Eurokrise

Italien hat Europa alles eingebrockt

Interview | Regina Bruckner, 19. Jänner 2012, 10:36
  • Artikelbild
    foto: uni frankfurt

    Für Alfons Weichenrieder hat Europa mit den Banken eine Riesenbaustelle offen, die aus gutem Grund noch ein bisschen unfertig bleiben wird.

Ökonom: Warum die Griechen die Pleite noch ver­schieben, Europa sie gewähren lässt und wir Steuerzahler erpressbar sind

In Athen wird wieder einmal heftig verhandelt. Es geht um 130 Milliarden Euro, um die Hilfstranche, die Griechenland wieder aus der Patsche helfen soll. Verhandelt wird auch über die Höhe des Schuldenschnitts, also darüber, wie hoch der "freiwillige" Beitrag der Banken sein wird. Griechenland wird dennoch die Pleite erklären, nachdem es sich die 130 Milliarden "abgeholt" hat, sagt Ökonom Alfons Weichenrieder. Warum nicht sofort und welche Baustellen in der Union noch offen sind, erklärt er im derStandard.at-Interview.

***

derStandard.at: Seit zwei Jahren scheint es offensichtlich, dass Griechenland pleite ist. Sie haben im vergangenen Jahr eine Stellungnahme mitunterschrieben, in der Sie und zahlreiche Kollegen sich dafür einsetzten, eine Insolvenzordnung für Europa zu schaffen. Der Aufruf blieb offenbar folgenlos.

Alfons Weichenrieder: Das ist ein schwieriger Prozess. Ein Problem ist, dass vieles, was den Finanzsektor langfristig stärker machen würde, auf der kurzfristigen Seite die Zinsen der Problemstaaten erhöhen würde. So will man ja auch Umschuldungsklauseln ab 2013 einführen, aber mit diesen Klauseln versehene Papiere sind möglicherweise noch einmal höher zu verzinsen.

derStandard.at:
Was wäre dann jetzt notwendig?

Weichenrieder: Beim derzeitigen Plan einer Fiskalunion steht im Vordergrund, dass das finanzpolitische Korsett der Euroländer gestärkt wird, um wieder das Vertrauen der Investoren zu bekommen. Da sieht man einerseits erste Erfolge, andererseits sieht man, dass Länder wie Italien ungeduldig werden, weil sie meinen, sie haben schon sehr viel geleistet. Die italienischen Staatsschulden sind am langen Ende mit den Zinsen gerade einmal ein halbes Prozent runtergekommen. Monti ist jetzt dabei zu fordern, man soll etwas tun, um doch die Zinsen zu senken. Wie das gehen soll, sagt er nicht dazu. Das ist doch eine überraschende Forderung. Wenn die Italiener nicht so auf Kante genäht wären, hätte man bei Griechenland ganz andere Optionen gehabt. Europa hat Griechenland von Anfang an hauptsächlich geholfen, weil man Angst hatte vor Italien und vor den Ansteckungseffekten über die Banken. Auch bei deren Regulierung gibt es noch Hausaufgaben.

derStandard.at: Italien ist ja durch die neuen Verhandlungen in Griechenland ein bisschen in den Hintergrund geraten. In Griechenland scheint sich allerdings nichts zum Besseren zu wenden. Es gibt zwar eine neue Regierung, aber den Geldgebern geht die Konsolidierung bei weitem nicht weit genug. Für wie wahrscheinlich halten Sie es, dass Griechenland nun doch pleitegeht?

Weichenrieder: Ich kann mir gut vorstellen, dass der Leidensweg mit dem Sich-Durchlavieren noch einige Monate weitergeht. Dadurch, dass der IWF nicht mehr an die Liquiditätskrise glaubt und deswegen derzeit - wie es aussieht - nicht mehr bereit ist zu finanzieren, ist das zwar schwieriger geworden. Ich glaube aber, dass mit Blick auf Italien die Angst noch zu groß ist, den mehr oder weniger ungeordneten Default für Griechenland eintreten zu lassen. Aus der Sicht der Griechen ist es vermutlich auch noch gar nicht an der Zeit, den Default zu erklären. Sie werden jetzt noch einmal versuchen, die nächste Zusage abzuholen. Da geht es immerhin um 130 Milliarden Euro.

derStandard.at: Jetzt muss es aber offenbar schnell gehen.

Weichenrieder: Es heißt, dass die Vereinbarung mit den privaten Gläubigern bis Ende Jänner getroffen werden muss. Im März werden noch einmal 14 Milliarden für die Ablöse existierender Staatsschulden gebraucht. Die griechische Regierung wird noch einmal Handlungsbereitschaft signalisieren. Möglicherweise lässt Europa sie gewähren, weil man den Italienern noch ein bisschen mehr Zeit geben will. Irgendwann ist das Austrittsgeld, das Griechenland mitnehmen kann, so groß, dass es sich dann auch einmal lohnt, freiwillig den Default zu erklären. Dann, wenn man den europäischen Partnerländern über die verschiedenen Kanäle, die offenen und versteckten Hilfsfonds genug Schulden hinterlassen kann, wird man wohl sagen: "Sorry, das übersteigt unsere Fähigkeiten."

derStandard.at: Und die Union wird mitspielen?

Weichenrieder: Es wird natürlich jetzt schwieriger, im Jänner die privaten Gläubiger und die Troika zu überzeugen, das ist klar. Aber in Frankreich hat der Präsident im April Wahlen im Haus, das Land ist gerade herabgestuft worden. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Sarkozy jetzt gerne den offenen Default Griechenlands vor der Haustüre hat. Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass Mario Monti derzeit ein großes Bedürfnis hat, dass Europa jetzt die Griechen pleitegehen lässt. Und Deutschland steht unter einem enormen Druck und wird mitunter schon fast als Verursacher der Krise dargestellt. Vor diesem Hintergrund könnte das eher aus taktischen als aus ökonomischen Erwägungen noch eine Runde weitergehen.

derStandard.at: Es ist also auch davon auszugehen, dass die privaten Gläubiger und Griechenland sich über die Höhe des Forderungsverzichtes einigen werden?

Weichenrieder: Im Prinzip hat man sich ja schon im Dezember geeinigt, dass in länger laufende Wertpapiere umgeschuldet wird. Der effektive Forderungsverzicht der Banken hängt nun im Wesentlichen davon ab, welcher Zins dann auf diese neuen Staatspapiere vereinbart wird. Da gibt es enorme Spannen, deswegen ist das ein zähes Ringen.

derStandard.at: Welche Rolle spielen jetzt die Ratingagenturen noch? Fitch hat ja schon einmal vorsorglich die griechische Pleite für demnächst vorausgesagt.

Weichenrieder: Für Griechenland spielen die Ratingagenturen keine Rolle mehr. Da weiß jeder, das steht und fällt mit den Hilfsgeldern. Für Portugal ist das ein kleines bisschen anders. Da gab es offensichtlich noch einmal einen kleinen Zinssprung.

derStandard.at: Und der Rest?

Weichenrieder: Auf viele andere Länder hat das kaum merklichen Einfluss. Schon in der Vergangenheit haben die Ratingagenturen ja meist nur nachvollzogen, was die Märkte ohnehin gesagt haben. Wenn jetzt eineinhalb Prozent Rendite Unterschied zwischen einem deutschen Staatspapier und einem französischen Staatspapier besteht, müsste man die Frage an die Ratingagentur richten, warum beide die gleiche Bonität bekommen. Das ist doch ein eklatanter Unterschied bezogen auf die derzeit sehr niedrigen Zinsen. Deutschland zahlt am langen Ende so um die zwei Prozent und dann kommen noch einmal eineinhalb Prozent drauf. Das sind deutliche Spreads. Wenn man umgekehrt davon ausgeht, wie die Versicherungskontrakte aussehen, um sich gegen einen Default von Deutschland zu versichern, muss man auch fragen, ob Deutschland das Triple-A noch verdient hat, weil die Märkte inzwischen auch für Deutschland ein erhebliches Ausfallrisiko attestieren. Hier drückt sich die Sorge aus, dass auch ein großer Helfer unter der Last der Hilfszusagen zusammenbrechen könnte.

derStandard.at: Zurück zur Griechenland-Pleite. Wird sie geordnet oder ungeordnet ablaufen?

Weichenrieder: Was wir jetzt machen, ist letztendlich ökonomisch ein Default. Die Banken wissen, wenn sie jetzt nicht freiwillig nachgeben und die Umschuldung erlauben, kommt die Bankrotterklärung auf normalem Weg. So verhandelt man eben jetzt. Das ist ein geordneter Prozess. Wenn der zum Stoppen kommt und Griechenland einfach seine Zahlungen zur Bedienung der Staatsschuld und zur Ablösung der fällig werdenden Staatsschulden einstellt, dann haben wir erst einmal einen langwierigen Prozess mit unterschiedlichen Interessen. Es gibt große und kleine Schuldner, die kleinen werden ein bisschen aggressiver auftreten, weil sie wissen, dass es auf sie nicht so ankommt. Die großen internalisieren eher das Problem und wollen die Lösung früher eingetütet haben. Für die Banken ist es gut, wenn es schnell geht und sie irgendwann wissen, dass das Staatspapier wieder fungibel ist. Das ist die Idee dessen, was wir jetzt versuchen, die Ablösung durch länger laufende Staatspapiere, die die Banken in die Lage versetzt, danach wieder ein Asset zu haben, das die EZB dann wieder genauso wie die alten annimmt.

derStandard.at: Würde man sich jetzt nicht einigen, ergäbe das ganz praktische Probleme auch für die Griechen. Müssten zum Beispiel die Banken schließen?

Weichenrieder: Im Falle eines griechischen Defaults würde ich annehmen, dass die griechische Nationalbank in großem Maße sogenannte ELAs (Emergency Liquidity Assistance) an die privaten Banken geben würde. Das hat in gewissem Umfang in der Vergangenheit die irische Nationalbank gemacht und in Ausnahmefällen sogar die deutsche Bundesbank. Man kann als Nationalbank, obwohl man im EZB-System untergeordnet ist, den eigenen Banken Liquidität einräumen und dabei die Sicherheit nehmen, die man gerade selbst für geeignet findet, überspitzt gesagt, man kann dann fast Toilettenpapier beleihen, um Liquidität bereitzustellen.

derStandard.at: Da hat auch die EZB nichts mehr mitzureden?

Weichenrieder: Sie kann mit qualifizierter Mehrheit im EZB-Rat widersprechen. Entweder man verhindert einen Bankrun dadurch, dass man enorm viel Liquidität in die Banken gibt und sagt, ihr braucht keine Sorgen zu haben. Oder man macht es wie die Argentinier: Man friert die Konten ein und versucht den Ausstieg aus der Währungsunion zu organisieren.

derStandard.at: Nun hat ja Europa in den vergangenen zwei Jahren einiges auf den Weg gebracht. Es klingt dennoch so, als ob man heute eine Griechenland-Pleite nicht leichter wegstecken würde als damals.

Weichenrieder: Das würde ich so nicht sagen. Die Banken hatten einige Zeit, sich darauf vorzubereiten. Wir haben in vielen Ländern immer noch die staatlichen Bankensicherungssysteme, die man 2008/2009 aufgesetzt hat und die man reaktivieren könnte.

derStandard.at: Was sorgt Sie dann?

Weichenrieder: Im Prinzip bräuchten wir zwei Standbeine, um Europa solider zu machen. Die Verschuldung der Staaten muss runter. Hier setzt die Idee der Fiskalunion an. Gleichzeitig müsste aber auch die Abhängigkeit der Banken von den Staaten als Gläubiger sinken. Beispielsweise ist es in Deutschland immer noch möglich, Staatspapiere minderer Qualität - zum Beispiel portugiesische - zu kaufen und sie mit null Eigenkapital zu unterlegen. Das ist problematisch, weil die Banken jetzt sehr viel Liquidität bekommen und sich unter Umständen mit den problematischen Staatspapieren zusätzlich vollsaugen. Dass wir als Steuerzahler erpressbar sind, hängt insbesondere an diesen Verbindungen zwischen Staatsverschuldung und Bankbilanzen. Die Banken haben immer noch einen zu hohen Anreiz, lieber den Staaten Geld zu geben als den Unternehmen, weil bei den Unternehmen Eigenkapital unterlegt werden muss. Aber die Regierungen scheuen davor zurück, sich die eigene Refinanzierung zu verteuern. (Regina Bruckner, derStandard.at, 19.1.2012)

Alfons Weichenrieder ist Professor für Finanzwissenschaft an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main und an der WU in Wien.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 186
1 2 3 4 5
so so ....
00
20.1.2012, 08:38

Sicher nur ein Flüchtigkeitsfehler, richtig wäre natürlich Europa hats Italien eingebrockt.

O5
02
20.1.2012, 01:45

Schön dass hier wieder einmal ein echter Experte zu Wort kommt und kein ahnungsloser Schuldenpropagandist. Weichenrieder weiß wovon er spricht, das merkt man.

Ökonomen wussten es schon immer: die Maastricht-Kriterien gibt es aus gutem Grund. Wir (= die Länder der EU) haben uns nicht an sie gehalten und müssen jetzt den hohen Preis für unsere ignorante Gier zahlen.

Hätten wir das gemacht was jeder Mainstream-Ökonom wieder und wieder gepredigt hat, nämlich uns an die Maastricht-Kriterien gehalten ohne wenn und aber, gäbs heute keinen Staatsbankrott in Griechenland, gäbs heute keine Schuldenkrise in der halben EU.

Das kommt davon wenn man auf ahnungslose Schuldenpropagandisten hört statt auf die die eine Ahnung vom Thema haben.

Volleystop
00
20.1.2012, 04:42
Sehr richtig!

Erster Adressat Ihres Kommentars ist allerdings Herr Steinbrück, der Oberlehrer der EU.

Jahn Petrov
02
20.1.2012, 02:29
Und die Teutonen hätten sich an die Zielinflation gehalten?

Träumens weiter. Dort ist der Export Staatsreligion. Die begreifens heute noch nicht das die unterschiedlichen Lohnstückkosten ein Sargnagel der Eurozone sind. Je eher der Euro Geschichte ist umso eher hat die Peripherie eine Chance wieder auf die Beine zu kommen. Alles andere heißt TRANSFERUNION .

DThl
01
20.1.2012, 05:34

Viele begreifen nicht, dass Deutschland NICHT zu Griechenland, Portugal und Co. in Konkurrenz steht, sondern zu Japan, Korea und Co. Dass die Rest-EU damit nicht mithalten kann, ist unbeabsichtigter Kolateralschaden. Die EU hätte aber nichts gewonnen, wenn Deutschland weniger wettbewerbsfähig wäre. Im Gegenteil, ein Zahler weniger!

Poldi Fesch
00
21.1.2012, 13:11
das hat aber

mit der Inflationsphobie nichts zu tun

Andreas Prucha
00
20.1.2012, 17:26

Diese Denkweise ist kurzsichtig. Deutschland hätte es auch etwas lockerer angehen können, ohne zu verlieren - man hätte dann aber eben nur andere Geldpolitik machen müssen.

Im prinzip ists egal: Deutschland hat intern abgewertet (sprich die Leute haben billiger gearbeitet). Andere Länder hätten mit eigener Währung wahrscheinlich eher die Währung abgewertet.

Letztendlich funktionieren aber beide Vorgangsweise nicht bis ins Extrem.

Takis
20
20.1.2012, 01:26

Das Problem Europas sind nicht die Staatsschulden. Es ist und bleibt eine Systemkrise und man kann nur für immer mehr Geld immer weniger Zeit kaufen.

O5
02
20.1.2012, 02:17

Wenn Sie mit "System" die Gier der Wähler meinen die immer mehr raushauen wollen als sie erarbeiten, dann haben Sie Recht.

ChaiserVonKina
00
19.1.2012, 23:49

natürlich ist immer italien schuld?

http://www.youtube.com/watch?v=TFT38lmevxg

)so(
10
19.1.2012, 23:03
Solide Analyse. In puncto Fiskalunion teile ich den Optimismus aber nicht, denn

diese beseitigt ja nicht die eigentlichen Ursachen: die höchst unterschiedliche Wettbewerbs- und Leistungsfähigkeit der einzelnen Volkswirtschaften. Versuche der Homogenisierung scheiterten die letzten 15 Jahre. Bleibt nur mehr ein Neuanfang ohne Griechenland & Co (ursprüngliche Planung der Euro-Idee) oder die ewige Transferleistung dorthin - möglichst intransparent & versteckt, damit es die Bevölkerung (und Oppositionspolitiker) der Nettozahlerländer nicht so deutlich vor Augen geführt bekommen.

Frodo Der Hobbit
00
20.1.2012, 03:07

ich hoffe nicht, dass wir einen umweg über nord/südstaaten analog USA durchmachen müssen..

wer die weltkarte ansieht, müsste aber begreifen, dass sich europa in unsicheren zeiten politisch und kulturell zusammen schweissen muss.
enorme diversität gibts doch auch in anderen riesenländern, und wird verkraftet.

Sigrun1
01
19.1.2012, 20:49

man soll es sich nicht immer so einfach machen und nicht die Schuld bei Anderen suchen. Jeder ist für sein Geld verantwortlich auch der, der in Griechenland oder Serbien investiert. Auch für die Schulden zu HAuse ist sonst niemand verantwortlich als der hausherr. "KOsmetik" mit Ausgliederung von ÖBB, ASFINAG etc war ja Selbstbetrug, da nützt kein Schönreden.
Jetzt heisst es Ärmel hoch und arbeiten und sparen, Effizienter werden, weniger Geld sinnlos verpuffen ..

Walter Bimini
00
19.1.2012, 21:49
ein selbstbetrug ist auch zu glauben, daß wir jetzt noch um den staatsbankrott herumkommen.

angewiesen
00
19.1.2012, 19:25
"man kann dann fast Toilettenpapier beleihen, um Liquidität bereitzustellen"

bitte sehr.

Wahlarzt
30
19.1.2012, 18:59
ganz einfach:

Abschaffung der Souverenität der einzelnen Staaten - wozu eigentlich in jedem Land separat immer alles neu regeln? sind denn nicht alle Menschen gleich? Es ist nicht nur theoretisch sondern auch praktisch bereits durchführbar, universelle Gesetze zu schaffen. ( so ähnlich wie physikalische Gesetze, die gelten auch überall auf der Welt...).
Von mir aus dann halt Übersetzung in Sprachen für jene die nicht anderst wollen oder können.

Andere Variante:
Griechenland gehört den Gläubigern. Im wahrsten Wortsinn bedeutet dies, dass große Teile des Landes (und allfälligen Meergebieten) irgendwelchen Leuten und/oder Organisationen in Europa bzw. Weltweit gehören -> holt es euch! (mal schauen, wie sich die Griechen dies gefallen lassen würden)

her wig
00
19.1.2012, 19:35
So einfach ist das nicht.

Es geht schliesslich darum, welche bzw. wessen Gesetze denn die universellen sein sollen. Schon in der EU sorgt die Harmonisierung der Gesetze für Probleme, die EU und die USA zu integrieren wäre noch sehr viel schwieriger - und das wäre noch der leichteste Teil, global gesehen.

Zu den Gläubigern: nein, denen gehört Griechenland nicht, denen gehört nur der Anspruch auf Rückzahlung des geliehenen Geldes. Mit Sicherheiten a la Grundbucheintragung der kreditgebenden Bank ist das nicht belegt (abgesehen davon dass es in Griechenland garkein Grundbuch gibt).

Grünling
00
19.1.2012, 19:05

eine witzige Sehweise. Für mich logisch!

Zenith1
00
19.1.2012, 18:15
Also...

hat es nicht vor etwa 30 Jahren einen Film über ein kleines, armes. europäisches Land gegeben, dessen Regierung den Beschluss fasste: "Wir erklären den USA den Krieg, lassen uns besiegen und nach 20 Jahren geht es so gut wie Deutschland."

xiphias
 
00
19.1.2012, 21:12

Die Maus die brüllte.

Zenith1
00
29.1.2012, 22:50
Ja...

es war vor 50 Jahren und mit Peter Sellers in der Hauptrolle(n), und Georg Thomalla als Synchronsprecher.
Danke!

gs271
01
19.1.2012, 18:06
bankrott nicht das ende der welt

solange dannach von 0 mit guten massnahmen begonnen wird, kann das gut funktionieren, kann sogar eine erlösung sein

wir wollen mal nicht vergessen, dass russland 1998 pleite gegangen ist. dannach gings steil bergauf

Grünling
00
19.1.2012, 19:07

Russland hatte nicht das Europroblem.
Ein Euroland kann nicht bankrott gehen, ohne alle anderen mitzureißen. Zumindest läßt man uns dies bisher glauben!

fuchsig
03
19.1.2012, 20:28
die Russen kassieren nun auch 500 Mrd. für Energieexporte pro Jahr

da kann man leicht entschulden. Beim Öl haben sie die Saudis überholt, beim Gas sind sie ohnehin weit vorn.

Walter Bimini
00
20.1.2012, 11:17
aber ganz so einfach war das nicht

es erfordert nicht nur intelligentere planung als in der eudssr üblich ist (vergleich napuko und southstream, northstream), sondern auch die entmachtung der oligarchen und die rettung der russischen ölreserven vor dem westen (chodorkowsky).
außerdem muß rußland noch seine dollar und euro reserven in echtes geld umwandeln um nicht am ende auf bergen von wertlosem, staatlich bedrucktem altpapier sitzen zu bleiben.

Kommentar posten
Posting 1 bis 25 von 186
1 2 3 4 5

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.