Reaktionen

Kulovits-Rupp hält Rückzug für "vernünftig"

19. Jänner 2012, 12:17

Für ÖVP "unrühmliches Ende einer Tragikkomödie" - FPÖ sieht "schwere Schlappe für SPÖ" - Grüne fordern "Schlussstrich unter politische Tauschgeschäfte" - Petzner: "Sachlich kluge Entscheidung"

Die Vorsitzende des ORF-Stiftungsrats, Brigitte Kulovits-Rupp, hat die Nachricht vom Rückzug Niko Pelinkas am Donnerstag mit Erleichterung aufgenommen. Sie halte dies "für eine vernünftige Entscheidung" und hoffe, "dass dieser Schritt zur Beruhigung der sehr aufgeheizten Situation beiträgt", sagte sie. Den Generaldirektor forderte sie weiterhin auf, "alle anstehenden Personalbestellungen entsprechend den beschlossenen Arbeitsbildern erfolgen zu lassen und darüber hinaus Schritte für einen unternehmensinternen Dialog einzuleiten".

Häme gab es am Donnerstag von ÖVP und FPÖ. ÖVP-Mediensprecher Karlheinz Kopf bezeichnete den Rückzug Pelinkas als "unrühmliches, aber logisches Ende einer Tragikkomödie". Außerdem hoffe er, "Wrabetz und die SPÖ haben aus den Erfahrungen der letzten Tage gelernt und ziehen die richtigen Schlüsse", so Kopf nebulös. Die FPÖ ortet eine "schwere Schlappe für die SPÖ" und meint, mit dem Rückzug Pelinkas sei "dem Medien-System Faymann-Ostermayer erstmals erfolgreich ein Riegel vorgeschoben worden", wie Generalsekretär Harald Vilimsky erklärte.

Für den Mediensprecher der Grünen, Dieter Brosz, ist der Rückzug der Bewerbung "die einzig richtige Entscheidung", mit der es aber nicht getan sei. Alexander Wrabetz habe nun "eine historische Chance, sich gegen die Personalwünsche der Parteien zu stellen. Er sollte das gesamte Personalpaket vom 23. Dezember 2011 und damit seine Zusagen an die Politik rückgängig machen." Die öffentliche Debatte solle genützt werden, "um einen Schlussstrich unter politische Tauschgeschäfte zu ziehen".

"Die Entscheidung Niko Pelinkas ist menschlich verständlich, weil eine unwürdige, entmenschlichte Debatte entstanden ist. Der Rückzug ist eine sachlich kluge Entscheidung, um weiteren Schaden von sich und dem Unternehmen ORF abzuwenden. Es gibt aber weiter viele schwarze, rote und grüne Pelinkas im ORF", sagte BZÖ-Mediensprecher Stefan Petzner. (APA/red)

LOST GRINGO
02
19.1.2012, 16:39

Man darf ob des Ausganges dieser Causa nicht vergessen, dass genau dieser Stiftungsrat die Wurzel allen Rundfunk-Übels darstellt.
Dieser zusammengewürfelte Proporz-Haufen von ahnungslosen Partei-Sateliten ist Garant dafür, dass
sich nie kompetente Fachleute als ORF-Direktor bewerben werden.
Sofort abschaffen und durch einen Aufsichtsrat, bestehend aus PARTEIFREIEN, UNABHÄNGIGEN,
International tätigen Medienfachleuten, ersetzen.

Moneymaker
02
19.1.2012, 16:16
Plötzlich melden sich die Klugschätzer der Parlamentsparteien zu Wort.

Bis vor wenigen Tagen haben die im Parlament vertretenen Parteien zur Causa Pelinka ausnahmslos geschwiegen, weil sie zuvor im Zuge des Personalpakets mit Posten versorgt wurden.

Der Protest gegen Niko P. und das geplante Personalpaket wurde ausschließlich von ORF-Mitarbeitern und Teilen der Zivilgesellschaft getragen.

tim tim
00
19.1.2012, 14:42
ähm.."Mediensystem Khol-Westenthaler"?

Und wie war das mit dem "Mediensystem Khol-Westenthaler"???
Schon vergessen???

Spitzmaus
00
19.1.2012, 14:33
Der Petzner hat es notwendig

BZÖ die Sauberpartei!

Spitzmaus
00
19.1.2012, 14:31
Wer selbst im Glashaus sitzt.....

Thomas Prantner, der Kandidat des BZÖ (vielleicht auch gleichzeitig der FPÖ – man verliert leicht den Überblick) wird Vizedirektor in der Technischen Direktion. Diesen Posten gab es bisher nicht, er wurde für Prantner erfunden. Und Robert Ziegler, der Kandidat der ÖVP, wird Bundesländerkoordinator. Diesen Posten gab es bisher nicht, er wurde für Ziegler erfunden. Doch gleichzeitig ist der ORF zu äußerster Sparsamkeit angehalten. Posten werden eingespart und Freie Mitarbeiter dürftig bezahlt. Wer daher über Pelinka redet, sollte auch über Prantner und Ziegler reden. Dass das bisher nicht der Fall ist, hängt damit zusammen, dass sich ÖVP und BZÖ/FPÖ ebenso unauffällig verhalten wie ihre Kandidaten, während es die SPÖ geschafft hat, so wie Pel

adman
03
19.1.2012, 13:27
selbst zurücktreten!

Wer so wie Kulovits-Rupp auf einem roten Ticket sitzt, sollte gefälligst den Mund halten oder noch besser gleich zurücktreten. Ihr "Freundeskreis" sollte aufgelöst werden und eine Abstimmung im Stiftungsrat hätte geheim zu erfolgen.

Hej Ho!
01
19.1.2012, 12:32

Muss die Kulovits-Rupp überall ihren Senf dazu geben?

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