Tätersuche geht weiter

Überfall auf Nobeljuwelier "war klassische Auftragstat"

19. Jänner 2012, 13:22
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    foto: apa/herbert neubauer

    Ein Polizist vor dem Juweliergeschäft in der Wiener Innenstadt.

Mögliche Raubserie - Tätergruppe dürfte bereits im September 2011 aktiv gewesen sein

Wien - Die Suche nach den Räubern, die Mittwochmittag den Nobeljuwelier Kornmesser in der Wiener City überfallen haben, gehen weiter. Der Leiter der Abteilung Ermittlungen, Allgemeine und Organisierte Kriminalität im Bundeskriminalamt (BK), Ernst Geiger, ist sich sicher, dass die Räuber mit dem Überfall auf den Nobeljuwelier Kornmesser in der Wiener City von jemanden beauftragt wurden. "Das war eine klassische Auftragstat", sagte der Kriminalist am Donnerstag. Geiger vermutet, dass bereits drei Überfälle in Wien auf das Konto dieser höchst professionell agierenden Gruppierung gehen.

Die Täter gehen stets auf die gleiche Weise vor: Sie gehen unmaskiert in das Schmuckgeschäft, geben sich als Kunden aus, um dann die Angestellten zu attackieren. Sie zertrümmern Vitrinen, um schnell an ihre wertvolle Beute zu kommen, oder plündern den Tresor. Ein Dritter steht mit einem Funkgerät in der Nähe des Lokals Schmiere.

Die ersten dergleichen Überfälle erfolgten im vergangenen Herbst. Am 14. September kamen zwei unmaskierte Männer in ein Antiquitätengeschäft in der Stallburggasse. Sie zerrten die anwesenden Frauen - eine Kundin und die Besitzerin des Geschäftes - in einen Nebenraum. Dabei gingen sie so gewalttätig vor, dass ihre Opfer Prellungen und Hämatome erlitten. Während einer der Männer die Frauen mit einer Waffe in Schach hielt, leerte der andere eine Schmuckvitrine.

"Sicher, nicht erkannt zu werden"

Am 27. September erfolgte der nächste Coup auf die Galerie Rauhenstein in der Seilergasse. Zwei Männer betraten den Verkaufsraum und ließen sich von der Angestellten Eheringe zeigen. Als keine weiteren Kunden mehr im Geschäft waren, packte einer der Täter die Frau und zwang sie mit vorgehaltener Pistole den Tresor zu öffnen, der aber bereits offen stand. Die beiden Männer raubten daraus Schmuck und suchten das Weite.

Ähnlich die Vorgehensweise beim Überfall auf den Juwelier Kornmesser am Mittwoch: Zwei unbekannte Täter betraten kurz vor 12.00 Uhr den Verkaufsraum, gaben sich zunächst als Kunden aus und erbeuteten anschließend wertvolle Einzelstücke aus den Vitrinen sowie den Inhalt des Tresors. Der 19-jährige Neffe des Geschäftsinhabers wurde dabei niedergeschlagen und gefesselt.

Ernst Geiger sieht in diesen drei Überfällen eine Verbindung. "Meist kommen zwei Unmaskierte mit Schusswaffen in die Geschäfte, um nicht gleich als Juwelierräuber aufzufallen. Sie sind sich sicher, nicht erkannt zu werden", beschreibt der Kriminalist das Muster. Die Aufgabe des dritten Täters, ist es anscheinend, seine Komplizen zu warnen. Die Beute werde "weit weg von uns auf irgendwelchen Märkten" verkauft. "Sie wird sicher nicht bei einem österreichischen Hehler umgesetzt." Woher die Tätergruppe kommt, ist noch unklar.

Kleines Beutevolumen, großer Wert

Eine ähnlich professionelle Vorgehensweise legte die berüchtigte "Pink Panther-Bande" an den Tag. Ob die jetzige Gruppierung den in ganz Europa agierenden "Pink Panthers" angehöre, sei noch Gegenstand von Ermittlungen. Die aus dem Balkanraum stammende Bande ging ebenfalls gut organisiert vor. Zunächst kundschafteten sie die Geschäfte aus, für die Flucht wurden die Ausgänge blockiert und Fahrzeuge bereitgestellt. Die "Pink Panthers" waren 2011 auch in Österreich aktiv, die Coups teilweise aufgeklärt. "Es ist eine weit verzweigte Gruppierung und sowohl die Auftraggeber als auch die Abnehmer sind nicht bekannt", sagte Geiger.

Juwelen seien etwas Begehrtes und locken Kriminelle an. "Schmuck hat ein kleines Beutevolumen, aber einen großen Wert. Und man kann ihn meist leicht absetzen." 2010 gab es österreichweit 16 Raubüberfälle auf Juweliere, im Jahr 2011 waren es bereits 19 Coups. Etwa zwei Drittel der Überfälle werden in Wien verübt, die Hälfte der Taten ist geklärt. Die Räuber kommen hauptsächlich aus Serbien, Tschechien, Ungarn und Moldawien.

"Einen 110-prozentigen Schutz für Juweliere gibt es nicht", meinte Geiger. Den höchsten Schutz erreicht man nur durch einen ständigen Sicherheitsdienst. Juwelier Kornmesser hatte zwei Securitydienste beauftragt. Ein Sicherheitsmann steht stündlich ein paar Minuten vor dem Geschäft, ein zweiter ist beim Auf- und Zusperren dabei. Das dürften die Täter gewusst und ausgenutzt haben. (APA)

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21 Postings
Oldsgone
00
21.1.2012, 16:10
hahahaha

das ist der beste artikel den ich bisher zu den fällen gelesen hab. einfach super
die polizei macht sich immer lächerlicher.... aber bei prozessen von tierschützern fett aufmaschieren und bei kleinen demos egal welcher art... zu hunderten stehen aber so diebstähle bei juweliers kann man nicht verhindern.... naja wenigstens beruhigt mich das, dass reiche juweliere genauso viel aufmerkamkeit und schutz von der polizei bekommen wie tankstellenangestellte nämlich: GAR KEINE

Meyer Lansky
00
20.1.2012, 13:42

Das kommt davon, weil man in Wien die Polizei praktisch abgeschafft hat. Und es wird noch ärger werden.

Der mit der Glaskugel spricht
00
20.1.2012, 07:47
Die Juweliere sind schön blöd...

Die Polizei empfiehlt bei bewaffneten Raubüberfällen: Stellen sie sich schlafend, leisten sie keinen Widerstand.

Die Bevölkerung ist entwaffnet.

Die EU- und Ö-Politbonzen haben - völlig zu Recht - Angst vor ihren Untertanen. Ihre schwer bewaffneten Bodyguards sollen sie beschützen. Die Polizei wird ausgedünnt.

In gerechtfertigter Notwehr erschossene Räuber wären die beste Abschreckung.

pascale
00
20.1.2012, 06:03
Da es sich um einen Nobeljuwelier handelt,

trug ein Räuber sogar Krawatte...

gustav gans42
18
19.1.2012, 18:32

mei Wien lass I mir ned schlechtred`n...

##V+##
30
20.1.2012, 03:06
Primitiver Hetzer

Brel
00
20.1.2012, 12:45

nur weil er unseren Bürgermeister zitiert?

Pedro Hofmann1
03
19.1.2012, 17:02
und was soll diese Scherzsecurity machen?

die tragen ja nichtmal eine Waffe! Was soll er gegen einen bewaffneten Räuber ausrichten? Ihn mit einem Minischlagstock bedrohen? Oder vielleicht einen Pfefferspray zücken?

Ist doch lächerliches Theater und das wissen die Diebe längst. Nur zur Deko.

Das fünfte Element
00
22.1.2012, 11:31

also der security vorm barotany hat gut sichtbar eine glock am gürtel

Seriöser Hütchenspieler
00
20.1.2012, 08:40

Nicht immer so - der in der Naglergasse ist sehr wohl (und gut sichtbar) bewaffnet.

halvar van flake
00
20.1.2012, 00:50
herst - a pfefferspray is neeet lächerlich.

die gibts auch in extra aua. also wütender hungriger eisbär würd ich nicht wetten - aber sonst geht da nach einem volltreffer nix mehr. is aber viel leichter zu zielen... nach benutzung niemals ins eigene gesicht greifen... niemals...

Klar Blick
00
19.1.2012, 19:41
Nur für die Versicherung.

angelvoices
01
19.1.2012, 14:53
die Unterwelt wird nicht dicht halten

der Neid ist ein Hund und 50000 sind "ein Batzen"...

Totaler Durchblicksstrudel
10
19.1.2012, 19:13

Hmm, wie viel ist das in rumänischen Leu?

Totaler Durchblicksstrudel
00
19.1.2012, 14:06

Überwachungskameras?

charltonathleticfc
00
19.1.2012, 15:28

Es gibt Fotos, aber die werden hier leider nicht veröffentlicht.

Siehe: http://www.oe24.at/oesterrei... r/53365480

MichaelMoore
01
19.1.2012, 22:51
den kenn ich vom Cercle Casino in der Kärntnerstraße!

Mann40
10
19.1.2012, 19:35

die Täter haben Nerven, wow, sie sind mehr als deutlich zu erkennen.
Die Polizisten im Osten sind ja auch nicht gerade ungeschult, die Herrschaften werden bald hinter Schloss und Riegel sein.

Totaler Durchblicksstrudel
00
19.1.2012, 19:11

Schauen eh smart aus, früher warens sicher Börsen-Broker ;)

j smith
01
19.1.2012, 17:46
Eindeutig Teilnehmer von DSDS....leider reichte das Talent nicht für eine Maske!

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