gings nochmal?

Herr Fasching
12
22.1.2012, 16:16

Kalifornische Forscher haben vor kurzem herausgefunden, daß regelmäßige Cannabis-KonsumentInnen seltener an Demenzen erkranken als durchschnittliche Menschen.

AlBundyFan
 
10
23.1.2012, 10:52
weisst du wer am wenigstens an demenz erkrankt?

alle die schon vorher an was anderem sterben - somit schützt jede tätigkeit die das todesrisiko vergrößert vor demenz.

bungee-jumpen ohne seil ist also am besten gegen demenz.
zur not kann man seinen körper aber auch mit ein paar jahrzehntzen cannabis verpesten damit er den demenz-zeitraum nicht erreicht.

Allmächtiger Satan
11
22.1.2012, 16:11

Demenz ist keine Krankheit, sondern eine normale Eigenschaft des Menschen. Der ist von Natur aus dumm und wird mit der Zeit immer dümmer.

Alfred Zopf
62
22.1.2012, 08:58

Kann e sein, dass wir durch die Schnellebigkeit unserer Zeit Alzheimer selbst verschulden, der Körper wehrt sich eben gegen die dauernden Überlastungen ?

walter helfmann
01
21.1.2012, 23:52
im jahr 2050

werde ich mich nicht nur nicht an diese studie erinnern können.

Erzpiefke
 
12
21.1.2012, 01:44
Versicherungen übertreiben die Schäden,

das ist die beste Werbung für Versicherungen. Deswegen sind deren Statistiken grundsätzlich für solche Analysen ungeeignet. Aber auch bei unabhängigen Statistiken kann es durch die Änderungen in der Diagnostik leicht zu Verfälschungen kommen. Viel wichtiger wäre es außerdem, ob die Demenz-Wahrscheinlichkeit in einem gewissen Alter, z.b . 67 Jahre, ab- oder zunimmt.

jodaflo
 
11
20.1.2012, 20:08
http://de.wikipedia.org/wiki/Alzh... _Krankheit

"In-vitro-Untersuchungen zeigten, dass das Antioxidans Epigallocatechingallat (EGCG) des Grünen Tees die Bildung von Plaques verhindern kann. Andere Studien weisen darauf hin, dass EGCG die Plaques auch auflösen kann. In Tierversuchen mit Mäusen konnte gezeigt werden, dass nach sechsmonatiger EGCG-Behandlung die Plaque-Belastung im Kortex, Hippocampus und im entorhinalen Kortex um jeweils 54 %, 43 % und 58 % reduziert wurde.

Eine weitere Studie, die die Auswirkung von EGCG auf die Alzheimer-Krankheit untersucht, wird an der Charité in Berlin durchgeführt. Neue Untersuchungen konnten zeigen, dass Theaflavinbestandteile des Schwarzen Tees ebenfalls die Entstehung von Plaques verhindern und bestehende Plaques auflösen kann"

sowas aber auch

Galgenvogel
02
21.1.2012, 14:04
M L3
00
21.1.2012, 18:20
Wäre das dann eine bestätigung für die homöpathische Theorie, die über den Placeboeffekt hinausgeht? :-)

Etwas, das das bei höheren Dosen das Kurzzeitgedächtnis schwächt als Mittel gegen Demenz?

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