London will sie alle kriegen

19. Jänner 2012, 18:10

Die Olympischen Sommerspiele bieten ein Anti-Doping-Labor der Superlative

London - Die Olympia-Organisation von London 2012 ist bereit für die größte Anti-Doping-Aktion der Sportgeschichte. Am Donnerstag wurde am Schauplatz der Sommerspiele (27. Juli bis 12. August) und der Paralympics (29. August bis 9. September) das neue Anti-Doping-Labor vorgestellt.

Auf 4400 Quadratmetern, einer Fläche von der Größe von sieben Tennisplätzen, werden ab Öffnung des olympischen Dorfes rund 6250 Dopingproben untersucht. Damit beschäftigt sind 1000 Mitarbeiter, darunter 150 medizinische Fachleute. 2008 in Peking hatte es 4770 Tests gegeben, davon 3801 Urin- und 969 Bluttests. Die Zahl der Blutkontrollen soll in London klar über 1000 liegen. Alle Proben werden für mögliche Nachuntersuchungen auf erst später auffindbare, aber bereits verbotene Substanzen bis zu acht Jahre lang gelagert.

Getestet werden während der Wettkämpfe neben den Medaillengewinnern ein bis zwei weitere Athleten in den insgesamt 302 Entscheidungen, hinzu kommen Proben von Athleten, die Rekorde aufgestellt haben. Täglich fallen rund 400 Analysen an, deren Resultate binnen 24 Stunden feststehen. Der britische Sport- und Olympiaminister Hugh Robertson sagte: "Wir werden alles tun, damit Betrug keinen Platz hat bei Olympia. Unsere Botschaft an alle Athleten: Wir kriegen dich, wenn du betrügen willst." (DER STANDARD, Printausgabe, Freitag, 20. Jänner 2012, red)

Wird in der Nacht kontrolliert?

Nein?

Dann is eh fürd Wurst.

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.