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Würden nur junge österreichische Familien in die Gemeindebauten nachziehen, wären die derzeit ethnisierten Konflikte eben Generationskonflikte, aber Probleme gäbe es allemal, so Wohnbaustadtrat Ludwig.
vergrößern 600x400In der Brunnenpassage diskutierten am Mittwochabend: Michael Ludwig (Stadtrat für Wohnbau), Claudia Huemer (Teamleiterin Wohnpartner), Karina Jaros (Obfrau der Sportunion Leopoldau) und Jens Dangschat (Leiter des Fachbereichs Soziologie an der TU Wien). Münire Inam (ORF) moderierte die Gesprächsrunde.
Laut Europäischer Wertestudie liegt Österreich an der Spitze der Antipathie gegenüber MigrantInnen. Erschreckend, aber wahr: Hierzulande gibt es europaweit die meisten Menschen, die angeben, dass sie Mitmenschen aus anderen Kulturkreisen nicht als Nachbarn haben möchten.
Die Materie "Wohnen und Integration" wurde in den letzten Monaten sehr häufig diskutiert. So auch Mittwochabend in der Brunnenpassage im 16. Wiener Bezirk, wo der Verein "Wirtschaft für Integration" zu einer Diskussionsrunde zum Thema "Viele Kulturen, ein Wohnort - gemeinsam wohnen" einlud. Neben Problemen wie vermeintlichen Ghettos oder ghettoähnlichen Entwicklungen, Gentrifizierung und politischen Auswüchsen der Antipathie gegenüber ZuwanderInnen wurde auch das konkrete Thema Nachbarschaft ausführlich diskutiert.
Lärm kann positiv oder negativ besetzt sein
Nachbarschaftliche Probleme entstehen bekanntlich am häufigsten aufgrund von Lärmbelästigung. Dass aber Lärm per se nicht ein Problem sein muss, sondern häufig in den Köpfen der autochthonen ÖsterreicherInnen ethnisiert wird, konstatierte Jens Dangschat, Leiter des Fachbereichs Soziologie an der TU Wien. "Im subjektiven Empfinden hat Lärm immer mit der Quelle zu tun, und ist die Quelle positiv besetzt, dann ist Lärm nicht schlimm", so Dangschat. "Die eigenen Enkelkinder können schreien, wie sie wollen. Ist es aber ein Kind mit Zuwanderungshintergrund, dann stört das natürlich, dann sind es Plagen, dann passen die Eltern nicht auf, dann kommt dieser ganze Katalog an Vorurteilen und es gibt Schwarz-Weiß-Bilder."
Dangschat ortet das Problem, das viele alteingesessene ÖsterreicherInnen mit den "neuen" Bewohnern im Gemeindebau haben, in einer überforderten Nachbarschaft. Besonders ältere Menschen fühlen sich nicht mehr unter sich, immerhin war der soziale Wohnbau lange Zeit für Zuwanderer verschlossen. Nach der Öffnung der Wohnungsvergabe - zunächst für EU-Bürger, später auch für Drittstaatsangehörige - "haben es die Menschen vor Ort einfach nicht mehr hingekriegt, das Fremde als etwas Positives zu sehen. Die alteingesessenen Österreicher selbst fühlen sich diskriminiert, und in einer solchen Situation braucht man dann jemanden, an dem man sich die Füße abputzen kann", erklärte der Stadtsoziologe.
Auch ohne Zuwanderung gäbe es Probleme
Auch Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) erachtete es als sehr wichtig, die Probleme, die es im Zusammenleben der Nachbarschaft gibt, offen auszusprechen. Klarerweise seien die älteren Menschen, die vor einigen Jahrzehnten in die Gemeindebauten eingezogen und auch gemeinsam alt geworden seien, irritiert. Doch das sei der Lauf der Dinge: Wenn junge Familien mit Kindern nachziehen, mit oder ohne Migrationshintergrund, werde die Hausgemeinschaft freilich verändert.
"Ich glaube, man muss lernen, mit diesen geänderten Bedingungen umzugehen, daran führt kein Weg vorbei", betonte Ludwig in der Podiumsdiskussion. "Denn unabhängig davon, ob zugewanderte Personen oder nicht - würden nur junge österreichische Familien nachziehen, würde es auch Konflikte geben. Dann wären es eben Generationskonflikte, die nicht migrantisch überformt sind, sie würden aber trotzdem bestehen."
Bessere Information und Kommunikation notwendig
Karina Jaros, Sonderschullehrerin und Obfrau der Sportunion Leopoldau, beobachtet als Bewohnerin der Großfeldsiedlung häufig Konfliktsituationen zwischen Nachbarn aus verschiedenen Kulturkreisen. Dennoch sieht sie die Tatsache, dass viele Menschen unterschiedlicher Herkunft an einem Fleck wohnen, nicht als das eigentliche Problem. "Man sollte bei der Wohnungsvergabe einfach mehr Information weitergeben", schlägt Jaros vor. "Ich sehe um zehn Uhr abends schreiende Kleinkinder in der Großfeldsiedlung herumlaufen, und das ist in unserer Kultur nicht gewünscht, die älteren Leute wollen schlafen, klar führt das zu Konflikten. Vielleicht nützt einfach eine bessere Information und bessere Kommunikation."
In diesem Zusammenhang verwies Claudia Huemer vom Wiener Nachbarschaftsservice "Wohnpartner" auf das Konzept ihrer "Begrüßungs-Buddys". Dabei werden Mieterinnen und Mieter, die neu in eine Wohnhausanlage zuziehen, von Nachbarn, die bereits dort wohnen, willkommen geheißen und erfahren über sie, wie alles läuft und was in der Hausgemeinschaft üblich bzw. unüblich ist. "Wenn man die Spielregeln kennt und sich an sie hält, dann kann man auch gut miteinander auskommen", ist sich Huemer sicher. Wenn man die neuen Nachbarn zudem in die Entwicklung von Regeln einbezieht, funktioniere das Zusammenleben besonders gut. (Jasmin Al-Kattib, derStandard.at, 19.1.2012)
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aha! Lärm von oben, seit Zuzug von Familie bis spät in die Nacht, Musik, .... Anscheinend muessen die in der Früh nicht zur Arbeit gehen.
Total verdrecktes Stiegenhaus. Die Leute gruessen nicht mal, Tür aufhalten usw. ist ein Fredmwort.
Wo ist bitte das Positive? Wir werden nur ver.rscht.
die psychopathischen (pagan-masonic) eliten und phlegmatischen pfründebesitzer tolerieren, und jeden blödsinn mit großer freude mitmachen damit die nichtsnutzigen und geisteskranken am ruder bleiben können und ihre familienposten erben?
Na hoffentlich lernen speziell manche Teile der Tschetschenischen, Albanien und Co.. und Türkischen Jugendlichen auch einmal das es in Österreich sowas wie ein Mindestmaß an Benehmen gibt im Umgang mit Anderen. Leider habe ich da doch noch meine Zweifel.
Aber solange es in diesen islamischen Kulturen nach wie vor so aussieht, das ein Mädchen ja immer weniger wert?! ist als eine Junge haben diese Narrenfreiheit. Erziehungsmaßnahmen gibt es so gut wie nicht. Angst vor Strafe - Nein, da erst ab 14 Strafmündig, das ist denen egal...
Auch die islamische Kultur ist dazu angehalten auch Mädchen eine schulische Ausbildung zukommen zu lassen. Es vergeht kaum ein Monat wo nicht wieder irgendwo ein Mädchen abgestochen wurde, wegen Ehrenmord usw.
1. Laerm ist immer negativ, auch wenn die Quelle die eigenen Kinder oder Enkelkinder sind, da kommt's auf das empfundene Ausmasz der Belaestigung an - und wenn die Kinderlein so schreien, dass man sich nicht mehr zB mit seinen Gaesten unterhalten kann, werden's sicher nicht ermahnt, nein
2. wenn sich jetzt die Oesterreicher den Zuzueglern anpassen muessen, weil denen offensichtlich eine Anpassung an osterr. Werte und Verhaeltnisse nicht zugemutete werden darf, waehlen bald 80 % in diesem Land die FPOE waehlen; ich denke, es ist jedem Menschen, egal ob Ur-Oesterreicher, Neo-Osterreicher oder Nicht-Oesterreicher, der hier lebt und/oder leben will, zumutbar, sich an die Regeln und Gesetze dieses Landes zu halten!
für wie blöd werden wir eigentlich gehalten.
für die mehrheit ist es doch zweitrangig woher der nachbar stammt, wenn er/sie ein ehrlicher, freundlicher und arbeitender mensch ist der einem auch den selbstverständlichen zwischenmenschlichen respekt entgegenbringt.
aber genau daran happert es leider häufig.
Nein, falsch. Das Wort Lärm drückt per se bereits aus, das es NICHT die Philharmonikewr sind.
Ich will weder negativen noch "positiven" Lärm.
Und nein, ich will zukünftig nicht mit gebratenen Lämmern im Hof, Agression, Zerstörung, Müll, Scheisse und spielenden Kindern um 3h morgens konfrontiert sein.
Noch gibt es eine hierzulande übliche Verhaltensweisen. Ich habe weder Lust ins Mittelalter zurückgezwungen zu werden, noch habe ich vor Dschungelverhaltensformen wieder zu übernehmen, die wir hier seit 300 Jahren abgelegt haben.
Zwischen Toleranz und grenzenloser kultursuizidaler Dummheit ist eine feine Linie.
Gar nicht so kurz, der Artikel, und kein einziges Problem liegt anscheinend auf Seiten der Migranten.
Das nenne ich mal eine "neutrale" Analyse.
Aber der Durchschnitts-Autochtone lernt in Wien heute eh schon in der Volksschule, sich anzupassen, also dürfte sich das Problem von selber erledigen.
"Ich glaube, man muss lernen, mit diesen geänderten Bedingungen umzugehen, daran führt kein Weg vorbei", betonte Ludwig in der Podiumsdiskussion.
Ja liebe Leit´, wir oiden Sozen haben die Entwicklung oafach treiben lassen, uns war dös wurscht, um ehrlich zu sein. Jetzt seht mal zu, dass ihr damit klar kommt. Ich mein, seid´s halt a bisserl nett zu die Ausländer. Dann wird das schon.
Die Welt, vor allem Europa wird multikulturell, ob es Ihnen passt oder nicht.
Multikulturell heisst aber noch lang nicht die Aufgabe der eigenen Kultur.
Gerade Oesterreich war in seiner 1000-jaehrigen Geschichte immer multikulturell:
Ein Blick in's Wiener Telefonbuch genuegt: die Pospischils von heute sind die Migranten von gestern.
Das Wr. Schnitzel kommt aus Mailand, der Paradeise, die Schokolade aus Lateinamerika usw., den Wein habe die Roemer gebracht...
Also alles ein bischen lockerer nehmen...
zuletzt durch den fall von libyen und bald wird auch syrien drankommen.
das kern-österreich ist die letzten 1ooo jahre ziemlich monokulturell katholisch gewesen.
sie verwechseln scheinbar absichtlich kultur mit ethnie.
österreichs ethnie hat sich die letzten 1ooo jahren haupsächlich aus zuwanderern aus den größtenteils christlichen ländern des habsburgerreiches zusammengesetzt.
seit ca 40 jahren setzen sich die zuwanderer aus ethnien der ganzen welt zusammen die dann großteils die westliche konzern-geprägte kultur annehmen und auf in österreich vor 1938 gewachsene traditionen, errungenschaften und höflichkeitspflichten gerne verzichten und die autochthone ethnie leider darin auch bestärken.
Am Fußballplatz musst du als Kind bis Teenager wenn du aussiehst wie ein Österreicher mit mindestens 4-5 anderen kommen um überhaupt irgendwo einen PLatz zum spielen zu finden.
Weil mitspielen lässt dich garantiert niemand von den freundlichen Menschen mit Migrationshintergrund. Wenn allerdings dann mal ein paar Österreicher da waren durften wir uns meistens auf ein lustiges spiel Österreich gegen Türkei freuen.
Beim kleinsten Auslöser (Fouldiskussionen zB) kam es zu Konflikten (bis zu Schlägereien) die grundsätzlich von den (sich fast immer in der Überzahl befindlichen) Migranten gewonnen wurden.
Mir wurden in der Kindheit übrigens 8 Bälle gestohlen (der korrekte Term für 2 davon wäre "geraubt" btw).
ach ich liebte meine Nachbarn!
in einem Haus mit multikulti Bewohnerschaft und dort haben wir auch eine Hausordnung und an die hat sich einfach jeder zu halten. Es dauert zwar seeeeehr lange bis man die schwarzen Schafe die sich nicht daran halten losbekommt aber es ging doch.(Waren Beide übrigens Österreicher) warum nicht einfach klare Regeln aufstellen an die sich jeder halten muß, wer nicht, wird delogiert und muss sich halt dann am Marke eine für ihn passende Unterkunft suchen,und es gibt keine Probleme, egal mit wem.
Nein Generationskonflikte wären bei weitem nicht so gegeben!
Denn eine österreichische (durchschnitts) Familie lässt ihre 6 Kinder nicht bis 22:00 auf der Straße herumrennen und dabei Krach machen bis zum geht nicht mehr.
Der Grund liegt übrigens einfac daran dass den Kindern teilweise gesagt wird dass sie untertags draußen bleiben sollen da die Mutter den Haushalt machen müssen. Und das ist nunmal schwer wenn man 6 Kinder hat die in der 2-4 Zimmerwohnung herumtoben.
Das hab ich persönlich kennen gelernt in der Großfeldsiedlung. Nach der Schule ab 14:00 bis 21:00 oder so haben diese Kinder versucht nicht nach Hause zu gehen.
BTW: war länger mit einem MIgranten befreundet in der Kindheit. Der hat mir das so erklärt
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