Kassel

Saniertes Grimm-Museum wird eröffnet

19. Jänner 2012, 09:51

Handexemplare der berühmten Märchen im neu gestalteten Palais Bellevue

Kassel - Nach mehr als zwei Jahren Sanierung wird am Sonntag in Kassel das Brüder-Grimm-Museum wiedereröffnet. Im Mittelpunkt des neu gestalteten Palais Bellevue stehen die Handexemplare der Grimmschen Märchen von 1812, die zum UNESCO-Welterbe gehören. "Für das Weltdokumentenerbe haben wir einen Altar gebaut, um es in Szene zu setzen", sagte Museumsleiter Bernhard Lauer. Die Märchensammler und Sprachforscher Jacob und Wilhelm Grimm lebten und arbeiteten mit Unterbrechungen von 1798 bis 1841 in Kassel.

Die Dauerausstellung beschäftigt sich mit Leben, Werk und Wirkung der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm. "Nicht nur mit den Märchen, sondern auch mit der Sprach- und Literaturwissenschaft", wie Lauer betonte. Auch der jüngere "Malerbruder" Ludwig Emil erhält mit neuen Ausstellungsstücken seinen Platz.

Das Erdgeschoß ist für Sonderausstellungen vorgesehen. Bis zum 6. Mai wird dort eine Schau zur Vorgeschichte der Kinder- und Hausmärchen gezeigt. Dazu gehört die Entstehungsgeschichte von Märchen wie "Aschenputtel", "Dornröschen", "Rumpelstilzchen" oder "Das tapfere Schneiderlein".

Im Dezember wird 200 Jahre Handausgabe der Kinder- und Hausmärchen gefeiert. Bald danach ist es aber schon wieder vorbei mit dem Grimm-Museum im Palais Bellevue. Die Stadt Kassel plant ein neues, größeres Museum auf dem Weinberg, das 2014 fertig sein soll. (APA)

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.