WKR-Ball

Verfassungsschutz bedeckt zu Beobachtung

18. Jänner 2012, 15:20

Burschenschaften "nur im Zusammenhang mit sicherheitspolizeilichen oder strafrechtlich relevanten Umständen von Interesse" - Darabos empört sich über UNESCO

Wien  - Das Innenministerium verrät nicht, ob der umstrittene Ball des Wiener Korporationsringes (WKR) unter Beobachtung durch den Verfassungsschutz gestellt wird oder nicht. In einer parlamentarischen Anfragebeantwortung durch Ressortchefin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) heißt es lediglich, Studentenverbindungen seien für die Sicherheitsbehörden "nur im Zusammenhang mit sicherheitspolizeilichen oder strafrechtlich relevanten Umständen von Interesse".

"Der Begriff 'Rechtsextremismus' ist der österreichischen Rechtsordnung fremd", stellt das Ministerium klar. Lediglich Nationalsozialismus als Teil rechtsextremistischer Ideologien bzw. die nationalsozialistische Wiederbetätigung seien im Verbotsgesetz abgebildet und entsprechende Tatbestände normiert. Allerdings wird auf eine Liste "zentraler Elemente" verwiesen, an denen man "verfassungsfeindliche extremistische Einstellungen" festmachen könne, wie etwa Antipluralismus, Autoritarismus sowie "nationalisierende Geschichtsbetrachtung bis hin zum Revisionismus". Das Vorliegen eines einzelnen Elements sei allerdings "nicht ausreichend für die Zuordnung zu einer rechtsextremistischen Ideologie".

Darabos-Kritik an UNESCO

Der Grüne Nationalratsabgeordnete Karl Öllinger wollte von Mikl-Leitner auch wissen, ob ihrem Ressort bekannt sei, dass Mitglieder verschiedener Burschenschaften sowie frühere Ballbesucher "rechtsextrem" oder Neonazis seien. Eine Frage lautete auch: "Ist Ihnen bekannt, ob TeilnehmerInnen des Balls in Verbindung mit dem Neonazi-Netzwerk Alpen-Donau stehen oder standen?" Die pauschale Antwort des Innenministeriums auf mehr als ein Dutzend Fragen: "Nein."

Empörung herrschte indes bei Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ), dass der WKR-Ball derzeit von der UNESCO als Immaterielles Kulturerbe geführt wird (derStandard.at berichtete). "Ein Ball, auf dem sich Jahr für Jahr international bekannte Rechtsextreme die Klinke in die Hand geben, hat aus meiner Sicht nichts mit österreichischem Kulturerbe zu tun", meinte er in einer Aussendung. Darabos hatte Soldaten des Österreichischen Bundesheeres bereits zuvor verboten, beim WKR-Ball in Uniform zu erscheinen.(APA)

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Posting 1 bis 25 von 27
1 2
Nikolaus Lackner
01
23.1.2012, 22:28
Schlage eine Umbenennung der Behörde vor.

"B"urschenamt für
"V"erfassungsbekämpfung und
"T"erroristenschutz

Vintageologist
 
106
20.1.2012, 17:16
Es macht die bildungsfernen Linken einfach wütend...

...dass es kein Gesetz gibt, das alles, was nicht links ist, verbietet.

Deswegen müssen sie auch über linke Schandblätter Druck ausüben.

Peinlich. Typisch. Links.

Was erwartet man von Leuten, die jeden Tag gegen Reiche schimpfen müssen, weil sie selbst solche Versager sind? :D

Braunes Österreich Du bist in Gefahr!
01
31.1.2012, 05:50
Ja dass sind sie die Dummerln von Österrech!

Nichts lesen, alles glauben und nichts wissen.
Sonst könnte man so einen Unsinn nicht schreiben!
Oder willst Du Nazi werden?
http://video.google.com/videoplay... 9442728736

FalscherProphet
34
21.1.2012, 11:32
Irgendwie haben sie deklarierter Waffennarr

schon einen ordentlichen Scherer:

Da seid Ihr Rechtsaußen-Leute immer so um Eure Sicherheit besorgt, das Ihr Euch sogar zwanghaft bewaffnen müsst -
und dann beklagt Ihr gerade die parlamentarische Anfrage, ob denn der Verfassungsschutz brav seiner Aufgabe nachkommt.

Nur um dies vor Augen zu führen:
Eine derartige Wachsamkeit bezüglich der rechten Szene hätte in Norwegen womöglich das Blutbad des Rechtsextremisten Breivik verhindert.

karlheinz marilyn, supersauber
09
19.1.2012, 23:49

die verfassungsschützer werden den ball schon zahlreich besuchen - aber nicht als beobachter...

linker
17
19.1.2012, 11:45
Der Verfassungschutz wird den WKR-Ball wohl kaum beobachten,

immerhin hat die Schwarz-Blaue Regierung dafür gesorgt, dass Burschenschaften nicht mehr im Verfassungschutzbericht behandelt werden. Außerdem sind die österreichischen Behörden viel zu sehr damit beschäftigt, aufrechte Antifaschist_innen an diesem Tag zu überwachen und mit Repression am Demonstrationsrecht zu hindern.

Beim Kampf gegen Rechts dürfen wir nicht auf den Verfassungschutz vertrauen, sondern müssen selber aktiv werden. In diesem Sinne, am 27.1. Raus auf die Straße! WKR-Ball verhindern!
Demonstration: 18h Uni Wien/Schottentor

Infos unter https://www.facebook.com/events/16... 179901638/
oder www.offensivegegenrechts.net

Adam Markus
120
18.1.2012, 17:22

Natürlich werden am WKR Ball viele Verfassungsschützer sein. Die wollen ja schließlich auch einmal mit ihren Freunden etwas Spaß haben.

FalscherProphet
00
19.1.2012, 02:07
Und die ÖVP-Mikl-Leitner

erteilt ihnen extra die Order, unbedingt IN POLIZEIUNIFORM dort zu erscheinen.

Denn das ginge doch nicht, wenn am WKR-Ball ein geladener Holocaust-Leugner bei Anwesenheit eines Verfassungsschützers in Zivil einen "lustigen" Witz (der feuchtfröhlichen Runde) erzählte.

Ohne durch seine Uniform vorgewarnt zu sein:
Exekutivlern besser keine Witze, die sich David Irving ausdachte, erzählen.

Damit brächte man speziell die Verfassungsschützer in die Verlegenheit,
sie zum Schutze des FPÖ-Milieus "überhören" zu müssen.

Daniel Hrncir
 
58
18.1.2012, 15:47
Links oder Rechts

Extreme sind nie gut. Aber wenn der Staat Unsummen für die Überwachung der linksextremen Szene ausgibt, Besetzung mit einem unglaublichen Aufgebot löst (234 Polizistinnen, 8. November 2011) und sämtliche Demonstrationsrechte untersagt, da sollte man doch meinen, das selbe gelte auch für den rechten Rand?

Naja, Österreich halt...

Vintageologist
 
51
20.1.2012, 17:20

Nur, dass der WKR Ball vollkommen legal ist. Das ist eine geordnete, angemeldete Veranstaltung. Die einzigen Probleme werden durch die demokratie- und meinungsfreiheitsfeindlichen linken Randalierer, die jedes Jahr unter dem Vorwand der Gegendemonstration (siehe Beschreibung ihrer Persönlichkeit) die Sau rauslassen, geschaffen.

Besetzung von fremdem Eigentum ohne Genehmigung auf der anderen Seite ist nicht legal.

Somit sollte alles klar sein, oder?

boyblue
06
18.1.2012, 16:00
ich dachte extrem ist ein steigerungswort

ist extrem gut also nicht gut...?
auf den extremismusschmäh hereingefallen?

Azdak111
29
18.1.2012, 15:54

"Links oder Rechts
Extreme sind nie gut."

dafür hau ich dich.

Anticitizen1
21
18.1.2012, 17:23
aha

das bedeutet sie missbilligen die meinung ihres vorposters und als unterstützendes zeichen dafür wenden sie gewalt an ihm an?

Azdak111
22
19.1.2012, 10:50

nein, das war sarkastisch gemeint. ;)

jelister
310
18.1.2012, 15:25

Der Begriff 'Rechtsextremismus' ist der österreichischen Rechtsordnung fremd (!?!)

Nicht im Ernst!

PaterWilli
00
31.1.2012, 08:03
Rchtsextremismus der Rechtsordnung fremd ....

Ähm, ja, also: Ich habe das eher als persönliche Meinung der Frau Innenminister gesehen.

Fachlich ist sie - als Innenministerin (Exekutive) - für Rechtsgutachten wohl nicht kompetent. Sie ist nicht Justizministerin, oder gar ein sachkundiger Jurist.

"Her mit den Millionen, her mit dem Zaster, her mit der Marie!"

Anticitizen1
53
18.1.2012, 15:39
ja

weil genau wie linksextremismus ist rechtsextremismus per se nicht verboten.

Michail Bakunin
14
18.1.2012, 23:38

Das ist richtig. Dennoch ist es natürlich auch politisch motiviert, was beobachtet wird und was nicht. So brachte das Innenministerium bis 2000 einen Lagebericht Rechtsextremismus heraus, in dem Burschenschaften angeführt wurden - nach schwarz-blau wurde dies eingestellt. 1999 schrieb das Innenministerium: "Die Agitation dieser Studentenverbindungen lässt auch den Versuch erkennen, auf Umwegen eine gewisse Akzeptanz für nationalsozialistisches Gedankengut zu schaffen. Diesen Studentenverbindungen wird seitens der Sicherheitsbehörden im Sinne des Sicherheitspolizeigesetzes (SPG) ein besonderes Augenmerk zugewendet."

Anlass für die Überprüfung: "Mitwirkung deutscher und österreichischer Rechtsextremisten" bei einem Burschenschaftertreffen...

Azdak111
25
18.1.2012, 15:54

im artikel gehts um rechtsextremismus.

die naive
62
18.1.2012, 20:53

"Der grüne Nationalratsabgeordnete Karl Öllinger wollte von Mikl- Leitner auch wissen, ob ihrem Ressort bekannt sei, dass Mitglieder verschiedener Burschenschaften sowie frühere Ballbesucher "rechtsextrem" oder Neonazis seien. Eine Frage lautete auch: "Ist Ihnen bekannt, ob Teilnehmer des Balls in Verbindung mit dem Neonazi- Netzwerk Alpen- Donau stehen oder standen?" Die pauschale Antwort des Innenministeriums auf mehr als ein Dutzend Fragen: "Nein."
http://www.krone.at/Oesterrei... ory-308495

Magic Washroom
11
19.1.2012, 00:05
zitieren wir mal ganz aus der krone: "Unterdessen bewahrt das Innenministerium Stillschweigen über die Frage, ob der umstrittene Ball unter Beobachtung durch den Verfassungsschutz gestellt wird...

...In einer parlamentarischen Anfragebeantwortung durch Ressortchefin Johanna Mikl- Leitner hieß es am Mittwoch lediglich, Studentenverbindungen seien für die Sicherheitsbehörden "nur im Zusammenhang mit sicherheitspolizeilichen oder strafrechtlich relevanten Umständen von Interesse"."

und zitieren sie richtig! es ist mikl-leiter nichts bekannt.

vielleicht wird der innenministerin wer auf die sprünge helfen - sebastian p., ehemaliges mitglied der burschenschaft olympia, ballbesucher und nahbereich von alpen-donau. es gibt da noch so manche, fühlen sie sich als nciht alszu sicher, werte naive, die so gerne naziseiten der afp postet (leugnen sie es nur, stellen sie sich nur selbst wieder als lügnerin da, der beweist ist schnell erbracht).

die naive
11
19.1.2012, 14:10

Habe den Link zum Artikel mit gepostet - ergo brauche ich nicht den ganzen Artikel abschreiben!

Anticitizen1
21
18.1.2012, 17:26

stimmt.

und dieser ist genauso wie linksextremismus in AUT nicht verboten.

Pjotr Petlarnovski
 
02
18.1.2012, 17:58

ja. genau wie bsoffen spazieren gehn. auch nicht verboten in AUT.

Pefo
03
19.1.2012, 08:38

Ach, Petlarnovski,

wären doch lieber alle Österreiche besoffen als einige braun.

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