Iowa

Romney doch nicht Vorwahlsieger

19. Jänner 2012, 16:29

Santorum lag vorne - Aus acht Wahlbezirken fehlten zertifizierbare Ergebnisse - Neuauszählung macht keinen Unterschied

Washington - Überraschende Wendung im Kampf ums Weiße Haus: Der Favorit der US-Republikaner für die Präsidentschaftskandidatur, Mitt Romney, hat die Vorwahl in Iowa doch nicht gewonnen. Eine Überprüfung der Auszählung habe ergeben, dass am 3. Jänner nicht der Ex-Gouverneur von Massachusetts die meisten Stimmen erzielt habe, sondern sein Herausforderer Rick Santorum, teilte die Partei am Donnerstag in Des Moines mit.

Die Partei erklärte nachträglich den Ex-Senator anstelle von Romney zum Sieger des Vorwahlauftakts. Nach einer endgültigen Auszählung liege Santorum in Iowa 34 Stimmen vor Romney, teilte die Republikanische Partei mit. Der genaue Ausgang dürfte aber wohl für immer ein Geheimnis bleiben, da die Resultate aus acht der 1774 Stimmbezirke den Angaben zufolge verschollen sind. Nach stundenlanger Hängepartie war in der Nacht nach den Caucuses in Iowa zunächst der frühere Gouverneur von Massachusetts mit acht Stimmen Vorsprung vor Santorum zum Sieger erklärt worden.

Das gute Abschneiden in dem kleinen Agrarstaat im Mittleren Westen hatte Romneys Favoritenstatus untermauert: Anschließend gewann der Multimillionär auch die Vorwahl im Bundesstaat New Hampshire, auch bei der nächsten Abstimmung der Republikaner am Samstag in South Carolina liegt er in Umfragen vorne.

Die Bedeutung der Caucuses in Iowa ergibt sich vor allem aus dem großen Medieninteresse am Abschneiden der Bewerber im ersten Test an der Wahlurne. Für die offizielle Kandidatenkür auf dem nationalen Parteitag Ende August hat Iowa dagegen nur wenige Delegierte zu vergeben, das Ergebnis vom 3. Jänner ist für die Verteilung der Delegiertenstimmen nicht einmal bindend.

Auch wenn Santorums Sieg allenfalls symbolisch ist, frohlockte dessen Lager. Der Eindruck einer "unvermeidbaren" Kandidatur Romneys sei "zerstört", erklärte Sprecher Hogan Gidley. "Diese Niederlage von Gouverneur Romney ist erst der Anfang." (APA)

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Peace 4 Libya
00
20.1.2012, 16:45

"Der genaue Ausgang dürfte aber wohl für immer ein Geheimnis bleiben, da die Resultate aus acht der 1774 Stimmbezirke den Angaben zufolge verschollen sind".

Bei einer Differenz von 34 Stimmen ist diese Wahl mit Sicherheit UNGÜLTIG. Wurscht, notfalls bestimmt ein "Richter" den Ausgang von Wahlen.

Demokratie, der Witz der immer mehr zum Irrwitz wird.

cipf
 
01
20.1.2012, 12:55

Lustig. Jetzt besch***en die Reps schon untereinander!
Hat schon was! :-))

Dirk W1
01
20.1.2012, 11:37
Wieso wird nie über Ron Paul berichtet?

Post(er)
01
20.1.2012, 13:31

Weil er aufzeigt, dass das republikanische Gedankengut auf Widersprüche aufbaut.

value
 
00
20.1.2012, 10:59
Wahnsinn ... so einer wie Santorum

würde in jedem anderen "zivilisierten" Land auf freiem Fuß festgenommen.

http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/ar... Apr17.html

Quote:
He and Karen brought Gabriel's body home so their children could "absorb and understand that they had a brother," Santorum says. "We wanted them to see that he was real," not an abstraction, he says. Not a "fetus," either, as Rick and Karen were appalled to see him described -- "a 20-week-old fetus" -- on a hospital form. They changed the form to read "20-week-old baby."
Quote:
At the town meeting, a Bucknell student asked Santorum about the public "cyber-school" in which his children used to be enrolled. The cyber-school is open to Pennsylvania residents, though Santorum's main residence is i

Hermine Berg
 
01
20.1.2012, 07:30
die republikaner und das stimmenzaehlen

das hat schon immer gehapert...

erkelteter tiger
01
20.1.2012, 06:51
könnte man nicht einfach würfeln

das mit dem zählen funktioniert einfach nicht

peace & love
22
20.1.2012, 00:00
obs die amis mal schaffen,

eine wahl durchzuführen, wo alles sauber und transparent abläuft?

sauraumpfa
24
19.1.2012, 21:09
ron paul for president - warum wird der wohl totgeschwiegen?

Burgess Shale
00
19.1.2012, 19:07

Und wieso ist das jetzt "symbolisch" wenn auf einmal der andere gewonnen hat? Ist dann nicht die ganze Wahl irgendwie nur symbolisch?

Raphael Hythlodeus
312
19.1.2012, 17:05
die wahlsysteme der usa sind einer bananenrepublik würdig...

hulu33
00
19.1.2012, 20:13
dann frage ich mich

warum man dann bei uns auch das mehrheitswahlrecht einführen will.

abgesehen davon, was ist so schlecht an vorwahlen? dort kann wenigstens die basis noch irgend etwas mitbestimmen. aber bei uns muss man die pelinkas und rudas akzeptieren wenn sie uns vor die nase gesetzt werden.

wing
00
20.1.2012, 11:49

da gehts nicht ums mehrheitswahlrecht, sondern um regelmäßige probleme bei der stimmenauszählung. und: dass man sich in den USA als wähler registrieren lassen muss, anstatt automatisch wahlberechtigt zu sein, ist auch ein wenig seltsam

m3a
00
20.1.2012, 13:21

in den usa braucht man sich im gegensatz zu österreich nicht bei der polizei ummelden oder anmelden wenn man seinen wohnort wechselt. von daher ist es nötig sich zu registrieren.

Doktor Jörg Haider
12
19.1.2012, 17:43
Eine Bananenrepublik, in der man sich unter verschiedenen Kandidaten

wählen kann, halte ich für nichts schlechtes. Leider wachsen solche Bananen nicht bei uns!

Walter KURTZ
 
10
19.1.2012, 19:20

Aber dann sollte man schon schauen, daß man am Ende des Tages auch alle Stimmzettel beinander hat.
Denn das ist in Iowa bei der GOP Vorwahl nciht der Fall und eigentlich weiß jetzt keiner, wer tatsächlich gewonnen hat, weil der Unterschied kleiner ist, als die Anzahl der verschollenen Stimmen...

Raphael Hythlodeus
510
19.1.2012, 17:49
die usa haben ein zwei-parteien-system: sie können zwischen rechts und rechtsextrem wählen. na bravo.

NONE
13
19.1.2012, 19:26

Das stimmt nicht - das ist eine Partei.

Sie suggeriert nur das es zwei verschiedene Parteien wären.

Für mehr als 2 Parteien reicht die Intelligenz des US Amerikaners nicht aus - er braucht ein ewiges System von "gut" gegen "böse", mit den Eliten an der Spitze um ihm das zu erklären.

Das ist reine Show, eine Perfektion des gelebten Konzernfaschismus. Auch die Korruption haben die USA perfekt, denn sie ist nicht lokal begrenzt sondern wurde erfolgreich exportiert.

Robert Fien
00
22.1.2012, 16:45

Ich denke in WIRTSCHAFTSPOLITISCHEN FRAGEN haben Sie recht. Beide Parteien vertreten ausschließlich die Interessen der Reichen, der Elite und der Konzerne.

In gesellschaftspolitischen Fragen und der hingegen gibt es Unterschiede. Die Reps vertreten einen minderheitenfeindlichen religiösen Faschismus.

Bei der Außenpolitik gibt es erschreckend geringe Unterschiede, wenngleich die Reps schon noch um einiges radikaler und durchgeknallter sind.

Das Problem für den Wähler bleibt, dass er bei den entscheidenden Fragen der Verteilungsgerechtigkeit und der Wirtschaft in Wahrheit gar keine Wahl hat und somit eigentlich keine Demokratie besteht!

christoph hofbaur
01
20.1.2012, 05:28

dafuer gibt's bei uns eine partei eines verstorbenen sonnengottes.
ein anzeichen, um wieviel hoeher die intelligenz eines wahlvolkes, das uebrigens seine information mehrheitlich aus der krone bezieht, bei uns doch ist..

Robert Fien
14
19.1.2012, 18:33

naja ich würde sagen die Demokraten sind gesellschaftspolitisch irgendwas zwischen ÖVP und SPÖ und so neoliberal wie die ÖVP wenn nicht noch schlimmer. Die Reps sind so neoliberal wie die ÖVP und so rechts wie die FPÖ...

Armes Amerika!

NONE
11
19.1.2012, 19:26

Mit anderen Worten - die selbe Partei.

Ausgeflippter Lodenfreak
12
19.1.2012, 16:53

Sie tuns schon wieder ;-)

°<°~~
00
20.1.2012, 02:20

Man fürchtet sich schon vor der nächsten Auszählung: haben sie diesmal die Wahlzettel gleich weggeworfen? Oder hat der Hund die Zettel gefressen?

Demokratie ist, wenn jede/r wählen darf. Aber ob wir sie auch zählen? Hehe.

Odo
10
19.1.2012, 16:45
Die Änderung ist nur noch für die Statistiker von Belang.

Denn faktisch war es in den Medien und der Öffentlichkeit eh so, dass Santorum als der eigentliche Sieger der Vorwahl in IA gesehen wurde, da er bis kurz vor der Wahl noch aussichtslos zurück lag.

Bringen wird dieser nachträgliche Sieg Santorum nichts mehr. Sein Stern ist schon längst wieder im Sinken. Den gesamten Vorwahlkampf auf einen Bundesstaat zu konzentrieren, wie Santorum und auch Huntsman es getan haben, ist am Ende eben zu wenig für eine erfolgreiche Kandidatur.

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