30 Leiharbeiter werden nicht mehr beschäftigt - Vorerst keine Kündigungen
Bregenz - Bei der Komponenten-Tochter Tridonic GmbH & Co KG
des börsenotierten Vorarlberger Leuchtenherstellers Zumtobel AG
werden derzeit infolge rückläufiger Nachfrage am Markt
Personalkapazitäten am Stammsitz in Dornbirn abgebaut. 30
Leiharbeiter werden nicht mehr beschäftigt, für das Stammpersonal
nütze man alle Möglichkeiten für flexible Arbeitszeitmodelle,
berichtete am Mittwoch die regionale Nachrichtenagentur
wirtschaftspresseagentur.com unter Berufung auf
Zumtobel-Pressesprecherin Natalie Kuba. Erst zu Wochenbeginn war der
Abgang der beiden Tridonic-Geschäftsführer Walter Ziegler (CEO) und
Rüdiger Kofahl (COO) per Ende Jänner bekanntgeworden.
Tridonic erwirtschaftete laut Bericht im ersten Halbjahr des
Geschäftsjahres 2011/12 (Mai bis April) lediglich ein Umsatzplus von
1,8 Prozent, im dritten Quartal musste gar ein Umsatzrückgang
hingenommen werden. Kuba verwies in diesem Zusammenhang auf die
bereits reduzierte Prognose für 2011/12 für die gesamte
Zumtobel-Gruppe. Andererseits hätten Tridonic-Kunden in der jüngeren
Vergangenheit ihre Lager gefüllt. "Jetzt werden diese Lager
zurückgefahren, wodurch die Nachfrage nach Tridonic-Produkten derzeit
rückläufig ist", sagte Kuba.
Als Reaktion auf die Situation habe man in Dornbirn die Produktion
von drei auf zwei Schichten heruntergefahren. Dennoch werde alles
unternommen, um betriebsbedingte Kündigungen vermeiden zu können,
betonte die Pressesprecherin. Laut Kuba werden etwa Überstunden
abgebaut oder Mitarbeitern die Möglichkeit der Bildungskarenz bzw.
Qualifizierungsmaßnahmen angeboten. Aktuell beschäftige Tridonic in
Dornbirn 289 Mitarbeiter in der Stammbelegschaft. Andere
Tridonic-Standorte seien von den Maßnahmen zur Reduktion der
Personalkosten nicht betroffen, hieß es.
Die 100-prozentige Zumtobel-Tochter Tridonic erwirtschaftete im
Geschäftsjahr 2010/11 laut Unternehmensangaben einen Umsatz in Höhe
von 437,3 Mio. Euro. Insgesamt sind bei Tridonic 2.254 Personen
beschäftigt. (APA)