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Mogadischu/Genf - Bei einem Bombenanschlag in der somalischen Hauptstadt Mogadischu sind am Donnerstag sechs Menschen getötet worden. Nach UN-Angaben waren unter den Toten zwei Polizisten. Der Sprengsatz explodierte in der Nähe eines Flüchtlingslagers im Zentrum der vom Krieg zerrütteten Stadt. Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand.
In den vergangenen Monaten hatte es in Mogadischu wiederholt tödliche Angriffe der islamistischen Shebab-Miliz gegeben. Diese kämpft seit 2007 gegen die vom Westen unterstützte somalische Übergangsregierung. Im August 2011 zog sie sich nach vierjährigen Kämpfen aus Mogadischu zurück. Sie hat jedoch weiterhin große Teile des Südens und des Zentrums Somalias unter ihrer Kontrolle.
Dem dürregeplagten ostafrikanischen Land droht nach Angaben des UN-Koordinators für Somalia, Mark Bowden, eine "schreckliche humanitäre Krise". Vier Millionen Menschen, etwa ein Drittel der somalischen Bevölkerung, benötigten humanitäre Hilfe, sagte Bowden in Genf. Im Dezember hatten die Vereinten Nationen die internationale Gemeinschaft zur Zahlung von 1,5 Milliarden Dollar (rund 1,1 Milliarden Euro) aufgerufen, um die Fortführung der Hilfsmaßnahmen im Jahr 2012 sicherzustellen.
Die UNO hatte wegen der Dürre sechs Provinzen in dem Bürgerkriegsland zu Hungerzonen erklärt, Mitte November jedoch für drei Regionen diese Einstufung zurückgenommen. UN-Schätzungen zufolge sind am Horn von Afrika rund zwölf Millionen Menschen von der Dürre betroffen. (APA)
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