Das erste Haus der Seestadt mit IQ

  • In unmittelbarer Nähe der neuen U2-Trasse in Donaustadt wurde am 
Donnerstag die Dachgleiche des Technologiezentrums "Aspern IQ"  
gefeiert.
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    In unmittelbarer Nähe der neuen U2-Trasse in Donaustadt wurde am Donnerstag die Dachgleiche des Technologiezentrums "Aspern IQ" gefeiert.

Das Technologiezentrum "Aspern IQ" wird als Plusenergie-Gebäude errichtet

Wien - Rundum erstreckt sich noch die Pampa, die im winterlichen Regen vor sich hin matscht. Nur gegenüber verläuft in unmittelbarer Nähe bereits jene Stelzentrasse, auf der ab dem kommenden Jahr die U2 fahren wird. Denn dieses 240 Hektar große Flachland rundum wird in den nächsten Jahren urbanisiert - hier wird quasi ein zweites Hallein errichtet. Oder ein weiteres Lustenau, gemessen an den Einwohnerzahlen. Eine Stadt in der Stadt für rund 20.000 Menschen und mit etwa ebenso vielen Arbeitsplätzen. Die Seestadt Aspern auf dem ehemaligen Flugfeld im Nordosten Wiens.

Allein: Das erste Haus hat's nie leicht, den Flair der versprochenen Urbanität zu verbreiten; noch dazu als Rohbau - allein auf weiter Flur. Noch vor den ersten Seestadt-Wohnungen sollen in diesem Bau rund 250 Jobs entstehen: Im Technologiezentrum "Aspern IQ". Arbeitsplätze für die angewandte Forschung und die Entwicklung neuer Lösungen im Bereich Umwelttechnik und nachhaltiger Technologie.

Öko-Beton und Abfalltrennung

Und damit das Gebäude zum Inhalt passt, wird der Bau von der Wirtschaftsagentur Wien auch entsprechend nachhaltig errichtet: Mit sogenanntem Öko-Beton, der gegenüber herkömmlichem Beton um bis zu 80 Prozent weniger CO2-Emissionen verursacht. Auch der Zement wurde nach ökologischen Kriterien entwickelt. Der Kunststoff PVC kommt gar nicht einmal auf die Baustelle - Schutt und Abfall werden gleich auf der Baustelle getrennt und entsorgt.

Nach der Fertigstellung soll das supergedämmte Gebäude dann übrigens mehr Energie erzeugen, als es selbst verbraucht: Mit Hilfe von Fotovoltaikanlagen und sogar mit Kleinwindkraftanlagen auf den Dächern. Die Errichtungskosten wurden auf insgesamt rund 15 Millionen Euro veranschlagt. (Roman David-Freihsl, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 20.1.2012)

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