Der Gouverneur von Texas will nicht mehr und unterstützt ab sofort die Kandidatur Newt Gingrichs
Washington - Der US-Republikaner Rick Perry gibt auf: Er kündigte am Donnerstag an, seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur zurückzuziehen. "Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass es für mich in dieser
Kampagne des Jahres 2012 keinen gangbaren Weg gibt", sagte Perry am
Donnerstag im Bundesstaat South Carolina. Im weiteren internen
Auswahlprozess der Republikaner werde er daher den ehemaligen
Sprecher des Repräsentantenhauses, Newt Gingrich, unterstützen.
Für diesen könnte dies einen wichtigen Schub vor der Vorwahl
in South Carolina bedeuten, wo er der Website realclearpolitics.com zufolge
in Umfragen gut sieben Prozent hinter Favorit Mitt Romney auf dem zweiten Platz
liegt.
Perry hatte seine Bewerbung vor allem auf Erfolgen bei der
Schaffung neuer Jobs in Texas aufgebaut. Außerdem umgarnte er den
evangelikalen Wählerblock mit dem Eintreten für traditionelle Werte.
Nach seinem späten Einstieg ins Nominierungsrennen im August schoss
Perry an die Spitze der Umfragen, brach nach schwachen Leistungen in
TV-Debatten aber ein. Legendär ist der Patzer, als ihm vor laufender
Kamera der Name einer Bundesbehörde nicht mehr einfiel, die er
unbedingt abschaffen will. In Iowa holte der 61-Jährige enttäuschende
zehn Prozent, in New Hampshire führte er erst gar keinen Wahlkampf.
Seit der Iowa-Vorwahl ist Perry nach der Abgeordneten Michele
Bachmann und dem Ex-Botschafter Jon Huntsman der dritte Bewerber, der
das Handtuch wirft. Neben Romney, Gingrich und Rick Santorum kämpft auch
der texanische Abgeordnete Ron Paul weiter um die
Republikaner-Kandidatur. Paul hat mit seiner Vision eines
Minimalstaates eine treue Anhängerschaft hinter sich, seine Ideen
gelten aber selbst in großen Teilen der eigenen Partei als nicht
mehrheitsfähig. (APA/Reuters)