Zwei Milliarden Euro über 50-jährige Anleihe - Drei Milliarden Euro über zehnjährige Anleihe
Wien - Die Republik Österreich hat am Donnerstag mit zwei
lang laufenden Anleihen zusammen fünf Milliarden Euro aufgenommen. Eine
zehnjährige Anleihe über drei Mrd. Euro brachte eine Rendite von
3,434 Prozent (105 Basispunkte über der Benchmark-Swap-Rate), die
50-jährige Anleihe über zwei Mrd. Euro eine Rendite von 3,837 Prozent
(135 Basispunkte über der Benchmark-Swap-Rate), teilte die
Bundesfinanzierungsagentur (ÖBFA) am Donnerstagabend mit. Nach beide
Anleihen habe es eine starke Nachfrage gegeben.
Am 10. Jänner hatte die Republik bereits 1,2 Mrd. Euro aufgenommen.
Mit dieser Auktion habe die ÖBFA bereits rund 30 Prozent des
Jahresplans von 20 bis 24 Mrd. Euro erfüllt.
Die 50-jährige Anleihe sei die am längsten laufende, die die
Republik Österreich ausgegeben hat. Sie ist auch die derzeit am
längsten laufende Staatsanleihe in Europa - seit 2010 habe es keine
50-jährige Anleihe mehr in Europa gegeben, heißt es in der
Aussendung. Die erfolgreiche Platzierung zeige die starke
Kreditwürdigkeit Österreichs, kommentiert ÖBFA-Chefin Martha
Oberndorfer.
Die zehnjährige Anleihe wurde zu 27 Prozent von österreichischen
Investoren gezeichnet, weitere 64 Prozent gingen in andere
europäische Staaten, davon 22 Prozent nach Großbritannien und elf
Prozent nach Deutschland. Sieben Prozent gingen an Investoren aus dem
Nahen Osten. Die 50-jährige Anleihe war vor allem in Deutschland ein
Renner - aus diesem Land stammten 62 Prozent der Käufer. Weitere 23
Prozent gingen in die Niederlande, vier Prozent in die Schweiz und
zwei Prozent nach Österreich. (APA)